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Titel :
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DEU-Heidelberg - Deutschland Rechnungslegung und -prüfung Klinikliquidation -Abrechnung von privat- und wahlärztlichen Leistungen im Universitätsklinikum Heidelberg
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Dokument-Nr. ( ID / ND ) :
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2026070301453678008 / 459743-2026
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Veröffentlicht :
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03.07.2026
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Anforderung der Unterlagen bis :
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30.09.2028
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Angebotsabgabe bis :
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05.08.2026
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Dokumententyp :
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Ausschreibung
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Produkt-Codes :
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79210000 - Rechnungslegung und -prüfung
79999200 - Rechnungsstellung
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DEU-Heidelberg: Deutschland Rechnungslegung und -prüfung
Klinikliquidation -Abrechnung von privat- und wahlärztlichen Leistungen im
Universitätsklinikum Heidelberg
2026/S 126/2026 459743
Deutschland Rechnungslegung und -prüfung Klinikliquidation - Abrechnung von privat- und
wahlärztlichen Leistungen im Universitätsklinikum Heidelberg
OJ S 126/2026 03/07/2026
Auftrags- oder Konzessionsbekanntmachung Standardregelung
Dienstleistungen
1. Beschaffer
1.1. Beschaffer
Offizielle Bezeichnung: Universitätsklinikum Heidelberg
E-Mail: vergabestelle.GB3@med.uni-heidelberg.de
Rechtsform des Erwerbers: Von einer regionalen Gebietskörperschaft kontrollierte Einrichtung
des öffentlichen Rechts
Tätigkeit des öffentlichen Auftraggebers: Gesundheit
2. Verfahren
2.1. Verfahren
Titel: Klinikliquidation - Abrechnung von privat- und wahlärztlichen Leistungen im
Universitätsklinikum Heidelberg
Beschreibung: Klinikliquidation - Abrechnung von privat- und wahlärztlichen Leistungen im
Universitätsklinikum Heidelberg gemäß der beiliegenden Vergabeunterlagen.
Kennung des Verfahrens: a4cd37b5-b398-4879-bd3f-4b065113dbed
Interne Kennung: 2026-169
Verfahrensart: Offenes Verfahren
Das Verfahren wird beschleunigt: nein
2.1.1. Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 79210000 Rechnungslegung und -prüfung
Zusätzliche Einstufung (cpv): 79999200 Rechnungsstellung
2.1.2. Erfüllungsort
Postanschrift: Im Neuenheimer Feld 672
Stadt: Heidelberg
Postleitzahl: 69120
Land, Gliederung (NUTS): Heidelberg, Stadtkreis (DE125)
Land: Deutschland
2.1.4. Allgemeine Informationen
Zusätzliche Informationen: #Bekanntmachungs-ID: CXRAYY6Y5PQ# Der Auftraggeber behält
sich eine Aufhebung des Vergabeverfahrens gem. der in § 63 Abs. 1 VgV aufgeführten
Gründe vor. Für den Fall, dass das Vergabeverfahren aufgehoben wird, ist der Auftraggeber
weder zur Zahlung einer Aufwandsentschädigung, noch zur Zahlung von Schadensersatz -
soweit rechtlich zulässig - verpflichtet.
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU
vgv -
2.1.5. Bedingungen für die Auftragsvergabe
Bedingungen für die Einreichung:
Höchstzahl der Lose, für die ein Bieter Angebote einreichen kann: 6
Auftragsbedingungen:
Höchstzahl der Lose, für die Aufträge an einen Bieter vergeben werden können: 6
2.1.6. Ausschlussgründe
Quellen der Ausschlussgründe: Bekanntmachung, Auftragsunterlagen
Verstoß gegen die in den rein innerstaatlichen Ausschlussgründen verankerten
Verpflichtungen: Eigenerklärung bzgl. Artikel 5k der Verordnung (EU) 2022/576
Eigenerklärung (von allen Bewerbern / Bietern / allen Mitgliedern von Bewerber- bzw.
Bietergemeinschaften) Die nachfolgende Erklärung gebe/n ich/wir verbindlich ab (ggf. zugleich
in Vertretung für die lt. Teilnahmeantrag / Angebot Vertretenen auch für diese): 1. Der / die
Bewerber / Bieter gehört / gehören nicht zu den in Artikel 5 k) Absatz 1 der Verordnung (EU)
Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom
8. April 2022 über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage
in der Ukraine destabilisieren, genannten Personen oder Unternehmen, die einen Bezug zu
Russland im Sinne der Vorschrift aufweisen, a) durch die russische Staatsangehörigkeit des
Bewerbers/Bieters oder die Niederlassung des Bewerbers/Bieters in Russland, b) durch die
Beteiligung einer natürlichen Person oder eines Unternehmens, auf die eines der Kriterien
nach Buchstabe a zutrifft, am Bewerber/Bieter über das Halten von Anteilen im Umfang von
mehr als 50%, c) durch das Handeln der Bewerber/Bieter im Namen oder auf Anweisung von
Personen oder Unternehmen, auf die die Kriterien der Buchstaben a und/oder b zutrifft. 2. Die
am Auftrag als Unterauftragnehmer, Lieferanten oder Unternehmen, deren Kapazitäten im
Zusammenhang mit der Erbringung des Eignungsnachweises in Anspruch genommen
werden, beteiligten Unternehmen, auf die mehr als 10 % des Auftragswerts entfällt, gehören
ebenfalls nicht zu dem in der Vorschrift genannten Personenkreis mit einem Bezug zu
Russland im Sinne der Vorschrift. 3. Es wird bestätigt und sichergestellt, dass auch während
der Vertragslaufzeit keine als Unterauftragnehmer, Lieferanten oder Unternehmen, deren
Kapazitäten im Zusammenhang mit der Erbringung des Eignungsnachweises in Anspruch
genommen werden, beteiligten Unternehmen eingesetzt werden, auf die mehr als 10 % des
Auftragswerts entfällt. Bei Bietergemeinschaften: Die Erklärung ist von jedem Mitglied einer
Bietergemeinschaft separat abzugeben. Verpflichtungserklärung zum Mindestentgelt: Ich
erkläre/Wir erklären, dass meinen/unseren Beschäftigten (mit Ausnahme der Auszubildenden)
bei der Ausführung der Leistung ein Entgelt bezahlt wird, das mindestens den Vorgaben des
Mindestlohngesetzes (MiLoG) und der gemäß § 1 Abs. 2 S. 2 MiLoG erlassenen
Rechtsverordnung entspricht oder mein/unser Unternehmen in einem anderen Mitgliedstaat
der EU ansässig ist und die Leistung ausschließlich im EU-Ausland mit dort tätigen
Beschäftigten ausgeführt wird. - ich mir/wir uns von einem von mir/uns beauftragten
Nachunternehmen oder beauftragten Verleihunternehmen eine Verpflichtungserklärung im
vorstehenden Sinne ebenso abgeben lasse/lassen wie für alle weiteren Nachunternehmen
und Verleihunternehmen der Nachunternehmen und Verleihunternehmen und diese dann dem
öffentlichen Auftraggeber vorlege(n); oder von einem von mir/uns beauftragen
Nachunternehmen eine schriftliche Versicherung geben lasse/lassen, dass dieses den Auftrag
ausschließlich im Ausland mit dort tätigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ausführt und
diese Versicherung dem öffentlichen Auftraggeber vorlege(n); - ich mich verpflichte/wir uns
verpflichten sicherzustellen, dass die Nachunternehmen und Verleihunternehmen die
Verpflichtungen nach den §§ 3 und 4 LTMG erfüllen, wenn sie nicht in einem anderen
Mitgliedstaat ansässig sind und den Auftrag ausschließlich im Ausland mit dort tätigen
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ausführen. Ich bin mir/Wir sind uns bewusst, dass -
mein/unser Unternehmen sowie die von mir/uns beauftragten Nachunternehmen und
Verleihunternehmen verpflichtet sind, dem öffentlichen Auftraggeber die Einhaltung der
Verpflichtung aus dieser Erklärung auf dessen Verlangen jederzeit nachzuweisen, - mein
/unser Unternehmen sowie die von mir/uns beauftragten Nachunternehmen und
Verleihunternehmen vollständige und prüffähige Unterlagen im vorstehenden Sinne über die
eingesetzten Beschäftigten bereitzuhalten haben, - zur Einhaltung der Verpflichtungen aus
dieser Erklärung zwischen dem öffentlichen Auftraggeber und meinem/ unserem
Unternehmen eine Vertragsstrafe für jeden schuldhaften Verstoß vereinbart wird, - bei einem
nachweislich schuldhaften Verstoß meines/unseres Unternehmens sowie der von mir/uns
beauftragten Nachunternehmen und Verleihunternehmen gegen die Verpflichtungen aus
dieser Erklärung den Ausschluss meines/unseres Unternehmens und die von mir/uns
beauftragten Nachunternehmen und Verleihunternehmen von diesem Vergabeverfahren zur
Folge hat, mein/unser Unternehmen oder die von mir/uns beauftragten Nachunternehmen und
Verleihunternehmen vom öffentlichen Auftraggeber für die Dauer von bis zu drei Jahren von
Vergaben des öffentlichen Auftraggebers ausgeschlossen werden kann/können, der
öffentliche Auftraggeber nach Vertragsschluss zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund
berechtigt ist und dass ich/wir dem öffentlichen Auftraggeber den durch die Kündigung
entstandenen Schaden zu ersetzen habe/haben. Bei Bietergemeinschaften: Die Erklärung ist
von jedem Mitglied einer Bietergemeinschaft separat abzugeben.
Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung:
Terroristische Straftaten oder Straftaten im Zusammenhang mit terroristischen Aktivitäten:
Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung:
Betrug:
Korruption:
Kinderarbeit und andere Formen des Menschenhandels:
Verstoß gegen die Verpflichtung zur Entrichtung von Steuern:
Verstoß gegen die Verpflichtung zur Entrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen:
Verstoß gegen umweltrechtliche Verpflichtungen:
Verstoß gegen sozialrechtliche Verpflichtungen:
Verstoß gegen arbeitsrechtliche Verpflichtungen:
Zahlungsunfähigkeit:
Verwaltung der Vermögenswerte durch einen Insolvenzverwalter:
Einstellung der gewerblichen Tätigkeit:
Der Zahlungsunfähigkeit vergleichbare Lage gemäß nationaler Rechtsvorschriften:
Schwerwiegendes berufliches Fehlverhalten:
Vereinbarungen mit anderen Wirtschaftsteilnehmern zur Verzerrung des Wettbewerbs:
Interessenkonflikt aufgrund seiner Teilnahme an dem Vergabeverfahren:
Direkte oder indirekte Beteiligung an der Vorbereitung des Vergabeverfahrens:
Vorzeitige Beendigung, Schadensersatz oder andere vergleichbare Sanktionen:
Täuschung, Zurückhaltung von Informationen, Unfähigkeit zur Vorlage erforderlicher
Unterlagen oder Erlangung vertraulicher Informationen zu dem Verfahren:
5. Los
5.1. Los: LOT-0001
Titel: Chirurgie
Beschreibung: Klinikliquidation - Abrechnung von privat- und wahlärztlichen Leistungen im
Universitätsklinikum Heidelberg gemäß der beiliegenden Vergabeunterlagen. Die Leistung ist
in die sechs nachfolgenden Ausschreibungslose aufgeteilt: - Los 1: Chirurgie - Los 2: Innere
Medizin und Psychosoziale Medizin - Los 3: Kopfklinik - Los 4: Frauenheilkunde,
Dermatologie, Kinder- und Jugendmedizin - Los 5: Radiologie - Los 6: Labore Die Bieter
können ein Angebot für ein Los oder mehrere Lose abgeben.
Interne Kennung: 1
5.1.1. Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 79210000 Rechnungslegung und -prüfung
Zusätzliche Einstufung (cpv): 79999200 Rechnungsstellung
5.1.2. Erfüllungsort
Postanschrift: Im Neuenheimer Feld 672
Stadt: Heidelberg
Postleitzahl: 69120
Land, Gliederung (NUTS): Heidelberg, Stadtkreis (DE125)
Land: Deutschland
5.1.3. Geschätzte Dauer
Datum des Beginns: 01/10/2026
Enddatum der Laufzeit: 30/09/2028
5.1.4. Verlängerung
Maximale Verlängerungen: 2
Weitere Informationen zur Verlängerung: Zweimalige Option, die Vertragslaufzeit um jeweils
ein weiteres Vertragsjahr zu verlängern, die seitens des Auftraggebers gezogen werden kann
(bis 30.09.2029 bzw. 30.09.2030).
5.1.6. Allgemeine Informationen
Vorbehaltene Teilnahme:
Teilnahme ist nicht vorbehalten.
Die Namen und beruflichen Qualifikationen des zur Auftragsausführung eingesetzten
Personals sind anzugeben: Erforderlich für das Angebot
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: ja
Diese Auftragsvergabe ist auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geeignet: nein
5.1.7. Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Keine strategische Beschaffung
5.1.9. Eignungskriterien
Quellen der Auswahlkriterien: Bekanntmachung
Kriterium: Andere wirtschaftliche oder finanzielle Anforderungen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Bankauskunft oder Bankerklärung über die finanzielle
und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zur Durchführung des Auftrags (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 3.1).
Kriterium: Allgemeiner Jahresumsatz
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Erklärung über den Gesamtumsatz des Unternehmens
sowie den Umsatz bezüglich der zu erbringenden Leistungen, jeweils bezogen auf die letzten
drei Geschäftsjahre, die Anzahl der durchschnittlich abgerechneten Fälle (amb./stat.) sowie
die Zahl der Beschäftigten im Unternehmen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 3.2 bis 3.4).
Der Erklärung sind Bilanzen oder Bilanzauszüge des Unternehmens beizufügen, sofern deren
Veröffentlichung vorgeschrieben ist.
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Der Bieter verfügt über die Fähigkeit zur Abrechnung
aller am Universitätsklinikum Heidelberg vertretenen Fachrichtungen und Behandlungsformen
(voll- und teilstationär und ambulant) sowie über Kenntnisse zur Einhaltung aller einschlägigen
gesetzlichen Bestimmungen (Bsp. GOÄ, GOZ, HNTVO, KHG, etc.) und anerkannten
Abrechnungsmöglichkeiten. Der Bieter gibt dazu je Los, auf welches sich der Bieter bewirbt,
die Erklärung ab, dass er in der Lage ist, für alle genannten Fachdisziplinen die Abrechnung
zu leisten und über Kenntnisse über die geltenden gesetzlichen Bestimmungen und
Abrechnungsmöglichkeiten zu verfügen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 4.1).
Kriterium: Referenzen zu bestimmten Dienstleistungen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Je Los bestehen mindestens drei Jahre Erfahrungen mit
der Bearbeitung und Abwicklung von Abrechnungen im Bereich von Universitätsklinika oder
Großkliniken (= mind. 900 Betten) sowie die Fähigkeit, die Abrechnung für alle am
Universitätsklinikum Heidelberg in Frage kommenden spezialisierten Fachdisziplinen des
jeweiligen Loses leisten zu können. Der Bieter weist mindestens zwei deutsche
Universitätsklinika oder Großkliniken (= mind. 900 Betten) aus, in denen die ausgeschriebene
Leistung in den letzten drei Jahren erbracht wurde, als Referenz vor und reicht für jede
Referenz eine Bestätigung des jeweiligen Referenzgebers ein (Anlage 3 zum Anschreiben,
Ziffer 4.2; Anlage 3.1 zum Anschreiben).
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Abwicklung der Rechnungsstellung, der
Honorarvereinbarungen und wahlärztlichen Vereinbarungen sowie des kompletten
Schriftwechsels bei internationalen Patienten mindestens in englischer Sprache. Bei Patienten
aus dem Internationalen Sprachraum ist eine Übersetzung der jeweiligen Vereinbarungen,
Rechnungen und des gesamten Schriftwechsels zwingend erforderlich (vgl. Anlage 2 zum
Anschreiben, Ziffer 8).
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Beachtung der gesetzlichen Vorschriften über den
Datenschutz (im Besonderen: Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO),
Landesdatenschutzgesetz Baden-Württemberg, Bundesdatenschutzgesetz,
Landeskrankenhausgesetz und § 203 Strafgesetzbuch) sowie aller entsprechend
ergänzenden Vorschriften und Anlagen dieser Ausschreibung, sowie Verpflichtung der
Mitarbeiter des Bieters in Hinblick auf den Datenschutz, über alle Informationen und Daten, die
von Kliniken, Ärzten und Patienten stammen, Stillschweigen zu bewahren (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 6). Besondere Anforderungen hierzu: - Der Bieter muss die beigefügten
AVV, TOMs, die Eigenerklärung zu Datenschutz und IT-Sicherheit sowie das Verzeichnis über
Subunternehmer beifügen (Anlagen 5.1 bis 5.4 zum Anschreiben). - Die Mitarbeiter der Firma
müssen vom Bieter auf das Datengeheimnis gemäß den gesetzlichen Vorschriften verpflichtet
sein, auf ihre Schweigepflicht hingewiesen und vertraglich zur Geheimhaltung verpflichtet
werden.
Kriterium: Eintragung in ein relevantes Berufsregister
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Nachweis des Eintrags des bietenden Unternehmens im
Berufs- oder Handelsregister und Einreichung mit dem Angebot (Anlage 3 zum Anschreiben,
Ziffer 1.1).
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Einreichung eines schlüssigen und nachvollziehbaren
Notfall- und Havariekonzepts. Für den Fall von Störungen im eigenen Betriebsablauf hat der
Auftragnehmer mit einem Havariekonzept die Abrechnung der Privatliquidation durchgehend
sicherzustellen und zu gewährleisten. Zu den Störungsausfällen gehören insbesondere -
Krankheitsbedingter Ausfall von Personal - Störungen im Bereich der EDV, Datenübertragung,
Netzwerkverbindungen etc. Ein schlüssiges und nachvollziehbares Havariekonzept ist
zusammen mit dem Formblatt für das Angebot bei Abgabe der Bewerbungsunterlagen
entsprechend vorzulegen und nachzuweisen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 6). Das
schlüssige Havariekonzept muss mindestens; - Regelungen zum krankheitsbedingten Ausfall
von Personal enthalten, - Ersatzmaßnahmen beschreiben, wie im Fall der Störungen im
Bereich der EDV, Datenübertragung, Netzwerkverbindungen die reibungslose Abrechnung
aufrechterhalten wird, - Regelungen und Erklärungen zur Garantie zu den 4 im Folgenden
genannten Punkten enthalten: 1. Der Auftragnehmer garantiert für eilige Rechnungen (zum
Beispiel Rechnungen an internationale Patienten auf der Durchreise etc.) eine 24-stündige
Erreichbarkeit an 7 Tagen der Woche. 2. Der Auftragnehmer stellt hierzu einen telefonischen
Ansprechpartner zur Verfügung, der in der Lage ist, die Rechnung anhand zugesandter
Leistungsdaten zu erstellen und in verschlüsselter Form per E-Mail oder per Fax an die
zuständige Klinik bzw. Fachabteilung zu senden. 3. Bei Bedarf erstellt der Auftragnehmer
auch kurzfristig einen Kostenvoranschlag für eine Behandlung und übermittelt das Ergebnis an
die anfragende Stelle. Insbesondere für internationale Patienten müssen Kostenvoranschläge
zeitnah (innerhalb 4 Stunden) erstellt werden. 4. Gleiches gilt für die Überlassung von
Patientenakten an Wochenenden in Notfällen.
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Die Fähigkeit, Leistungsdaten, die in Form von
elektronischen Formularen oder Listen dem Bieter vorliegen, entsprechend zu archivieren
bzw. zu vernichten. Die Bieter müssen den Nachweis erbringen können, dass die
rechnungsbegründenden und buchhaltungsrelevanten Unterlagen nach den Vorgaben des
Handels- und Steuerrechts archiviert und nach den Grundsätzen zur ordnungsmäßigen
Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer
Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) vorgehalten werden. Bestätigung darüber, dass über
eine entsprechende Software verfügt wird, die den Anforderungen nach der Abgabenordnung
und dem Steuerrecht, auf denen auch die GoBD´s (=Grundsätze zur ordnungsmäßigen
Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer
Form sowie zum Datenzugriff) beruhen, genügt (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 5.2).
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Ausschließlich Einsatz von befähigtem und
qualifiziertem Personal für die Leistungserbringung (vgl. Anlage 1 zum Anschreiben, Ziffer 14;
Anlagen 3.2 und 3.3 zum Anschreiben).
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Ausschließlich Einsatz von Mitarbeitern für die
Auftragsausführung am Universitätsklinikum Heidelberg, die die deutsche Sprache in Wort und
Schrift beherrschen.
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Angebot und Gewährleistung einer professionellen
Organisations- und Prozessberatung mit Schulung der Mitarbeiter des Universitätsklinikums,
die an der Privatliquidation beteiligt sind (vgl. Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14 bis 15;
Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 6). Vor Beginn der Zusammenarbeit mit den jeweiligen
Fachabteilungen/Kliniken überprüft der Auftragnehmer die Abläufe und Organisation der
Dokumentation und der Datenbereitstellung vor Ort und unterbreitet dem Universitätsklinikum
Heidelberg ggfls. Verbesserungsvorschläge. a. Der Auftragnehmer schult in regelmäßigen
Abständen das mit der Dokumentation befasste Personal des Universitätsklinikums
Heidelberg mit dem Ziel einer vollständigen und abrechnungsfähigen Leistungserfassung.
Diese Schulungen erfolgen vor Ort in den jeweiligen Fachabteilungen auf Kosten des
Auftragnehmers. Die Durchführung der Schulung/der Schulungen sind von einem dafür
spezialisierten und besonders qualifizierten Mitarbeiter (Fachgebietsleiter,
Hauptverantwortlicher für einen inhaltlich zusammenhängenden Fachbereich) des
Auftragnehmers oder eines besonders qualifizierten externen Referenten durchzuführen. b.
Zur Sicherstellung einer vollständigen Dokumentation der Patientenakte und ggf.
Leistungsformulare bietet der Auftragnehmer fortlaufende Schulungen der betroffenen
Mitarbeiter des Auftraggebers (Ärzte, Sekretariate und Verwaltungsangestellte) an. c. Diese
finden bereits im Vorfeld der Abrechnungsübernahme statt und bei Bedarf auch während der
Vertragslaufzeit. Der Auftragnehmer stellt die notwendigen Formulare und Unterlagen zur
Verfügung. Auch diese Schulungen sind von einem dafür spezialisierten und besonders
qualifizierten Mitarbeiter (Fachgebietsleiter, Hauptverantwortlicher für einen inhaltlich
zusammenhängenden Fachbereich) des Auftragnehmers oder eines besonders qualifizierten
externen Referenten durchzuführen (Angaben hierzu bitte in Form von Anlage 3.3 zum
Anschreiben). d. Zur Schulung gehört auch die fortlaufende Begleitung der betreffenden
klinikinternen Abläufe und deren kontinuierliche Verbesserung. Der Nachweis bzw. die
Bestätigung über die Gewährleistung einer professionellen Organisations- und
Prozessberatung inkl. Schulungsmöglichkeit mit den o.g. Mindestanforderungen ist im
Rahmen der Bietererklärung vom Bieter abzugeben (vgl. Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14
bis 15).
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Beschreibung der technischen Ausrüstung sowie der
Maßnahmen des bietenden Unternehmens zur Qualitätssicherung (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 5.1).
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Einreichung eines Mitarbeiterkonzepts mit
nachfolgenden Inhalten und Erklärungen (in freier Form): a. Angabe der Qualifikation
/Ausbildung, Zusatzqualifikationen, Berufserfahrung und Erfahrungen im Fachgebiet der
hauptverantwortlichen Mitarbeiter für die inhaltlich zusammengehörenden Fachbereiche.
Hinsichtlich der Mindestanforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiter vgl. Anschreiben an
Bieter, Ziffer 10c) sowie Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14. b. Angabe der regelmäßig
stattfindenden Weiterbildungen der hauptverantwortlichen Mitarbeiter. Hinsichtlich der
Mindestanforderungen zu Weiterbildungen der Mitarbeiter vgl. Anschreiben an Bieter, Ziffer
10c) sowie Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14. c. Angabe der Weiterbildungen im Bereich
neue Rechtsprechung und Gesetze der hauptverantwortlichen Mitarbeiter je Fachdisziplin. d.
Erklärung, dass für rechtliche Fragestellungen im Zusammenhang mit der Abrechnung privat-
und wahlärztlicher Leistungen mindestens 1 im Fachbereich Medizinrecht /
Abrechnungsfragen ausgebildeter Jurist oder Juristin zur Verfügung steht (Anlage 3.2 zum
Anschreiben). e. Erklärung, dass die Mitarbeiter, die für die Privatliquidation im Auftrag des
Universitätsklinikums tätig sind, der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig sind.
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Erklärung über die Gewährleistung einer 24-stündigen
Erreichbarkeit gemäß den Bedingungen der Leistungsbeschreibung (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 6). Erklärung einer werktäglichen telefonischen Erreichbarkeit für den
Auftraggeber zwischen 09:00-17:00 Uhr durch einen hinreichend qualifizierten Mitarbeitenden
des Auftragnehmers.
Kriterium: Werkzeuge, Anlagen oder technische Ausrüstung
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Nachweis, dass der Bieter in der Lage ist, bei
elektronischer Übermittlung der zur Abrechnung gelangenden Daten einen Remote-Zugriff
(wird vom Klinikum eingerichtet) zu nutzen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 5.2).
Kriterium: Berufliche Risikohaftpflichtversicherung
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Branchenübliche Haftpflichtversicherung für Personen-
und Sachschäden sowie eine Betriebs- und Vermögensschadenshaftpflichtversicherung zur
Abdeckung sämtlicher Schäden, die unter diesem Auftrag entstehen können. Die Höhe der
Mindestdeckungssumme entspricht mindestens folgenden Vorgaben: pauschal 5.000.000
Euro für Personen- und 5.000.000 Euro für sonstige Schäden (Sach- und
Vermögensschäden). Die Versicherungspolice ist zusammen mit dem Angebot einzureichen.
Alternativ ist eine Erklärung eines in der EU zugelassenen Versicherungsunternehmens
einzureichen, im Auftragsfall eine Versicherungspolice mit dem Bieter (als Auftragnehmer) in
der o.g. Höhe abzuschließen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 5.3).
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: 1. Auszug aus dem Bundeszentralregister der für die
Führung der Geschäfte des Bieters verantwortlichen Person(en). Anstelle des Auszugs aus
dem Bundeszentralregister können diese Personen auch eine eidesstattliche Versicherung
darüber abgeben, dass sie nicht wegen eines in § 123 GWB aufgeführten Deliktes
rechtskräftig verurteilt sind (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 2.4).
Kriterium: Eintragung in ein relevantes Berufsregister
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Bescheinigung über die Zugehörigkeit zur
Berufsgenossenschaft und zu Fachverbänden (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 2.5).
5.1.10. Zuschlagskriterien
Kriterium:
Art: Preis
Bezeichnung: Angebotspreis
Beschreibung: Angebotspreis (ohne Forderungsmanagement) = (Liquidationsvolumen nach
Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 70%) x angebotenem Prozentsatz stationär mit
Patientenakten (digital/Papier) ohne Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen nach
Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 20%) x angebotenem Prozentsatz stationär mit
vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen
nach Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 10 %) x eingereichter Prozentsatz stationär mit
elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen ambulant x
50%) x angebotenem Prozentsatz ambulant mit Patientenakten (digital/Papier) ohne
Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen ambulant x 40%) x angebotenem Prozentsatz
ambulant mit vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement +
(Liquidationsvolumen ambulant x 10%) x eingereichtem Prozentsatz ambulant mit
elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement Angebotspreis (mit
Forderungsmanagement) = (Liquidationsvolumen nach Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x
70%) x (angebotenem Prozentsatz stationär mit Patientenakten (digital/Papier) ohne
Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener Prozentsatz für das optionale
Forderungsmanagement Patientenakten (digital/Papier)) + (Liquidationsvolumen nach
Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 20%) x (angebotenem Prozentsatz stationär mit
vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement vorausgefüllte Leistungsformulare) +
(Liquidationsvolumen nach Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 10 %) x (eingereichter
Prozentsatz stationär mit elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement +
zusätzlich angebotener Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement elektronischer
Datenträger) + (Liquidationsvolumen ambulant x 50%) x (angebotenem Prozentsatz ambulant
mit Patientenakten (digital/Papier) ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement Patientenakten (digital/Papier)) +
(Liquidationsvolumen ambulant x 40%) x (angebotenem Prozentsatz ambulant mit
vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement vorausgefüllte Leistungsformulare)) +
(Liquidationsvolumen ambulant x 10%) x (eingereichtem Prozentsatz ambulant mit
elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement elektronischer Datenträger)
Angebotspreis = (Summe der angebotenen Abrechnungsgebühren (ohne
Forderungsmanagement) x 50%) + (Summe der angebotenen Abrechnungsgebühren (mit
Forderungsmanagement) x 50 %) Punktwert des jeweiligen Bieters = (Angebotspreis des
Bieters mit dem niedrigsten Angebotspreis / Angebotspreis des jeweiligen Bieters) x 55 % Die
aufgeführten Liquidationsvolumina sind in Anlage 1 zum Anschreiben
Leistungsbeschreibung unter Ziffer 1 ausgewiesen.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium Zahl: 55
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Service-/Controllingkonzept
Beschreibung: Für die ausgeschriebene Leistung hat der Bieter in freier Form die Darstellung
eines Service-/Controllingkonzepts einzureichen. Die nachfolgenden Mindestanforderungen
sind hierbei zu erfüllen und im Rahmen des einzureichenden Service-/Controllingkonzepts zu
berücksichtigen. Hierbei gelten folgende Mindestanforderungen: - Der Auftragnehmer stellt
eine werktägliche telefonische Erreichbarkeit sowohl für Patienten und Mitarbeitende des
Auftraggebers sicher. - Für das interne Berichtswesen, welches durch den Geschäftsbereich
Erlösmanagement koordiniert wird, sind die vom Auftraggeber definierten Statistikdaten bis
zum 10. des Folgemonats auf Datenträger und/oder über ein Kundenportal einzustellen. Die
Statistiken sind nach Vorgabe des Auftraggebers u.a. nach Rechnungsausgangszeitraum und
Behandlungszeitraum sowie nach Ärzten bzw. Konten und Kalenderjahr getrennt zu erstellen.
Mindestens ist folgendes Standardberichtswesen zu erbringen: - Es ist bis zum 10. Tag des
Folgemonats ein Bericht zum Abrechnungsstand je Arzt durch den Auftragnehmer abzugeben.
Etwaige Rückstände sind unverzüglich bei Bekanntwerden dem Auftraggeber anzuzeigen. -
Berichte/Übersichten nach den Vorgaben des Auftraggebers (Mindestangaben: Fall-Nummer,
Rechnungsnummer, Patientennamen, Geburtsdatum des Patienten, Behandlungsdatum,
Leistungsziffern, Rechnungssumme, etc. jeweils unterteilt nach Fachgebiet und Arzt-Nummer)
- insbesondere: x Rechnungsausgangslisten (monatlich/vierteljährlich, jährlich) x Berichte über
die Abrechnungsqualität (monatlich/vierteljährlich, jährlich): geeignete Kennzahlen für die
Bewertung der Abrechnungsqualität u.a. Rechnungsdurchschnitt je Arzt und Behandlungsart x
Zahlungseingangsberichte (monatlich/vierteljährlich, jährlich) - wenn das
Forderungsmanagement vom Auftragnehmer durchgeführt wird x Offene Posten-Liste
(monatlich/vierteljährlich, jährlich) - wenn das Forderungsmanagement vom Auftragnehmer
durchgeführt wird x Debitorenlaufzeit - wenn das Forderungsmanagement vom Auftragnehmer
durchgeführt wird x Abgabenberechnungen für Pool- und Beteiligung (vierteljährlich bzw.
jährlich) x Stornierungslisten unter Angabe von Neuberechnungen (mit Auswertung von
Stornogründen, zum Beispiel fehlende Wahlarztvereinbarung), Teilstornos (ebenfalls mit
Begründung) und Niederschlagungen mit Einzelbegründung (vierteljährlich) x
Abschreibungslisten mit Einzelbegründung bei uneinbringlichen Forderungen und
unentgeltlichen Leistungen (monatlich)- wenn das Forderungsmanagement vom
Auftragnehmer durchgeführt wird x Sach- bzw. Materialkostenauswertungen x Weitergehende
statistische Auswertungen und Analysen nach Wahl und Absprache mit dem Auftraggeber. -
Information der Administration des Universitätsklinikums über erbrachte und nicht im Rahmen
der Privatliquidation abrechenbare Leistungen (zum Beispiel aufgrund fehlender
Wahlarztvereinbarung oder aufgrund von Änderungen im Versicherungsstatus) mit
Dokumentation der Fälle unter Angabe des Grunds. - Abgabenberechnungen nach den
Vorgaben des Auftraggebers unterteilt nach Fachgebiet / Klinik / und Abteilungsleiter: Für alle
ambulanten Leistungen ist eine Aufstellung der Sachkosten nach der Spalte 6 des DKG-NT
(Deutsche-Krankenhausgesellschaft-Normaltarif) sowie für die stationären Leistungen eine
Aufstellung über die Höhe der erbrachten technischen und persönlichen Leisutngen nach der
BPflV / KHEntG, die sog. GSG-Abgabe, zu erstellen. Folgende erweiterte Controlling- und
Managementmaßnahmen sind zu erfüllen: - Benchmarking: Der Auftragnehmer führt einmal
pro Halbjahr unaufgefordert sowie ggf. zusätzlich auf Anforderung durch den Auftraggeber
einen anonymisierten Datenvergleich mit vergleichbaren Leistungseinheiten bzw. Zentren
anderer Maximalversorger, insbesondere zu durchschnittlichen Fallwerten (stationär und
ambulant) durch und stellt, bei Einverständnis der anderen Zentren, die Ergebnisse einmal
jährlich, getrennt nach Fachbereich, dem Universitätsklinikum zur Verfügung. Es erfolgt
seitens des Auftragnehmers die Information an den Auftraggeber, die Analyse der
Abweichungen und die Abstimmung mit dem Auftraggeber zur weiteren Vorgehensweise. -
Der Auftragnehmer führt einmal pro Halbjahr unaufgefordert sowie ggf. auf Anforderung durch
den Auftraggeber einen zeitlichen Vergleich zwischen einzelnen Abrechnungsperioden
(jahresbezogen) durch und informiert den Auftraggeber über Auffälligkeiten. Es erfolgt seitens
des Auftragnehmers die Information an den Auftraggeber, die Analyse der Abweichungen und
die Abstimmung mit dem Auftraggeber zur weiteren Vorgehensweise. - Ermittelte
Managementkennzahlen werden mit dem Auftraggeber abgestimmt und aggregiert über alle
Fachabteilungen graphisch zur Verfügung gestellt. - Darüberhinausgehende Serviceelemente:
x Der Auftragnehmer erkennt signifikante Mängel im Abrechnungsgeschehen proaktiv und
schlägt dem Auftraggeber Maßnahmen zur Verbesserung vor. x Der Auftragnehmer berichtet
einmal im Halbjahr zum Beschwerdemanagement, das sich aus der Korrespondenz zwischen
Auftragnehmer und Privatpatienten ergibt x Der Auftragnehmer hat das
Beschwerdemanagement auf mehrere Mitarbeiterxinnen unterhalb der
Geschäftsführungsebene verteilt. Die Anforderungen werden nach ihrer Ausprüfung nach
folgendem Punkteschema bewertet: Controlling / Inhaltliche Konzeption: 7 Punkte: Ideale
Konzeption (u.a. Angabe vergleichbarer Maximalversorger) 3 Punkte: Durchschnittliche
Konzeption 2 Punkte: Minimale Konzeption Permanente Schwachstellenanalyse: 4 Punkte:
Umfassende Analyse 2 Punkte: Standardisierte Analyse Konzeption
Beschwerdemanagement: 4 Punkte: Umfassende Konzeptionierung 2 Punkte: Standardisierte
Konzeptionierung Punktwert Service-/Controllingkonzept = Punktwert Controlling +
Punktwert Schwachstellenanalyse + Punktwert Beschwerdemanagement Im
Zuschlagskriterium Service-/Controllingkonzept kann somit eine Maximalpunktzahl von 15
Punkten erreicht werden.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium Zahl: 15
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Mitarbeiterkonzept
Beschreibung: Für die ausgeschriebene Leistung hat der Bieter in freier Form die Darstellung
eines Mitarbeiterkonzepts einzureichen. Aus dem Mitarbeiterkonzept muss der ausschließliche
Einsatz von befähigtem und qualifiziertem Personal hervorgehen (vgl. Anlage 1 zum
Anschreiben, Ziffer 14). Hierbei gelten folgende Mindestanforderungen: a. Die
abzurechnenden Fachbereiche müssen inhaltlich durch einen hauptverantwortlichen
Mitarbeiter betreut werden, der dem Auftraggeber namentlich zu benennen ist. Ein
Personalwechsel ist dem Auftraggeber während der Vertragslaufzeit unverzüglich anzuzeigen.
b. Dieser/diese für die abzurechnenden Fachbereiche hauptverantwortliche(r) Mitarbeiter
/Mitarbeiterin muss mindestens über eine medizinische oder kaufmännische Ausbildung und
eine Zusatzausbildung im Bereich Abrechnung verfügen. Diese sind: - Kaufmännische
Ausbildung (z.B. Kauffrau / Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann / -kauffrau o.
ä.) - Medizinische Ausbildung (z.B. Medizinischer Fachangestellter (m/w), Medizinisch-
technischer Assistent (m/w), Operationstechnischer Assistent (m/w) o.ä.) - Zusatzausbildung/-
fortbildung im Bereich Abrechnung (z.B. Assistent für medizinische Abrechnung (m/w),
Medizinischer Dokumentationsassistent (m/w), Medizinische Kodierfachkraft (m/w) o.ä.) Die
für die Abrechnung hauptverantwortlichen Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen verfügen über eine
mindestens zweijährige einschlägige Berufserfahrung in der GOÄ-Abrechnung. Neben den
hauptverantwortlichen Mitarbeitern kann es weitere Mitarbeiter im Team geben, für die die o.g.
Ausbildungsvoraussetzungen 1:1 gelten, die aber neben einer einschlägigen Berufserfahrung
erst eine einjährige Berufserfahrung in der GOÄ- Abrechnung haben. Der Auftragnehmer
sollte in seiner Konzeption angeben, für wie viele andere universitäre Häuser bzw. Häuser der
Maximalversorgung der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin die Abrechnung durchführt. c. Die
Mitarbeiter, welche die Privatliquidation eines Fachbereichs betreuen bzw. abrechnen, sind für
diese Fachdisziplin besonders geschult und werden laufend fortgebildet. Zusätzlich zu den
Ausbildungs- und Berufserfahrungskriterien werden die Mitarbeiter wie folgt fortgebildet: -
Mindestens jährliche Schulung der Mitarbeiter bzgl. gesetzlicher und rechtlicher Änderungen
im Bereich der Abrechnung. - Die Durchführung der Schulungen sollte von einem dafür
spezialisierten externen Anbieter oder durch dafür besonders qualifizierte Referenten (bspw.
Juristen o.ä., extern oder interner Mitarbeiter) erfolgen. Der Nachweis über eine hinreichende
Qualifikation ist den Angebotsunterlagen zwingend beizufügen. d. Für rechtliche
Fragestellungen im Zusammenhang mit der Abrechnung der Privatliquidation stehen Juristen
mit speziellen Kenntnissen bzw. Ausbildung im Medizinrecht und Abgaben- recht dem
Auftragnehmer zur Verfügung. Eine Übersicht der Juristen ist in den Angebotsunterlagen
separat aufzuführen. e. Das Mitarbeiterkonzept ist in den Angebotsunterlagen darzulegen. Der
Auftragnehmer sollte in seiner Konzeption angeben, für welche Fachbereiche der
Auftragnehmer auch in welcher Anzahl für andere universitäre Häuser bzw. Häusern der
Maximalversorgung die Abrechnung durchführt. Die Anforderungen werden nach folgendem
Punkteschema bewertet: Höchster Zielerfüllungsgrad: 10 bis 8 Punkte Hoher
Zielerfüllungsgrad: 7 bis 5 Punkte Durchschnittlicher Zielerfüllungsgrad: 4 bis 2 Punkte
Geringer Zielerfüllungsgrad: 1 Punkt Nichterfüllung: 0 Punkte Punktwert Mitarbeiterkonzept =
Erreichte Punktzahl x Faktor 3 Im Zuschlagskriterium Mitarbeiterkonzept kann somit eine
Maximalpunktzahl von 30 Punkten erreicht werden.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium Zahl: 30
5.1.11. Auftragsunterlagen
Sprachen, in denen die Auftragsunterlagen offiziell verfügbar sind: Deutsch
Frist für die Anforderung zusätzlicher Informationen: 20/07/2026 23:59:59 (UTC+02:00)
Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Internetadresse der Auftragsunterlagen: https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice
/CXRAYY6Y5PQ/documents
Ad-hoc-Kommunikationskanal:
URL: https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice/CXRAYY6Y5PQ
5.1.12. Bedingungen für die Auftragsvergabe
Bedingungen für die Einreichung:
Elektronische Einreichung: Erforderlich
Adresse für die Einreichung: https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice/CXRAYY6Y5PQ
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch
Elektronischer Katalog: Nicht zulässig
Varianten: Nicht zulässig
Die Bieter können mehrere Angebote einreichen: Zulässig
Frist für den Eingang der Angebote: 05/08/2026 13:00:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit,
Mitteleuropäische Sommerzeit
Dauer, während der das Angebot gültig bleiben muss: 3 Monate
Informationen, die nach Ablauf der Einreichungsfrist ergänzt werden können:
Nach Ermessen des Käufers können alle fehlenden Bieterunterlagen nach Fristablauf
nachgereicht werden.
Zusätzliche Informationen: Nach Ermessen des Käufers können alle fehlenden
Bieterunterlagen nach Fristablauf nachgereicht werden.
Informationen über die öffentliche Angebotsöffnung:
Eröffnungstermin: 05/08/2026 13:00:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische
Sommerzeit
Ort des Eröffnungstermins: Universitätsklinikum Heidelberg, Berliner Straße 10, 69120
Heidelberg
Eröffnungstermin Beschreibung: mind. 2 Vertreter des Auftraggebers, Bieter sind nicht
zugelassen
Auftragsbedingungen:
Die Auftragsausführung muss im Rahmen von Programmen für geschützte
Beschäftigungsverhältnisse erfolgen: Noch nicht bekannt
Bedingungen für die Ausführung des Auftrags: Alle im Zusammenhang mit diesem
Vergabeverfahren erlangten Informationen sind vom Bieter vertraulich zu behandeln. Als
vertraulich gelten insbesondere alle Unterlagen, die der Bieter über die Vergabeplattform
erhält. Die vertraulichen Informationen dürfen ausschließlich für die Zusammenarbeit mit dem
Universitätsklinikum Heidelberg im Zuge des Vergabeverfahrens sowie des ggf. erteilten
Auftrags verwendet werden.
Elektronische Rechnungsstellung: Erforderlich
Aufträge werden elektronisch erteilt: nein
Zahlungen werden elektronisch geleistet: nein
5.1.15. Techniken
Rahmenvereinbarung:
Keine Rahmenvereinbarung
Informationen über das dynamische Beschaffungssystem:
Kein dynamisches Beschaffungssystem
5.1.16. Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Vergabekammer Baden-Württemberg
Informationen über die Überprüfungsfristen: Ein Antrag auf Einleitung eines
Nachprüfungsverfahrens ist entsprechend § 160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit 1) der
Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des
Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von
10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt, 2)
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht
spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder
zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3) Verstöße gegen
Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis
zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber
gerügt werden, 4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers,
einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf
Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz
1 Satz 2 bleibt unberührt.
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt:
Universitätsklinikum Heidelberg
Organisation, die Teilnahmeanträge entgegennimmt: Universitätsklinikum Heidelberg
5.1. Los: LOT-0002
Titel: Innere Medizin und Psychosoziale Medizin
Beschreibung: Klinikliquidation - Abrechnung von privat- und wahlärztlichen Leistungen im
Universitätsklinikum Heidelberg gemäß der beiliegenden Vergabeunterlagen. Die Leistung ist
in die sechs nachfolgenden Ausschreibungslose aufgeteilt: - Los 1: Chirurgie - Los 2: Innere
Medizin und Psychosoziale Medizin - Los 3: Kopfklinik - Los 4: Frauenheilkunde,
Dermatologie, Kinder- und Jugendmedizin - Los 5: Radiologie - Los 6: Labore Die Bieter
können ein Angebot für ein Los oder mehrere Lose abgeben.
Interne Kennung: 2
5.1.1. Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 79210000 Rechnungslegung und -prüfung
Zusätzliche Einstufung (cpv): 79999200 Rechnungsstellung
5.1.2. Erfüllungsort
Postanschrift: Im Neuenheimer Feld 672
Stadt: Heidelberg
Postleitzahl: 69120
Land, Gliederung (NUTS): Heidelberg, Stadtkreis (DE125)
Land: Deutschland
5.1.3. Geschätzte Dauer
Datum des Beginns: 01/10/2026
Enddatum der Laufzeit: 30/09/2028
5.1.4. Verlängerung
Maximale Verlängerungen: 2
Weitere Informationen zur Verlängerung: Zweimalige Option, die Vertragslaufzeit um jeweils
ein weiteres Vertragsjahr zu verlängern, die seitens des Auftraggebers gezogen werden kann
(bis 30.09.2029 bzw. 30.09.2030).
5.1.6. Allgemeine Informationen
Vorbehaltene Teilnahme:
Teilnahme ist nicht vorbehalten.
Die Namen und beruflichen Qualifikationen des zur Auftragsausführung eingesetzten
Personals sind anzugeben: Erforderlich für das Angebot
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: ja
Diese Auftragsvergabe ist auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geeignet: nein
5.1.7. Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Keine strategische Beschaffung
5.1.9. Eignungskriterien
Quellen der Auswahlkriterien: Bekanntmachung
Kriterium: Andere wirtschaftliche oder finanzielle Anforderungen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Bankauskunft oder Bankerklärung über die finanzielle
und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zur Durchführung des Auftrags (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 3.1).
Kriterium: Allgemeiner Jahresumsatz
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Erklärung über den Gesamtumsatz des Unternehmens
sowie den Umsatz bezüglich der zu erbringenden Leistungen, jeweils bezogen auf die letzten
drei Geschäftsjahre, die Anzahl der durchschnittlich abgerechneten Fälle (amb./stat.) sowie
die Zahl der Beschäftigten im Unternehmen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 3.2 bis 3.4).
Der Erklärung sind Bilanzen oder Bilanzauszüge des Unternehmens beizufügen, sofern deren
Veröffentlichung vorgeschrieben ist.
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Der Bieter verfügt über die Fähigkeit zur Abrechnung
aller am Universitätsklinikum Heidelberg vertretenen Fachrichtungen und Behandlungsformen
(voll- und teilstationär und ambulant) sowie über Kenntnisse zur Einhaltung aller einschlägigen
gesetzlichen Bestimmungen (Bsp. GOÄ, GOZ, HNTVO, KHG, etc.) und anerkannten
Abrechnungsmöglichkeiten. Der Bieter gibt dazu je Los, auf welches sich der Bieter bewirbt,
die Erklärung ab, dass er in der Lage ist, für alle genannten Fachdisziplinen die Abrechnung
zu leisten und über Kenntnisse über die geltenden gesetzlichen Bestimmungen und
Abrechnungsmöglichkeiten zu verfügen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 4.1).
Kriterium: Referenzen zu bestimmten Dienstleistungen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Je Los bestehen mindestens drei Jahre Erfahrungen mit
der Bearbeitung und Abwicklung von Abrechnungen im Bereich von Universitätsklinika oder
Großkliniken (= mind. 900 Betten) sowie die Fähigkeit, die Abrechnung für alle am
Universitätsklinikum Heidelberg in Frage kommenden spezialisierten Fachdisziplinen des
jeweiligen Loses leisten zu können. Der Bieter weist mindestens zwei deutsche
Universitätsklinika oder Großkliniken (= mind. 900 Betten) aus, in denen die ausgeschriebene
Leistung in den letzten drei Jahren erbracht wurde, als Referenz vor und reicht für jede
Referenz eine Bestätigung des jeweiligen Referenzgebers ein (Anlage 3 zum Anschreiben,
Ziffer 4.2; Anlage 3.1 zum Anschreiben).
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Abwicklung der Rechnungsstellung, der
Honorarvereinbarungen und wahlärztlichen Vereinbarungen sowie des kompletten
Schriftwechsels bei internationalen Patienten mindestens in englischer Sprache. Bei Patienten
aus dem Internationalen Sprachraum ist eine Übersetzung der jeweiligen Vereinbarungen,
Rechnungen und des gesamten Schriftwechsels zwingend erforderlich (vgl. Anlage 2 zum
Anschreiben, Ziffer 8).
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Beachtung der gesetzlichen Vorschriften über den
Datenschutz (im Besonderen: Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO),
Landesdatenschutzgesetz Baden-Württemberg, Bundesdatenschutzgesetz,
Landeskrankenhausgesetz und § 203 Strafgesetzbuch) sowie aller entsprechend
ergänzenden Vorschriften und Anlagen dieser Ausschreibung, sowie Verpflichtung der
Mitarbeiter des Bieters in Hinblick auf den Datenschutz, über alle Informationen und Daten, die
von Kliniken, Ärzten und Patienten stammen, Stillschweigen zu bewahren (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 6). Besondere Anforderungen hierzu: - Der Bieter muss die beigefügten
AVV, TOMs, die Eigenerklärung zu Datenschutz und IT-Sicherheit sowie das Verzeichnis über
Subunternehmer beifügen (Anlagen 5.1 bis 5.4 zum Anschreiben). - Die Mitarbeiter der Firma
müssen vom Bieter auf das Datengeheimnis gemäß den gesetzlichen Vorschriften verpflichtet
sein, auf ihre Schweigepflicht hingewiesen und vertraglich zur Geheimhaltung verpflichtet
werden.
Kriterium: Eintragung in ein relevantes Berufsregister
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Nachweis des Eintrags des bietenden Unternehmens im
Berufs- oder Handelsregister und Einreichung mit dem Angebot (Anlage 3 zum Anschreiben,
Ziffer 1.1).
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Einreichung eines schlüssigen und nachvollziehbaren
Notfall- und Havariekonzepts. Für den Fall von Störungen im eigenen Betriebsablauf hat der
Auftragnehmer mit einem Havariekonzept die Abrechnung der Privatliquidation durchgehend
sicherzustellen und zu gewährleisten. Zu den Störungsausfällen gehören insbesondere -
Krankheitsbedingter Ausfall von Personal - Störungen im Bereich der EDV, Datenübertragung,
Netzwerkverbindungen etc. Ein schlüssiges und nachvollziehbares Havariekonzept ist
zusammen mit dem Formblatt für das Angebot bei Abgabe der Bewerbungsunterlagen
entsprechend vorzulegen und nachzuweisen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 6). Das
schlüssige Havariekonzept muss mindestens; - Regelungen zum krankheitsbedingten Ausfall
von Personal enthalten, - Ersatzmaßnahmen beschreiben, wie im Fall der Störungen im
Bereich der EDV, Datenübertragung, Netzwerkverbindungen die reibungslose Abrechnung
aufrechterhalten wird, - Regelungen und Erklärungen zur Garantie zu den 4 im Folgenden
genannten Punkten enthalten: 1. Der Auftragnehmer garantiert für eilige Rechnungen (zum
Beispiel Rechnungen an internationale Patienten auf der Durchreise etc.) eine 24-stündige
Erreichbarkeit an 7 Tagen der Woche. 2. Der Auftragnehmer stellt hierzu einen telefonischen
Ansprechpartner zur Verfügung, der in der Lage ist, die Rechnung anhand zugesandter
Leistungsdaten zu erstellen und in verschlüsselter Form per E-Mail oder per Fax an die
zuständige Klinik bzw. Fachabteilung zu senden. 3. Bei Bedarf erstellt der Auftragnehmer
auch kurzfristig einen Kostenvoranschlag für eine Behandlung und übermittelt das Ergebnis an
die anfragende Stelle. Insbesondere für internationale Patienten müssen Kostenvoranschläge
zeitnah (innerhalb 4 Stunden) erstellt werden. 4. Gleiches gilt für die Überlassung von
Patientenakten an Wochenenden in Notfällen.
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Die Fähigkeit, Leistungsdaten, die in Form von
elektronischen Formularen oder Listen dem Bieter vorliegen, entsprechend zu archivieren
bzw. zu vernichten. Die Bieter müssen den Nachweis erbringen können, dass die
rechnungsbegründenden und buchhaltungsrelevanten Unterlagen nach den Vorgaben des
Handels- und Steuerrechts archiviert und nach den Grundsätzen zur ordnungsmäßigen
Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer
Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) vorgehalten werden. Bestätigung darüber, dass über
eine entsprechende Software verfügt wird, die den Anforderungen nach der Abgabenordnung
und dem Steuerrecht, auf denen auch die GoBD´s (=Grundsätze zur ordnungsmäßigen
Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer
Form sowie zum Datenzugriff) beruhen, genügt (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 5.2).
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Ausschließlich Einsatz von befähigtem und
qualifiziertem Personal für die Leistungserbringung (vgl. Anlage 1 zum Anschreiben, Ziffer 14;
Anlagen 3.2 und 3.3 zum Anschreiben).
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Ausschließlich Einsatz von Mitarbeitern für die
Auftragsausführung am Universitätsklinikum Heidelberg, die die deutsche Sprache in Wort und
Schrift beherrschen.
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Angebot und Gewährleistung einer professionellen
Organisations- und Prozessberatung mit Schulung der Mitarbeiter des Universitätsklinikums,
die an der Privatliquidation beteiligt sind (vgl. Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14 bis 15;
Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 6). Vor Beginn der Zusammenarbeit mit den jeweiligen
Fachabteilungen/Kliniken überprüft der Auftragnehmer die Abläufe und Organisation der
Dokumentation und der Datenbereitstellung vor Ort und unterbreitet dem Universitätsklinikum
Heidelberg ggfls. Verbesserungsvorschläge. a. Der Auftragnehmer schult in regelmäßigen
Abständen das mit der Dokumentation befasste Personal des Universitätsklinikums
Heidelberg mit dem Ziel einer vollständigen und abrechnungsfähigen Leistungserfassung.
Diese Schulungen erfolgen vor Ort in den jeweiligen Fachabteilungen auf Kosten des
Auftragnehmers. Die Durchführung der Schulung/der Schulungen sind von einem dafür
spezialisierten und besonders qualifizierten Mitarbeiter (Fachgebietsleiter,
Hauptverantwortlicher für einen inhaltlich zusammenhängenden Fachbereich) des
Auftragnehmers oder eines besonders qualifizierten externen Referenten durchzuführen. b.
Zur Sicherstellung einer vollständigen Dokumentation der Patientenakte und ggf.
Leistungsformulare bietet der Auftragnehmer fortlaufende Schulungen der betroffenen
Mitarbeiter des Auftraggebers (Ärzte, Sekretariate und Verwaltungsangestellte) an. c. Diese
finden bereits im Vorfeld der Abrechnungsübernahme statt und bei Bedarf auch während der
Vertragslaufzeit. Der Auftragnehmer stellt die notwendigen Formulare und Unterlagen zur
Verfügung. Auch diese Schulungen sind von einem dafür spezialisierten und besonders
qualifizierten Mitarbeiter (Fachgebietsleiter, Hauptverantwortlicher für einen inhaltlich
zusammenhängenden Fachbereich) des Auftragnehmers oder eines besonders qualifizierten
externen Referenten durchzuführen (Angaben hierzu bitte in Form von Anlage 3.3 zum
Anschreiben). d. Zur Schulung gehört auch die fortlaufende Begleitung der betreffenden
klinikinternen Abläufe und deren kontinuierliche Verbesserung. Der Nachweis bzw. die
Bestätigung über die Gewährleistung einer professionellen Organisations- und
Prozessberatung inkl. Schulungsmöglichkeit mit den o.g. Mindestanforderungen ist im
Rahmen der Bietererklärung vom Bieter abzugeben (vgl. Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14
bis 15).
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Beschreibung der technischen Ausrüstung sowie der
Maßnahmen des bietenden Unternehmens zur Qualitätssicherung (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 5.1).
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Einreichung eines Mitarbeiterkonzepts mit
nachfolgenden Inhalten und Erklärungen (in freier Form): a. Angabe der Qualifikation
/Ausbildung, Zusatzqualifikationen, Berufserfahrung und Erfahrungen im Fachgebiet der
hauptverantwortlichen Mitarbeiter für die inhaltlich zusammengehörenden Fachbereiche.
Hinsichtlich der Mindestanforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiter vgl. Anschreiben an
Bieter, Ziffer 10c) sowie Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14. b. Angabe der regelmäßig
stattfindenden Weiterbildungen der hauptverantwortlichen Mitarbeiter. Hinsichtlich der
Mindestanforderungen zu Weiterbildungen der Mitarbeiter vgl. Anschreiben an Bieter, Ziffer
10c) sowie Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14. c. Angabe der Weiterbildungen im Bereich
neue Rechtsprechung und Gesetze der hauptverantwortlichen Mitarbeiter je Fachdisziplin. d.
Erklärung, dass für rechtliche Fragestellungen im Zusammenhang mit der Abrechnung privat-
und wahlärztlicher Leistungen mindestens 1 im Fachbereich Medizinrecht /
Abrechnungsfragen ausgebildeter Jurist oder Juristin zur Verfügung steht (Anlage 3.2 zum
Anschreiben). e. Erklärung, dass die Mitarbeiter, die für die Privatliquidation im Auftrag des
Universitätsklinikums tätig sind, der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig sind.
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Erklärung über die Gewährleistung einer 24-stündigen
Erreichbarkeit gemäß den Bedingungen der Leistungsbeschreibung (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 6). Erklärung einer werktäglichen telefonischen Erreichbarkeit für den
Auftraggeber zwischen 09:00-17:00 Uhr durch einen hinreichend qualifizierten Mitarbeitenden
des Auftragnehmers.
Kriterium: Werkzeuge, Anlagen oder technische Ausrüstung
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Nachweis, dass der Bieter in der Lage ist, bei
elektronischer Übermittlung der zur Abrechnung gelangenden Daten einen Remote-Zugriff
(wird vom Klinikum eingerichtet) zu nutzen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 5.2).
Kriterium: Berufliche Risikohaftpflichtversicherung
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Branchenübliche Haftpflichtversicherung für Personen-
und Sachschäden sowie eine Betriebs- und Vermögensschadenshaftpflichtversicherung zur
Abdeckung sämtlicher Schäden, die unter diesem Auftrag entstehen können. Die Höhe der
Mindestdeckungssumme entspricht mindestens folgenden Vorgaben: pauschal 5.000.000
Euro für Personen- und 5.000.000 Euro für sonstige Schäden (Sach- und
Vermögensschäden). Die Versicherungspolice ist zusammen mit dem Angebot einzureichen.
Alternativ ist eine Erklärung eines in der EU zugelassenen Versicherungsunternehmens
einzureichen, im Auftragsfall eine Versicherungspolice mit dem Bieter (als Auftragnehmer) in
der o.g. Höhe abzuschließen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 5.3).
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: 1. Auszug aus dem Bundeszentralregister der für die
Führung der Geschäfte des Bieters verantwortlichen Person(en). Anstelle des Auszugs aus
dem Bundeszentralregister können diese Personen auch eine eidesstattliche Versicherung
darüber abgeben, dass sie nicht wegen eines in § 123 GWB aufgeführten Deliktes
rechtskräftig verurteilt sind (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 2.4).
Kriterium: Eintragung in ein relevantes Berufsregister
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Bescheinigung über die Zugehörigkeit zur
Berufsgenossenschaft und zu Fachverbänden (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 2.5).
5.1.10. Zuschlagskriterien
Kriterium:
Art: Preis
Bezeichnung: Angebotspreis
Beschreibung: Angebotspreis (ohne Forderungsmanagement) = (Liquidationsvolumen nach
Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 70%) x angebotenem Prozentsatz stationär mit
Patientenakten (digital/Papier) ohne Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen nach
Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 20%) x angebotenem Prozentsatz stationär mit
vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen
nach Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 10 %) x eingereichter Prozentsatz stationär mit
elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen ambulant x
50%) x angebotenem Prozentsatz ambulant mit Patientenakten (digital/Papier) ohne
Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen ambulant x 40%) x angebotenem Prozentsatz
ambulant mit vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement +
(Liquidationsvolumen ambulant x 10%) x eingereichtem Prozentsatz ambulant mit
elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement Angebotspreis (mit
Forderungsmanagement) = (Liquidationsvolumen nach Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x
70%) x (angebotenem Prozentsatz stationär mit Patientenakten (digital/Papier) ohne
Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener Prozentsatz für das optionale
Forderungsmanagement Patientenakten (digital/Papier)) + (Liquidationsvolumen nach
Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 20%) x (angebotenem Prozentsatz stationär mit
vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement vorausgefüllte Leistungsformulare) +
(Liquidationsvolumen nach Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 10 %) x (eingereichter
Prozentsatz stationär mit elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement +
zusätzlich angebotener Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement elektronischer
Datenträger) + (Liquidationsvolumen ambulant x 50%) x (angebotenem Prozentsatz ambulant
mit Patientenakten (digital/Papier) ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement Patientenakten (digital/Papier)) +
(Liquidationsvolumen ambulant x 40%) x (angebotenem Prozentsatz ambulant mit
vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement vorausgefüllte Leistungsformulare)) +
(Liquidationsvolumen ambulant x 10%) x (eingereichtem Prozentsatz ambulant mit
elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement elektronischer Datenträger)
Angebotspreis = (Summe der angebotenen Abrechnungsgebühren (ohne
Forderungsmanagement) x 50%) + (Summe der angebotenen Abrechnungsgebühren (mit
Forderungsmanagement) x 50 %) Punktwert des jeweiligen Bieters = (Angebotspreis des
Bieters mit dem niedrigsten Angebotspreis / Angebotspreis des jeweiligen Bieters) x 55 % Die
aufgeführten Liquidationsvolumina sind in Anlage 1 zum Anschreiben
Leistungsbeschreibung unter Ziffer 1 ausgewiesen.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium Zahl: 55
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Service-/Controllingkonzept
Beschreibung: Für die ausgeschriebene Leistung hat der Bieter in freier Form die Darstellung
eines Service-/Controllingkonzepts einzureichen. Die nachfolgenden Mindestanforderungen
sind hierbei zu erfüllen und im Rahmen des einzureichenden Service-/Controllingkonzepts zu
berücksichtigen. Hierbei gelten folgende Mindestanforderungen: - Der Auftragnehmer stellt
eine werktägliche telefonische Erreichbarkeit sowohl für Patienten und Mitarbeitende des
Auftraggebers sicher. - Für das interne Berichtswesen, welches durch den Geschäftsbereich
Erlösmanagement koordiniert wird, sind die vom Auftraggeber definierten Statistikdaten bis
zum 10. des Folgemonats auf Datenträger und/oder über ein Kundenportal einzustellen. Die
Statistiken sind nach Vorgabe des Auftraggebers u.a. nach Rechnungsausgangszeitraum und
Behandlungszeitraum sowie nach Ärzten bzw. Konten und Kalenderjahr getrennt zu erstellen.
Mindestens ist folgendes Standardberichtswesen zu erbringen: - Es ist bis zum 10. Tag des
Folgemonats ein Bericht zum Abrechnungsstand je Arzt durch den Auftragnehmer abzugeben.
Etwaige Rückstände sind unverzüglich bei Bekanntwerden dem Auftraggeber anzuzeigen. -
Berichte/Übersichten nach den Vorgaben des Auftraggebers (Mindestangaben: Fall-Nummer,
Rechnungsnummer, Patientennamen, Geburtsdatum des Patienten, Behandlungsdatum,
Leistungsziffern, Rechnungssumme, etc. jeweils unterteilt nach Fachgebiet und Arzt-Nummer)
- insbesondere: x Rechnungsausgangslisten (monatlich/vierteljährlich, jährlich) x Berichte über
die Abrechnungsqualität (monatlich/vierteljährlich, jährlich): geeignete Kennzahlen für die
Bewertung der Abrechnungsqualität u.a. Rechnungsdurchschnitt je Arzt und Behandlungsart x
Zahlungseingangsberichte (monatlich/vierteljährlich, jährlich) - wenn das
Forderungsmanagement vom Auftragnehmer durchgeführt wird x Offene Posten-Liste
(monatlich/vierteljährlich, jährlich) - wenn das Forderungsmanagement vom Auftragnehmer
durchgeführt wird x Debitorenlaufzeit - wenn das Forderungsmanagement vom Auftragnehmer
durchgeführt wird x Abgabenberechnungen für Pool- und Beteiligung (vierteljährlich bzw.
jährlich) x Stornierungslisten unter Angabe von Neuberechnungen (mit Auswertung von
Stornogründen, zum Beispiel fehlende Wahlarztvereinbarung), Teilstornos (ebenfalls mit
Begründung) und Niederschlagungen mit Einzelbegründung (vierteljährlich) x
Abschreibungslisten mit Einzelbegründung bei uneinbringlichen Forderungen und
unentgeltlichen Leistungen (monatlich)- wenn das Forderungsmanagement vom
Auftragnehmer durchgeführt wird x Sach- bzw. Materialkostenauswertungen x Weitergehende
statistische Auswertungen und Analysen nach Wahl und Absprache mit dem Auftraggeber. -
Information der Administration des Universitätsklinikums über erbrachte und nicht im Rahmen
der Privatliquidation abrechenbare Leistungen (zum Beispiel aufgrund fehlender
Wahlarztvereinbarung oder aufgrund von Änderungen im Versicherungsstatus) mit
Dokumentation der Fälle unter Angabe des Grunds. - Abgabenberechnungen nach den
Vorgaben des Auftraggebers unterteilt nach Fachgebiet / Klinik / und Abteilungsleiter: Für alle
ambulanten Leistungen ist eine Aufstellung der Sachkosten nach der Spalte 6 des DKG-NT
(Deutsche-Krankenhausgesellschaft-Normaltarif) sowie für die stationären Leistungen eine
Aufstellung über die Höhe der erbrachten technischen und persönlichen Leisutngen nach der
BPflV / KHEntG, die sog. GSG-Abgabe, zu erstellen. Folgende erweiterte Controlling- und
Managementmaßnahmen sind zu erfüllen: - Benchmarking: Der Auftragnehmer führt einmal
pro Halbjahr unaufgefordert sowie ggf. zusätzlich auf Anforderung durch den Auftraggeber
einen anonymisierten Datenvergleich mit vergleichbaren Leistungseinheiten bzw. Zentren
anderer Maximalversorger, insbesondere zu durchschnittlichen Fallwerten (stationär und
ambulant) durch und stellt, bei Einverständnis der anderen Zentren, die Ergebnisse einmal
jährlich, getrennt nach Fachbereich, dem Universitätsklinikum zur Verfügung. Es erfolgt
seitens des Auftragnehmers die Information an den Auftraggeber, die Analyse der
Abweichungen und die Abstimmung mit dem Auftraggeber zur weiteren Vorgehensweise. -
Der Auftragnehmer führt einmal pro Halbjahr unaufgefordert sowie ggf. auf Anforderung durch
den Auftraggeber einen zeitlichen Vergleich zwischen einzelnen Abrechnungsperioden
(jahresbezogen) durch und informiert den Auftraggeber über Auffälligkeiten. Es erfolgt seitens
des Auftragnehmers die Information an den Auftraggeber, die Analyse der Abweichungen und
die Abstimmung mit dem Auftraggeber zur weiteren Vorgehensweise. - Ermittelte
Managementkennzahlen werden mit dem Auftraggeber abgestimmt und aggregiert über alle
Fachabteilungen graphisch zur Verfügung gestellt. - Darüberhinausgehende Serviceelemente:
x Der Auftragnehmer erkennt signifikante Mängel im Abrechnungsgeschehen proaktiv und
schlägt dem Auftraggeber Maßnahmen zur Verbesserung vor. x Der Auftragnehmer berichtet
einmal im Halbjahr zum Beschwerdemanagement, das sich aus der Korrespondenz zwischen
Auftragnehmer und Privatpatienten ergibt x Der Auftragnehmer hat das
Beschwerdemanagement auf mehrere Mitarbeiterxinnen unterhalb der
Geschäftsführungsebene verteilt. Die Anforderungen werden nach ihrer Ausprüfung nach
folgendem Punkteschema bewertet: Controlling / Inhaltliche Konzeption: 7 Punkte: Ideale
Konzeption (u.a. Angabe vergleichbarer Maximalversorger) 3 Punkte: Durchschnittliche
Konzeption 2 Punkte: Minimale Konzeption Permanente Schwachstellenanalyse: 4 Punkte:
Umfassende Analyse 2 Punkte: Standardisierte Analyse Konzeption
Beschwerdemanagement: 4 Punkte: Umfassende Konzeptionierung 2 Punkte: Standardisierte
Konzeptionierung Punktwert Service-/Controllingkonzept = Punktwert Controlling +
Punktwert Schwachstellenanalyse + Punktwert Beschwerdemanagement Im
Zuschlagskriterium Service-/Controllingkonzept kann somit eine Maximalpunktzahl von 15
Punkten erreicht werden.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium Zahl: 15
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Mitarbeiterkonzept
Beschreibung: Für die ausgeschriebene Leistung hat der Bieter in freier Form die Darstellung
eines Mitarbeiterkonzepts einzureichen. Aus dem Mitarbeiterkonzept muss der ausschließliche
Einsatz von befähigtem und qualifiziertem Personal hervorgehen (vgl. Anlage 1 zum
Anschreiben, Ziffer 14). Hierbei gelten folgende Mindestanforderungen: a. Die
abzurechnenden Fachbereiche müssen inhaltlich durch einen hauptverantwortlichen
Mitarbeiter betreut werden, der dem Auftraggeber namentlich zu benennen ist. Ein
Personalwechsel ist dem Auftraggeber während der Vertragslaufzeit unverzüglich anzuzeigen.
b. Dieser/diese für die abzurechnenden Fachbereiche hauptverantwortliche(r) Mitarbeiter
/Mitarbeiterin muss mindestens über eine medizinische oder kaufmännische Ausbildung und
eine Zusatzausbildung im Bereich Abrechnung verfügen. Diese sind: - Kaufmännische
Ausbildung (z.B. Kauffrau / Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann / -kauffrau o.
ä.) - Medizinische Ausbildung (z.B. Medizinischer Fachangestellter (m/w), Medizinisch-
technischer Assistent (m/w), Operationstechnischer Assistent (m/w) o.ä.) - Zusatzausbildung/-
fortbildung im Bereich Abrechnung (z.B. Assistent für medizinische Abrechnung (m/w),
Medizinischer Dokumentationsassistent (m/w), Medizinische Kodierfachkraft (m/w) o.ä.) Die
für die Abrechnung hauptverantwortlichen Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen verfügen über eine
mindestens zweijährige einschlägige Berufserfahrung in der GOÄ-Abrechnung. Neben den
hauptverantwortlichen Mitarbeitern kann es weitere Mitarbeiter im Team geben, für die die o.g.
Ausbildungsvoraussetzungen 1:1 gelten, die aber neben einer einschlägigen Berufserfahrung
erst eine einjährige Berufserfahrung in der GOÄ- Abrechnung haben. Der Auftragnehmer
sollte in seiner Konzeption angeben, für wie viele andere universitäre Häuser bzw. Häuser der
Maximalversorgung der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin die Abrechnung durchführt. c. Die
Mitarbeiter, welche die Privatliquidation eines Fachbereichs betreuen bzw. abrechnen, sind für
diese Fachdisziplin besonders geschult und werden laufend fortgebildet. Zusätzlich zu den
Ausbildungs- und Berufserfahrungskriterien werden die Mitarbeiter wie folgt fortgebildet: -
Mindestens jährliche Schulung der Mitarbeiter bzgl. gesetzlicher und rechtlicher Änderungen
im Bereich der Abrechnung. - Die Durchführung der Schulungen sollte von einem dafür
spezialisierten externen Anbieter oder durch dafür besonders qualifizierte Referenten (bspw.
Juristen o.ä., extern oder interner Mitarbeiter) erfolgen. Der Nachweis über eine hinreichende
Qualifikation ist den Angebotsunterlagen zwingend beizufügen. d. Für rechtliche
Fragestellungen im Zusammenhang mit der Abrechnung der Privatliquidation stehen Juristen
mit speziellen Kenntnissen bzw. Ausbildung im Medizinrecht und Abgaben- recht dem
Auftragnehmer zur Verfügung. Eine Übersicht der Juristen ist in den Angebotsunterlagen
separat aufzuführen. e. Das Mitarbeiterkonzept ist in den Angebotsunterlagen darzulegen. Der
Auftragnehmer sollte in seiner Konzeption angeben, für welche Fachbereiche der
Auftragnehmer auch in welcher Anzahl für andere universitäre Häuser bzw. Häusern der
Maximalversorgung die Abrechnung durchführt. Die Anforderungen werden nach folgendem
Punkteschema bewertet: Höchster Zielerfüllungsgrad: 10 bis 8 Punkte Hoher
Zielerfüllungsgrad: 7 bis 5 Punkte Durchschnittlicher Zielerfüllungsgrad: 4 bis 2 Punkte
Geringer Zielerfüllungsgrad: 1 Punkt Nichterfüllung: 0 Punkte Punktwert Mitarbeiterkonzept =
Erreichte Punktzahl x Faktor 3 Im Zuschlagskriterium Mitarbeiterkonzept kann somit eine
Maximalpunktzahl von 30 Punkten erreicht werden.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium Zahl: 30
5.1.11. Auftragsunterlagen
Sprachen, in denen die Auftragsunterlagen offiziell verfügbar sind: Deutsch
Frist für die Anforderung zusätzlicher Informationen: 20/07/2026 23:59:59 (UTC+02:00)
Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Internetadresse der Auftragsunterlagen: https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice
/CXRAYY6Y5PQ/documents
Ad-hoc-Kommunikationskanal:
URL: https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice/CXRAYY6Y5PQ
5.1.12. Bedingungen für die Auftragsvergabe
Bedingungen für die Einreichung:
Elektronische Einreichung: Erforderlich
Adresse für die Einreichung: https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice/CXRAYY6Y5PQ
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch
Elektronischer Katalog: Nicht zulässig
Varianten: Nicht zulässig
Die Bieter können mehrere Angebote einreichen: Zulässig
Frist für den Eingang der Angebote: 05/08/2026 13:00:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit,
Mitteleuropäische Sommerzeit
Dauer, während der das Angebot gültig bleiben muss: 3 Monate
Informationen, die nach Ablauf der Einreichungsfrist ergänzt werden können:
Nach Ermessen des Käufers können alle fehlenden Bieterunterlagen nach Fristablauf
nachgereicht werden.
Zusätzliche Informationen: Nach Ermessen des Käufers können alle fehlenden
Bieterunterlagen nach Fristablauf nachgereicht werden.
Informationen über die öffentliche Angebotsöffnung:
Eröffnungstermin: 05/08/2026 13:00:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische
Sommerzeit
Ort des Eröffnungstermins: Universitätsklinikum Heidelberg, Berliner Straße 10, 69120
Heidelberg
Eröffnungstermin Beschreibung: mind. 2 Vertreter des Auftraggebers, Bieter sind nicht
zugelassen
Auftragsbedingungen:
Die Auftragsausführung muss im Rahmen von Programmen für geschützte
Beschäftigungsverhältnisse erfolgen: Noch nicht bekannt
Bedingungen für die Ausführung des Auftrags: Alle im Zusammenhang mit diesem
Vergabeverfahren erlangten Informationen sind vom Bieter vertraulich zu behandeln. Als
vertraulich gelten insbesondere alle Unterlagen, die der Bieter über die Vergabeplattform
erhält. Die vertraulichen Informationen dürfen ausschließlich für die Zusammenarbeit mit dem
Universitätsklinikum Heidelberg im Zuge des Vergabeverfahrens sowie des ggf. erteilten
Auftrags verwendet werden.
Elektronische Rechnungsstellung: Erforderlich
Aufträge werden elektronisch erteilt: nein
Zahlungen werden elektronisch geleistet: nein
5.1.15. Techniken
Rahmenvereinbarung:
Keine Rahmenvereinbarung
Informationen über das dynamische Beschaffungssystem:
Kein dynamisches Beschaffungssystem
5.1.16. Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Vergabekammer Baden-Württemberg
Informationen über die Überprüfungsfristen: Ein Antrag auf Einleitung eines
Nachprüfungsverfahrens ist entsprechend § 160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit 1) der
Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des
Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von
10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt, 2)
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht
spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder
zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3) Verstöße gegen
Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis
zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber
gerügt werden, 4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers,
einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf
Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz
1 Satz 2 bleibt unberührt.
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt:
Universitätsklinikum Heidelberg
Organisation, die Teilnahmeanträge entgegennimmt: Universitätsklinikum Heidelberg
5.1. Los: LOT-0003
Titel: Kopfklinik
Beschreibung: Klinikliquidation - Abrechnung von privat- und wahlärztlichen Leistungen im
Universitätsklinikum Heidelberg gemäß der beiliegenden Vergabeunterlagen. Die Leistung ist
in die sechs nachfolgenden Ausschreibungslose aufgeteilt: - Los 1: Chirurgie - Los 2: Innere
Medizin und Psychosoziale Medizin - Los 3: Kopfklinik - Los 4: Frauenheilkunde,
Dermatologie, Kinder- und Jugendmedizin - Los 5: Radiologie - Los 6: Labore Die Bieter
können ein Angebot für ein Los oder mehrere Lose abgeben.
Interne Kennung: 3
5.1.1. Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 79210000 Rechnungslegung und -prüfung
Zusätzliche Einstufung (cpv): 79999200 Rechnungsstellung
5.1.2. Erfüllungsort
Postanschrift: Im Neuenheimer Feld 672
Stadt: Heidelberg
Postleitzahl: 69120
Land, Gliederung (NUTS): Heidelberg, Stadtkreis (DE125)
Land: Deutschland
5.1.3. Geschätzte Dauer
Datum des Beginns: 01/10/2026
Enddatum der Laufzeit: 30/09/2028
5.1.4. Verlängerung
Maximale Verlängerungen: 2
Weitere Informationen zur Verlängerung: Zweimalige Option, die Vertragslaufzeit um jeweils
ein weiteres Vertragsjahr zu verlängern, die seitens des Auftraggebers gezogen werden kann
(bis 30.09.2029 bzw. 30.09.2030).
5.1.6. Allgemeine Informationen
Vorbehaltene Teilnahme:
Teilnahme ist nicht vorbehalten.
Die Namen und beruflichen Qualifikationen des zur Auftragsausführung eingesetzten
Personals sind anzugeben: Erforderlich für das Angebot
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: ja
Diese Auftragsvergabe ist auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geeignet: nein
5.1.7. Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Keine strategische Beschaffung
5.1.9. Eignungskriterien
Quellen der Auswahlkriterien: Bekanntmachung
Kriterium: Andere wirtschaftliche oder finanzielle Anforderungen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Bankauskunft oder Bankerklärung über die finanzielle
und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zur Durchführung des Auftrags (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 3.1).
Kriterium: Allgemeiner Jahresumsatz
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Erklärung über den Gesamtumsatz des Unternehmens
sowie den Umsatz bezüglich der zu erbringenden Leistungen, jeweils bezogen auf die letzten
drei Geschäftsjahre, die Anzahl der durchschnittlich abgerechneten Fälle (amb./stat.) sowie
die Zahl der Beschäftigten im Unternehmen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 3.2 bis 3.4).
Der Erklärung sind Bilanzen oder Bilanzauszüge des Unternehmens beizufügen, sofern deren
Veröffentlichung vorgeschrieben ist.
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Der Bieter verfügt über die Fähigkeit zur Abrechnung
aller am Universitätsklinikum Heidelberg vertretenen Fachrichtungen und Behandlungsformen
(voll- und teilstationär und ambulant) sowie über Kenntnisse zur Einhaltung aller einschlägigen
gesetzlichen Bestimmungen (Bsp. GOÄ, GOZ, HNTVO, KHG, etc.) und anerkannten
Abrechnungsmöglichkeiten. Der Bieter gibt dazu je Los, auf welches sich der Bieter bewirbt,
die Erklärung ab, dass er in der Lage ist, für alle genannten Fachdisziplinen die Abrechnung
zu leisten und über Kenntnisse über die geltenden gesetzlichen Bestimmungen und
Abrechnungsmöglichkeiten zu verfügen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 4.1).
Kriterium: Referenzen zu bestimmten Dienstleistungen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Je Los bestehen mindestens drei Jahre Erfahrungen mit
der Bearbeitung und Abwicklung von Abrechnungen im Bereich von Universitätsklinika oder
Großkliniken (= mind. 900 Betten) sowie die Fähigkeit, die Abrechnung für alle am
Universitätsklinikum Heidelberg in Frage kommenden spezialisierten Fachdisziplinen des
jeweiligen Loses leisten zu können. Der Bieter weist mindestens zwei deutsche
Universitätsklinika oder Großkliniken (= mind. 900 Betten) aus, in denen die ausgeschriebene
Leistung in den letzten drei Jahren erbracht wurde, als Referenz vor und reicht für jede
Referenz eine Bestätigung des jeweiligen Referenzgebers ein (Anlage 3 zum Anschreiben,
Ziffer 4.2; Anlage 3.1 zum Anschreiben).
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Abwicklung der Rechnungsstellung, der
Honorarvereinbarungen und wahlärztlichen Vereinbarungen sowie des kompletten
Schriftwechsels bei internationalen Patienten mindestens in englischer Sprache. Bei Patienten
aus dem Internationalen Sprachraum ist eine Übersetzung der jeweiligen Vereinbarungen,
Rechnungen und des gesamten Schriftwechsels zwingend erforderlich (vgl. Anlage 2 zum
Anschreiben, Ziffer 8).
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Beachtung der gesetzlichen Vorschriften über den
Datenschutz (im Besonderen: Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO),
Landesdatenschutzgesetz Baden-Württemberg, Bundesdatenschutzgesetz,
Landeskrankenhausgesetz und § 203 Strafgesetzbuch) sowie aller entsprechend
ergänzenden Vorschriften und Anlagen dieser Ausschreibung, sowie Verpflichtung der
Mitarbeiter des Bieters in Hinblick auf den Datenschutz, über alle Informationen und Daten, die
von Kliniken, Ärzten und Patienten stammen, Stillschweigen zu bewahren (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 6). Besondere Anforderungen hierzu: - Der Bieter muss die beigefügten
AVV, TOMs, die Eigenerklärung zu Datenschutz und IT-Sicherheit sowie das Verzeichnis über
Subunternehmer beifügen (Anlagen 5.1 bis 5.4 zum Anschreiben). - Die Mitarbeiter der Firma
müssen vom Bieter auf das Datengeheimnis gemäß den gesetzlichen Vorschriften verpflichtet
sein, auf ihre Schweigepflicht hingewiesen und vertraglich zur Geheimhaltung verpflichtet
werden.
Kriterium: Eintragung in ein relevantes Berufsregister
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Nachweis des Eintrags des bietenden Unternehmens im
Berufs- oder Handelsregister und Einreichung mit dem Angebot (Anlage 3 zum Anschreiben,
Ziffer 1.1).
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Einreichung eines schlüssigen und nachvollziehbaren
Notfall- und Havariekonzepts. Für den Fall von Störungen im eigenen Betriebsablauf hat der
Auftragnehmer mit einem Havariekonzept die Abrechnung der Privatliquidation durchgehend
sicherzustellen und zu gewährleisten. Zu den Störungsausfällen gehören insbesondere -
Krankheitsbedingter Ausfall von Personal - Störungen im Bereich der EDV, Datenübertragung,
Netzwerkverbindungen etc. Ein schlüssiges und nachvollziehbares Havariekonzept ist
zusammen mit dem Formblatt für das Angebot bei Abgabe der Bewerbungsunterlagen
entsprechend vorzulegen und nachzuweisen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 6). Das
schlüssige Havariekonzept muss mindestens; - Regelungen zum krankheitsbedingten Ausfall
von Personal enthalten, - Ersatzmaßnahmen beschreiben, wie im Fall der Störungen im
Bereich der EDV, Datenübertragung, Netzwerkverbindungen die reibungslose Abrechnung
aufrechterhalten wird, - Regelungen und Erklärungen zur Garantie zu den 4 im Folgenden
genannten Punkten enthalten: 1. Der Auftragnehmer garantiert für eilige Rechnungen (zum
Beispiel Rechnungen an internationale Patienten auf der Durchreise etc.) eine 24-stündige
Erreichbarkeit an 7 Tagen der Woche. 2. Der Auftragnehmer stellt hierzu einen telefonischen
Ansprechpartner zur Verfügung, der in der Lage ist, die Rechnung anhand zugesandter
Leistungsdaten zu erstellen und in verschlüsselter Form per E-Mail oder per Fax an die
zuständige Klinik bzw. Fachabteilung zu senden. 3. Bei Bedarf erstellt der Auftragnehmer
auch kurzfristig einen Kostenvoranschlag für eine Behandlung und übermittelt das Ergebnis an
die anfragende Stelle. Insbesondere für internationale Patienten müssen Kostenvoranschläge
zeitnah (innerhalb 4 Stunden) erstellt werden. 4. Gleiches gilt für die Überlassung von
Patientenakten an Wochenenden in Notfällen.
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Die Fähigkeit, Leistungsdaten, die in Form von
elektronischen Formularen oder Listen dem Bieter vorliegen, entsprechend zu archivieren
bzw. zu vernichten. Die Bieter müssen den Nachweis erbringen können, dass die
rechnungsbegründenden und buchhaltungsrelevanten Unterlagen nach den Vorgaben des
Handels- und Steuerrechts archiviert und nach den Grundsätzen zur ordnungsmäßigen
Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer
Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) vorgehalten werden. Bestätigung darüber, dass über
eine entsprechende Software verfügt wird, die den Anforderungen nach der Abgabenordnung
und dem Steuerrecht, auf denen auch die GoBD´s (=Grundsätze zur ordnungsmäßigen
Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer
Form sowie zum Datenzugriff) beruhen, genügt (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 5.2).
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Ausschließlich Einsatz von befähigtem und
qualifiziertem Personal für die Leistungserbringung (vgl. Anlage 1 zum Anschreiben, Ziffer 14;
Anlagen 3.2 und 3.3 zum Anschreiben).
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Ausschließlich Einsatz von Mitarbeitern für die
Auftragsausführung am Universitätsklinikum Heidelberg, die die deutsche Sprache in Wort und
Schrift beherrschen.
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Angebot und Gewährleistung einer professionellen
Organisations- und Prozessberatung mit Schulung der Mitarbeiter des Universitätsklinikums,
die an der Privatliquidation beteiligt sind (vgl. Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14 bis 15;
Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 6). Vor Beginn der Zusammenarbeit mit den jeweiligen
Fachabteilungen/Kliniken überprüft der Auftragnehmer die Abläufe und Organisation der
Dokumentation und der Datenbereitstellung vor Ort und unterbreitet dem Universitätsklinikum
Heidelberg ggfls. Verbesserungsvorschläge. a. Der Auftragnehmer schult in regelmäßigen
Abständen das mit der Dokumentation befasste Personal des Universitätsklinikums
Heidelberg mit dem Ziel einer vollständigen und abrechnungsfähigen Leistungserfassung.
Diese Schulungen erfolgen vor Ort in den jeweiligen Fachabteilungen auf Kosten des
Auftragnehmers. Die Durchführung der Schulung/der Schulungen sind von einem dafür
spezialisierten und besonders qualifizierten Mitarbeiter (Fachgebietsleiter,
Hauptverantwortlicher für einen inhaltlich zusammenhängenden Fachbereich) des
Auftragnehmers oder eines besonders qualifizierten externen Referenten durchzuführen. b.
Zur Sicherstellung einer vollständigen Dokumentation der Patientenakte und ggf.
Leistungsformulare bietet der Auftragnehmer fortlaufende Schulungen der betroffenen
Mitarbeiter des Auftraggebers (Ärzte, Sekretariate und Verwaltungsangestellte) an. c. Diese
finden bereits im Vorfeld der Abrechnungsübernahme statt und bei Bedarf auch während der
Vertragslaufzeit. Der Auftragnehmer stellt die notwendigen Formulare und Unterlagen zur
Verfügung. Auch diese Schulungen sind von einem dafür spezialisierten und besonders
qualifizierten Mitarbeiter (Fachgebietsleiter, Hauptverantwortlicher für einen inhaltlich
zusammenhängenden Fachbereich) des Auftragnehmers oder eines besonders qualifizierten
externen Referenten durchzuführen (Angaben hierzu bitte in Form von Anlage 3.3 zum
Anschreiben). d. Zur Schulung gehört auch die fortlaufende Begleitung der betreffenden
klinikinternen Abläufe und deren kontinuierliche Verbesserung. Der Nachweis bzw. die
Bestätigung über die Gewährleistung einer professionellen Organisations- und
Prozessberatung inkl. Schulungsmöglichkeit mit den o.g. Mindestanforderungen ist im
Rahmen der Bietererklärung vom Bieter abzugeben (vgl. Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14
bis 15).
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Beschreibung der technischen Ausrüstung sowie der
Maßnahmen des bietenden Unternehmens zur Qualitätssicherung (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 5.1).
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Einreichung eines Mitarbeiterkonzepts mit
nachfolgenden Inhalten und Erklärungen (in freier Form): a. Angabe der Qualifikation
/Ausbildung, Zusatzqualifikationen, Berufserfahrung und Erfahrungen im Fachgebiet der
hauptverantwortlichen Mitarbeiter für die inhaltlich zusammengehörenden Fachbereiche.
Hinsichtlich der Mindestanforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiter vgl. Anschreiben an
Bieter, Ziffer 10c) sowie Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14. b. Angabe der regelmäßig
stattfindenden Weiterbildungen der hauptverantwortlichen Mitarbeiter. Hinsichtlich der
Mindestanforderungen zu Weiterbildungen der Mitarbeiter vgl. Anschreiben an Bieter, Ziffer
10c) sowie Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14. c. Angabe der Weiterbildungen im Bereich
neue Rechtsprechung und Gesetze der hauptverantwortlichen Mitarbeiter je Fachdisziplin. d.
Erklärung, dass für rechtliche Fragestellungen im Zusammenhang mit der Abrechnung privat-
und wahlärztlicher Leistungen mindestens 1 im Fachbereich Medizinrecht /
Abrechnungsfragen ausgebildeter Jurist oder Juristin zur Verfügung steht (Anlage 3.2 zum
Anschreiben). e. Erklärung, dass die Mitarbeiter, die für die Privatliquidation im Auftrag des
Universitätsklinikums tätig sind, der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig sind.
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Erklärung über die Gewährleistung einer 24-stündigen
Erreichbarkeit gemäß den Bedingungen der Leistungsbeschreibung (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 6). Erklärung einer werktäglichen telefonischen Erreichbarkeit für den
Auftraggeber zwischen 09:00-17:00 Uhr durch einen hinreichend qualifizierten Mitarbeitenden
des Auftragnehmers.
Kriterium: Werkzeuge, Anlagen oder technische Ausrüstung
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Nachweis, dass der Bieter in der Lage ist, bei
elektronischer Übermittlung der zur Abrechnung gelangenden Daten einen Remote-Zugriff
(wird vom Klinikum eingerichtet) zu nutzen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 5.2).
Kriterium: Berufliche Risikohaftpflichtversicherung
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Branchenübliche Haftpflichtversicherung für Personen-
und Sachschäden sowie eine Betriebs- und Vermögensschadenshaftpflichtversicherung zur
Abdeckung sämtlicher Schäden, die unter diesem Auftrag entstehen können. Die Höhe der
Mindestdeckungssumme entspricht mindestens folgenden Vorgaben: pauschal 5.000.000
Euro für Personen- und 5.000.000 Euro für sonstige Schäden (Sach- und
Vermögensschäden). Die Versicherungspolice ist zusammen mit dem Angebot einzureichen.
Alternativ ist eine Erklärung eines in der EU zugelassenen Versicherungsunternehmens
einzureichen, im Auftragsfall eine Versicherungspolice mit dem Bieter (als Auftragnehmer) in
der o.g. Höhe abzuschließen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 5.3).
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: 1. Auszug aus dem Bundeszentralregister der für die
Führung der Geschäfte des Bieters verantwortlichen Person(en). Anstelle des Auszugs aus
dem Bundeszentralregister können diese Personen auch eine eidesstattliche Versicherung
darüber abgeben, dass sie nicht wegen eines in § 123 GWB aufgeführten Deliktes
rechtskräftig verurteilt sind (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 2.4).
Kriterium: Eintragung in ein relevantes Berufsregister
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Bescheinigung über die Zugehörigkeit zur
Berufsgenossenschaft und zu Fachverbänden (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 2.5).
5.1.10. Zuschlagskriterien
Kriterium:
Art: Preis
Bezeichnung: Angebotspreis
Beschreibung: Angebotspreis (ohne Forderungsmanagement) = (Liquidationsvolumen nach
Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 70%) x angebotenem Prozentsatz stationär mit
Patientenakten (digital/Papier) ohne Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen nach
Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 20%) x angebotenem Prozentsatz stationär mit
vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen
nach Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 10 %) x eingereichter Prozentsatz stationär mit
elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen ambulant x
50%) x angebotenem Prozentsatz ambulant mit Patientenakten (digital/Papier) ohne
Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen ambulant x 40%) x angebotenem Prozentsatz
ambulant mit vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement +
(Liquidationsvolumen ambulant x 10%) x eingereichtem Prozentsatz ambulant mit
elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement Angebotspreis (mit
Forderungsmanagement) = (Liquidationsvolumen nach Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x
70%) x (angebotenem Prozentsatz stationär mit Patientenakten (digital/Papier) ohne
Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener Prozentsatz für das optionale
Forderungsmanagement Patientenakten (digital/Papier)) + (Liquidationsvolumen nach
Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 20%) x (angebotenem Prozentsatz stationär mit
vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement vorausgefüllte Leistungsformulare) +
(Liquidationsvolumen nach Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 10 %) x (eingereichter
Prozentsatz stationär mit elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement +
zusätzlich angebotener Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement elektronischer
Datenträger) + (Liquidationsvolumen ambulant x 50%) x (angebotenem Prozentsatz ambulant
mit Patientenakten (digital/Papier) ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement Patientenakten (digital/Papier)) +
(Liquidationsvolumen ambulant x 40%) x (angebotenem Prozentsatz ambulant mit
vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement vorausgefüllte Leistungsformulare)) +
(Liquidationsvolumen ambulant x 10%) x (eingereichtem Prozentsatz ambulant mit
elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement elektronischer Datenträger)
Angebotspreis = (Summe der angebotenen Abrechnungsgebühren (ohne
Forderungsmanagement) x 50%) + (Summe der angebotenen Abrechnungsgebühren (mit
Forderungsmanagement) x 50 %) Punktwert des jeweiligen Bieters = (Angebotspreis des
Bieters mit dem niedrigsten Angebotspreis / Angebotspreis des jeweiligen Bieters) x 55 % Die
aufgeführten Liquidationsvolumina sind in Anlage 1 zum Anschreiben
Leistungsbeschreibung unter Ziffer 1 ausgewiesen.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium Zahl: 55
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Service-/Controllingkonzept
Beschreibung: Für die ausgeschriebene Leistung hat der Bieter in freier Form die Darstellung
eines Service-/Controllingkonzepts einzureichen. Die nachfolgenden Mindestanforderungen
sind hierbei zu erfüllen und im Rahmen des einzureichenden Service-/Controllingkonzepts zu
berücksichtigen. Hierbei gelten folgende Mindestanforderungen: - Der Auftragnehmer stellt
eine werktägliche telefonische Erreichbarkeit sowohl für Patienten und Mitarbeitende des
Auftraggebers sicher. - Für das interne Berichtswesen, welches durch den Geschäftsbereich
Erlösmanagement koordiniert wird, sind die vom Auftraggeber definierten Statistikdaten bis
zum 10. des Folgemonats auf Datenträger und/oder über ein Kundenportal einzustellen. Die
Statistiken sind nach Vorgabe des Auftraggebers u.a. nach Rechnungsausgangszeitraum und
Behandlungszeitraum sowie nach Ärzten bzw. Konten und Kalenderjahr getrennt zu erstellen.
Mindestens ist folgendes Standardberichtswesen zu erbringen: - Es ist bis zum 10. Tag des
Folgemonats ein Bericht zum Abrechnungsstand je Arzt durch den Auftragnehmer abzugeben.
Etwaige Rückstände sind unverzüglich bei Bekanntwerden dem Auftraggeber anzuzeigen. -
Berichte/Übersichten nach den Vorgaben des Auftraggebers (Mindestangaben: Fall-Nummer,
Rechnungsnummer, Patientennamen, Geburtsdatum des Patienten, Behandlungsdatum,
Leistungsziffern, Rechnungssumme, etc. jeweils unterteilt nach Fachgebiet und Arzt-Nummer)
- insbesondere: x Rechnungsausgangslisten (monatlich/vierteljährlich, jährlich) x Berichte über
die Abrechnungsqualität (monatlich/vierteljährlich, jährlich): geeignete Kennzahlen für die
Bewertung der Abrechnungsqualität u.a. Rechnungsdurchschnitt je Arzt und Behandlungsart x
Zahlungseingangsberichte (monatlich/vierteljährlich, jährlich) - wenn das
Forderungsmanagement vom Auftragnehmer durchgeführt wird x Offene Posten-Liste
(monatlich/vierteljährlich, jährlich) - wenn das Forderungsmanagement vom Auftragnehmer
durchgeführt wird x Debitorenlaufzeit - wenn das Forderungsmanagement vom Auftragnehmer
durchgeführt wird x Abgabenberechnungen für Pool- und Beteiligung (vierteljährlich bzw.
jährlich) x Stornierungslisten unter Angabe von Neuberechnungen (mit Auswertung von
Stornogründen, zum Beispiel fehlende Wahlarztvereinbarung), Teilstornos (ebenfalls mit
Begründung) und Niederschlagungen mit Einzelbegründung (vierteljährlich) x
Abschreibungslisten mit Einzelbegründung bei uneinbringlichen Forderungen und
unentgeltlichen Leistungen (monatlich)- wenn das Forderungsmanagement vom
Auftragnehmer durchgeführt wird x Sach- bzw. Materialkostenauswertungen x Weitergehende
statistische Auswertungen und Analysen nach Wahl und Absprache mit dem Auftraggeber. -
Information der Administration des Universitätsklinikums über erbrachte und nicht im Rahmen
der Privatliquidation abrechenbare Leistungen (zum Beispiel aufgrund fehlender
Wahlarztvereinbarung oder aufgrund von Änderungen im Versicherungsstatus) mit
Dokumentation der Fälle unter Angabe des Grunds. - Abgabenberechnungen nach den
Vorgaben des Auftraggebers unterteilt nach Fachgebiet / Klinik / und Abteilungsleiter: Für alle
ambulanten Leistungen ist eine Aufstellung der Sachkosten nach der Spalte 6 des DKG-NT
(Deutsche-Krankenhausgesellschaft-Normaltarif) sowie für die stationären Leistungen eine
Aufstellung über die Höhe der erbrachten technischen und persönlichen Leisutngen nach der
BPflV / KHEntG, die sog. GSG-Abgabe, zu erstellen. Folgende erweiterte Controlling- und
Managementmaßnahmen sind zu erfüllen: - Benchmarking: Der Auftragnehmer führt einmal
pro Halbjahr unaufgefordert sowie ggf. zusätzlich auf Anforderung durch den Auftraggeber
einen anonymisierten Datenvergleich mit vergleichbaren Leistungseinheiten bzw. Zentren
anderer Maximalversorger, insbesondere zu durchschnittlichen Fallwerten (stationär und
ambulant) durch und stellt, bei Einverständnis der anderen Zentren, die Ergebnisse einmal
jährlich, getrennt nach Fachbereich, dem Universitätsklinikum zur Verfügung. Es erfolgt
seitens des Auftragnehmers die Information an den Auftraggeber, die Analyse der
Abweichungen und die Abstimmung mit dem Auftraggeber zur weiteren Vorgehensweise. -
Der Auftragnehmer führt einmal pro Halbjahr unaufgefordert sowie ggf. auf Anforderung durch
den Auftraggeber einen zeitlichen Vergleich zwischen einzelnen Abrechnungsperioden
(jahresbezogen) durch und informiert den Auftraggeber über Auffälligkeiten. Es erfolgt seitens
des Auftragnehmers die Information an den Auftraggeber, die Analyse der Abweichungen und
die Abstimmung mit dem Auftraggeber zur weiteren Vorgehensweise. - Ermittelte
Managementkennzahlen werden mit dem Auftraggeber abgestimmt und aggregiert über alle
Fachabteilungen graphisch zur Verfügung gestellt. - Darüberhinausgehende Serviceelemente:
x Der Auftragnehmer erkennt signifikante Mängel im Abrechnungsgeschehen proaktiv und
schlägt dem Auftraggeber Maßnahmen zur Verbesserung vor. x Der Auftragnehmer berichtet
einmal im Halbjahr zum Beschwerdemanagement, das sich aus der Korrespondenz zwischen
Auftragnehmer und Privatpatienten ergibt x Der Auftragnehmer hat das
Beschwerdemanagement auf mehrere Mitarbeiterxinnen unterhalb der
Geschäftsführungsebene verteilt. Die Anforderungen werden nach ihrer Ausprüfung nach
folgendem Punkteschema bewertet: Controlling / Inhaltliche Konzeption: 7 Punkte: Ideale
Konzeption (u.a. Angabe vergleichbarer Maximalversorger) 3 Punkte: Durchschnittliche
Konzeption 2 Punkte: Minimale Konzeption Permanente Schwachstellenanalyse: 4 Punkte:
Umfassende Analyse 2 Punkte: Standardisierte Analyse Konzeption
Beschwerdemanagement: 4 Punkte: Umfassende Konzeptionierung 2 Punkte: Standardisierte
Konzeptionierung Punktwert Service-/Controllingkonzept = Punktwert Controlling +
Punktwert Schwachstellenanalyse + Punktwert Beschwerdemanagement Im
Zuschlagskriterium Service-/Controllingkonzept kann somit eine Maximalpunktzahl von 15
Punkten erreicht werden.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium Zahl: 15
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Mitarbeiterkonzept
Beschreibung: Für die ausgeschriebene Leistung hat der Bieter in freier Form die Darstellung
eines Mitarbeiterkonzepts einzureichen. Aus dem Mitarbeiterkonzept muss der ausschließliche
Einsatz von befähigtem und qualifiziertem Personal hervorgehen (vgl. Anlage 1 zum
Anschreiben, Ziffer 14). Hierbei gelten folgende Mindestanforderungen: a. Die
abzurechnenden Fachbereiche müssen inhaltlich durch einen hauptverantwortlichen
Mitarbeiter betreut werden, der dem Auftraggeber namentlich zu benennen ist. Ein
Personalwechsel ist dem Auftraggeber während der Vertragslaufzeit unverzüglich anzuzeigen.
b. Dieser/diese für die abzurechnenden Fachbereiche hauptverantwortliche(r) Mitarbeiter
/Mitarbeiterin muss mindestens über eine medizinische oder kaufmännische Ausbildung und
eine Zusatzausbildung im Bereich Abrechnung verfügen. Diese sind: - Kaufmännische
Ausbildung (z.B. Kauffrau / Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann / -kauffrau o.
ä.) - Medizinische Ausbildung (z.B. Medizinischer Fachangestellter (m/w), Medizinisch-
technischer Assistent (m/w), Operationstechnischer Assistent (m/w) o.ä.) - Zusatzausbildung/-
fortbildung im Bereich Abrechnung (z.B. Assistent für medizinische Abrechnung (m/w),
Medizinischer Dokumentationsassistent (m/w), Medizinische Kodierfachkraft (m/w) o.ä.) Die
für die Abrechnung hauptverantwortlichen Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen verfügen über eine
mindestens zweijährige einschlägige Berufserfahrung in der GOÄ-Abrechnung. Neben den
hauptverantwortlichen Mitarbeitern kann es weitere Mitarbeiter im Team geben, für die die o.g.
Ausbildungsvoraussetzungen 1:1 gelten, die aber neben einer einschlägigen Berufserfahrung
erst eine einjährige Berufserfahrung in der GOÄ- Abrechnung haben. Der Auftragnehmer
sollte in seiner Konzeption angeben, für wie viele andere universitäre Häuser bzw. Häuser der
Maximalversorgung der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin die Abrechnung durchführt. c. Die
Mitarbeiter, welche die Privatliquidation eines Fachbereichs betreuen bzw. abrechnen, sind für
diese Fachdisziplin besonders geschult und werden laufend fortgebildet. Zusätzlich zu den
Ausbildungs- und Berufserfahrungskriterien werden die Mitarbeiter wie folgt fortgebildet: -
Mindestens jährliche Schulung der Mitarbeiter bzgl. gesetzlicher und rechtlicher Änderungen
im Bereich der Abrechnung. - Die Durchführung der Schulungen sollte von einem dafür
spezialisierten externen Anbieter oder durch dafür besonders qualifizierte Referenten (bspw.
Juristen o.ä., extern oder interner Mitarbeiter) erfolgen. Der Nachweis über eine hinreichende
Qualifikation ist den Angebotsunterlagen zwingend beizufügen. d. Für rechtliche
Fragestellungen im Zusammenhang mit der Abrechnung der Privatliquidation stehen Juristen
mit speziellen Kenntnissen bzw. Ausbildung im Medizinrecht und Abgaben- recht dem
Auftragnehmer zur Verfügung. Eine Übersicht der Juristen ist in den Angebotsunterlagen
separat aufzuführen. e. Das Mitarbeiterkonzept ist in den Angebotsunterlagen darzulegen. Der
Auftragnehmer sollte in seiner Konzeption angeben, für welche Fachbereiche der
Auftragnehmer auch in welcher Anzahl für andere universitäre Häuser bzw. Häusern der
Maximalversorgung die Abrechnung durchführt. Die Anforderungen werden nach folgendem
Punkteschema bewertet: Höchster Zielerfüllungsgrad: 10 bis 8 Punkte Hoher
Zielerfüllungsgrad: 7 bis 5 Punkte Durchschnittlicher Zielerfüllungsgrad: 4 bis 2 Punkte
Geringer Zielerfüllungsgrad: 1 Punkt Nichterfüllung: 0 Punkte Punktwert Mitarbeiterkonzept =
Erreichte Punktzahl x Faktor 3 Im Zuschlagskriterium Mitarbeiterkonzept kann somit eine
Maximalpunktzahl von 30 Punkten erreicht werden.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium Zahl: 30
5.1.11. Auftragsunterlagen
Sprachen, in denen die Auftragsunterlagen offiziell verfügbar sind: Deutsch
Frist für die Anforderung zusätzlicher Informationen: 20/07/2026 23:59:59 (UTC+02:00)
Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Internetadresse der Auftragsunterlagen: https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice
/CXRAYY6Y5PQ/documents
Ad-hoc-Kommunikationskanal:
URL: https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice/CXRAYY6Y5PQ
5.1.12. Bedingungen für die Auftragsvergabe
Bedingungen für die Einreichung:
Elektronische Einreichung: Erforderlich
Adresse für die Einreichung: https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice/CXRAYY6Y5PQ
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch
Elektronischer Katalog: Nicht zulässig
Varianten: Nicht zulässig
Die Bieter können mehrere Angebote einreichen: Zulässig
Frist für den Eingang der Angebote: 05/08/2026 13:00:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit,
Mitteleuropäische Sommerzeit
Dauer, während der das Angebot gültig bleiben muss: 3 Monate
Informationen, die nach Ablauf der Einreichungsfrist ergänzt werden können:
Nach Ermessen des Käufers können alle fehlenden Bieterunterlagen nach Fristablauf
nachgereicht werden.
Zusätzliche Informationen: Nach Ermessen des Käufers können alle fehlenden
Bieterunterlagen nach Fristablauf nachgereicht werden.
Informationen über die öffentliche Angebotsöffnung:
Eröffnungstermin: 05/08/2026 13:00:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische
Sommerzeit
Ort des Eröffnungstermins: Universitätsklinikum Heidelberg, Berliner Straße 10, 69120
Heidelberg
Eröffnungstermin Beschreibung: mind. 2 Vertreter des Auftraggebers, Bieter sind nicht
zugelassen
Auftragsbedingungen:
Die Auftragsausführung muss im Rahmen von Programmen für geschützte
Beschäftigungsverhältnisse erfolgen: Noch nicht bekannt
Bedingungen für die Ausführung des Auftrags: Alle im Zusammenhang mit diesem
Vergabeverfahren erlangten Informationen sind vom Bieter vertraulich zu behandeln. Als
vertraulich gelten insbesondere alle Unterlagen, die der Bieter über die Vergabeplattform
erhält. Die vertraulichen Informationen dürfen ausschließlich für die Zusammenarbeit mit dem
Universitätsklinikum Heidelberg im Zuge des Vergabeverfahrens sowie des ggf. erteilten
Auftrags verwendet werden.
Elektronische Rechnungsstellung: Erforderlich
Aufträge werden elektronisch erteilt: nein
Zahlungen werden elektronisch geleistet: nein
5.1.15. Techniken
Rahmenvereinbarung:
Keine Rahmenvereinbarung
Informationen über das dynamische Beschaffungssystem:
Kein dynamisches Beschaffungssystem
5.1.16. Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Vergabekammer Baden-Württemberg
Informationen über die Überprüfungsfristen: Ein Antrag auf Einleitung eines
Nachprüfungsverfahrens ist entsprechend § 160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit 1) der
Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des
Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von
10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt, 2)
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht
spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder
zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3) Verstöße gegen
Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis
zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber
gerügt werden, 4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers,
einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf
Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz
1 Satz 2 bleibt unberührt.
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt:
Universitätsklinikum Heidelberg
Organisation, die Teilnahmeanträge entgegennimmt: Universitätsklinikum Heidelberg
5.1. Los: LOT-0004
Titel: Frauenheilkunde, Dermatologie, Kinder- und Jugendmedizin
Beschreibung: Klinikliquidation - Abrechnung von privat- und wahlärztlichen Leistungen im
Universitätsklinikum Heidelberg gemäß der beiliegenden Vergabeunterlagen. Die Leistung ist
in die sechs nachfolgenden Ausschreibungslose aufgeteilt: - Los 1: Chirurgie - Los 2: Innere
Medizin und Psychosoziale Medizin - Los 3: Kopfklinik - Los 4: Frauenheilkunde,
Dermatologie, Kinder- und Jugendmedizin - Los 5: Radiologie - Los 6: Labore Die Bieter
können ein Angebot für ein Los oder mehrere Lose abgeben.
Interne Kennung: 4
5.1.1. Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 79210000 Rechnungslegung und -prüfung
Zusätzliche Einstufung (cpv): 79999200 Rechnungsstellung
5.1.2. Erfüllungsort
Postanschrift: Im Neuenheimer Feld 672
Stadt: Heidelberg
Postleitzahl: 69120
Land, Gliederung (NUTS): Heidelberg, Stadtkreis (DE125)
Land: Deutschland
5.1.3. Geschätzte Dauer
Datum des Beginns: 01/10/2026
Enddatum der Laufzeit: 30/09/2028
5.1.4. Verlängerung
Maximale Verlängerungen: 2
Weitere Informationen zur Verlängerung: Zweimalige Option, die Vertragslaufzeit um jeweils
ein weiteres Vertragsjahr zu verlängern, die seitens des Auftraggebers gezogen werden kann
(bis 30.09.2029 bzw. 30.09.2030).
5.1.6. Allgemeine Informationen
Vorbehaltene Teilnahme:
Teilnahme ist nicht vorbehalten.
Die Namen und beruflichen Qualifikationen des zur Auftragsausführung eingesetzten
Personals sind anzugeben: Erforderlich für das Angebot
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: ja
Diese Auftragsvergabe ist auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geeignet: nein
5.1.7. Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Keine strategische Beschaffung
5.1.9. Eignungskriterien
Quellen der Auswahlkriterien: Bekanntmachung
Kriterium: Andere wirtschaftliche oder finanzielle Anforderungen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Bankauskunft oder Bankerklärung über die finanzielle
und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zur Durchführung des Auftrags (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 3.1).
Kriterium: Allgemeiner Jahresumsatz
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Erklärung über den Gesamtumsatz des Unternehmens
sowie den Umsatz bezüglich der zu erbringenden Leistungen, jeweils bezogen auf die letzten
drei Geschäftsjahre, die Anzahl der durchschnittlich abgerechneten Fälle (amb./stat.) sowie
die Zahl der Beschäftigten im Unternehmen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 3.2 bis 3.4).
Der Erklärung sind Bilanzen oder Bilanzauszüge des Unternehmens beizufügen, sofern deren
Veröffentlichung vorgeschrieben ist.
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Der Bieter verfügt über die Fähigkeit zur Abrechnung
aller am Universitätsklinikum Heidelberg vertretenen Fachrichtungen und Behandlungsformen
(voll- und teilstationär und ambulant) sowie über Kenntnisse zur Einhaltung aller einschlägigen
gesetzlichen Bestimmungen (Bsp. GOÄ, GOZ, HNTVO, KHG, etc.) und anerkannten
Abrechnungsmöglichkeiten. Der Bieter gibt dazu je Los, auf welches sich der Bieter bewirbt,
die Erklärung ab, dass er in der Lage ist, für alle genannten Fachdisziplinen die Abrechnung
zu leisten und über Kenntnisse über die geltenden gesetzlichen Bestimmungen und
Abrechnungsmöglichkeiten zu verfügen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 4.1).
Kriterium: Referenzen zu bestimmten Dienstleistungen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Je Los bestehen mindestens drei Jahre Erfahrungen mit
der Bearbeitung und Abwicklung von Abrechnungen im Bereich von Universitätsklinika oder
Großkliniken (= mind. 900 Betten) sowie die Fähigkeit, die Abrechnung für alle am
Universitätsklinikum Heidelberg in Frage kommenden spezialisierten Fachdisziplinen des
jeweiligen Loses leisten zu können. Der Bieter weist mindestens zwei deutsche
Universitätsklinika oder Großkliniken (= mind. 900 Betten) aus, in denen die ausgeschriebene
Leistung in den letzten drei Jahren erbracht wurde, als Referenz vor und reicht für jede
Referenz eine Bestätigung des jeweiligen Referenzgebers ein (Anlage 3 zum Anschreiben,
Ziffer 4.2; Anlage 3.1 zum Anschreiben).
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Abwicklung der Rechnungsstellung, der
Honorarvereinbarungen und wahlärztlichen Vereinbarungen sowie des kompletten
Schriftwechsels bei internationalen Patienten mindestens in englischer Sprache. Bei Patienten
aus dem Internationalen Sprachraum ist eine Übersetzung der jeweiligen Vereinbarungen,
Rechnungen und des gesamten Schriftwechsels zwingend erforderlich (vgl. Anlage 2 zum
Anschreiben, Ziffer 8).
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Beachtung der gesetzlichen Vorschriften über den
Datenschutz (im Besonderen: Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO),
Landesdatenschutzgesetz Baden-Württemberg, Bundesdatenschutzgesetz,
Landeskrankenhausgesetz und § 203 Strafgesetzbuch) sowie aller entsprechend
ergänzenden Vorschriften und Anlagen dieser Ausschreibung, sowie Verpflichtung der
Mitarbeiter des Bieters in Hinblick auf den Datenschutz, über alle Informationen und Daten, die
von Kliniken, Ärzten und Patienten stammen, Stillschweigen zu bewahren (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 6). Besondere Anforderungen hierzu: - Der Bieter muss die beigefügten
AVV, TOMs, die Eigenerklärung zu Datenschutz und IT-Sicherheit sowie das Verzeichnis über
Subunternehmer beifügen (Anlagen 5.1 bis 5.4 zum Anschreiben). - Die Mitarbeiter der Firma
müssen vom Bieter auf das Datengeheimnis gemäß den gesetzlichen Vorschriften verpflichtet
sein, auf ihre Schweigepflicht hingewiesen und vertraglich zur Geheimhaltung verpflichtet
werden.
Kriterium: Eintragung in ein relevantes Berufsregister
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Nachweis des Eintrags des bietenden Unternehmens im
Berufs- oder Handelsregister und Einreichung mit dem Angebot (Anlage 3 zum Anschreiben,
Ziffer 1.1).
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Einreichung eines schlüssigen und nachvollziehbaren
Notfall- und Havariekonzepts. Für den Fall von Störungen im eigenen Betriebsablauf hat der
Auftragnehmer mit einem Havariekonzept die Abrechnung der Privatliquidation durchgehend
sicherzustellen und zu gewährleisten. Zu den Störungsausfällen gehören insbesondere -
Krankheitsbedingter Ausfall von Personal - Störungen im Bereich der EDV, Datenübertragung,
Netzwerkverbindungen etc. Ein schlüssiges und nachvollziehbares Havariekonzept ist
zusammen mit dem Formblatt für das Angebot bei Abgabe der Bewerbungsunterlagen
entsprechend vorzulegen und nachzuweisen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 6). Das
schlüssige Havariekonzept muss mindestens; - Regelungen zum krankheitsbedingten Ausfall
von Personal enthalten, - Ersatzmaßnahmen beschreiben, wie im Fall der Störungen im
Bereich der EDV, Datenübertragung, Netzwerkverbindungen die reibungslose Abrechnung
aufrechterhalten wird, - Regelungen und Erklärungen zur Garantie zu den 4 im Folgenden
genannten Punkten enthalten: 1. Der Auftragnehmer garantiert für eilige Rechnungen (zum
Beispiel Rechnungen an internationale Patienten auf der Durchreise etc.) eine 24-stündige
Erreichbarkeit an 7 Tagen der Woche. 2. Der Auftragnehmer stellt hierzu einen telefonischen
Ansprechpartner zur Verfügung, der in der Lage ist, die Rechnung anhand zugesandter
Leistungsdaten zu erstellen und in verschlüsselter Form per E-Mail oder per Fax an die
zuständige Klinik bzw. Fachabteilung zu senden. 3. Bei Bedarf erstellt der Auftragnehmer
auch kurzfristig einen Kostenvoranschlag für eine Behandlung und übermittelt das Ergebnis an
die anfragende Stelle. Insbesondere für internationale Patienten müssen Kostenvoranschläge
zeitnah (innerhalb 4 Stunden) erstellt werden. 4. Gleiches gilt für die Überlassung von
Patientenakten an Wochenenden in Notfällen.
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Die Fähigkeit, Leistungsdaten, die in Form von
elektronischen Formularen oder Listen dem Bieter vorliegen, entsprechend zu archivieren
bzw. zu vernichten. Die Bieter müssen den Nachweis erbringen können, dass die
rechnungsbegründenden und buchhaltungsrelevanten Unterlagen nach den Vorgaben des
Handels- und Steuerrechts archiviert und nach den Grundsätzen zur ordnungsmäßigen
Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer
Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) vorgehalten werden. Bestätigung darüber, dass über
eine entsprechende Software verfügt wird, die den Anforderungen nach der Abgabenordnung
und dem Steuerrecht, auf denen auch die GoBD´s (=Grundsätze zur ordnungsmäßigen
Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer
Form sowie zum Datenzugriff) beruhen, genügt (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 5.2).
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Ausschließlich Einsatz von befähigtem und
qualifiziertem Personal für die Leistungserbringung (vgl. Anlage 1 zum Anschreiben, Ziffer 14;
Anlagen 3.2 und 3.3 zum Anschreiben).
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Ausschließlich Einsatz von Mitarbeitern für die
Auftragsausführung am Universitätsklinikum Heidelberg, die die deutsche Sprache in Wort und
Schrift beherrschen.
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Angebot und Gewährleistung einer professionellen
Organisations- und Prozessberatung mit Schulung der Mitarbeiter des Universitätsklinikums,
die an der Privatliquidation beteiligt sind (vgl. Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14 bis 15;
Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 6). Vor Beginn der Zusammenarbeit mit den jeweiligen
Fachabteilungen/Kliniken überprüft der Auftragnehmer die Abläufe und Organisation der
Dokumentation und der Datenbereitstellung vor Ort und unterbreitet dem Universitätsklinikum
Heidelberg ggfls. Verbesserungsvorschläge. a. Der Auftragnehmer schult in regelmäßigen
Abständen das mit der Dokumentation befasste Personal des Universitätsklinikums
Heidelberg mit dem Ziel einer vollständigen und abrechnungsfähigen Leistungserfassung.
Diese Schulungen erfolgen vor Ort in den jeweiligen Fachabteilungen auf Kosten des
Auftragnehmers. Die Durchführung der Schulung/der Schulungen sind von einem dafür
spezialisierten und besonders qualifizierten Mitarbeiter (Fachgebietsleiter,
Hauptverantwortlicher für einen inhaltlich zusammenhängenden Fachbereich) des
Auftragnehmers oder eines besonders qualifizierten externen Referenten durchzuführen. b.
Zur Sicherstellung einer vollständigen Dokumentation der Patientenakte und ggf.
Leistungsformulare bietet der Auftragnehmer fortlaufende Schulungen der betroffenen
Mitarbeiter des Auftraggebers (Ärzte, Sekretariate und Verwaltungsangestellte) an. c. Diese
finden bereits im Vorfeld der Abrechnungsübernahme statt und bei Bedarf auch während der
Vertragslaufzeit. Der Auftragnehmer stellt die notwendigen Formulare und Unterlagen zur
Verfügung. Auch diese Schulungen sind von einem dafür spezialisierten und besonders
qualifizierten Mitarbeiter (Fachgebietsleiter, Hauptverantwortlicher für einen inhaltlich
zusammenhängenden Fachbereich) des Auftragnehmers oder eines besonders qualifizierten
externen Referenten durchzuführen (Angaben hierzu bitte in Form von Anlage 3.3 zum
Anschreiben). d. Zur Schulung gehört auch die fortlaufende Begleitung der betreffenden
klinikinternen Abläufe und deren kontinuierliche Verbesserung. Der Nachweis bzw. die
Bestätigung über die Gewährleistung einer professionellen Organisations- und
Prozessberatung inkl. Schulungsmöglichkeit mit den o.g. Mindestanforderungen ist im
Rahmen der Bietererklärung vom Bieter abzugeben (vgl. Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14
bis 15).
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Beschreibung der technischen Ausrüstung sowie der
Maßnahmen des bietenden Unternehmens zur Qualitätssicherung (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 5.1).
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Einreichung eines Mitarbeiterkonzepts mit
nachfolgenden Inhalten und Erklärungen (in freier Form): a. Angabe der Qualifikation
/Ausbildung, Zusatzqualifikationen, Berufserfahrung und Erfahrungen im Fachgebiet der
hauptverantwortlichen Mitarbeiter für die inhaltlich zusammengehörenden Fachbereiche.
Hinsichtlich der Mindestanforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiter vgl. Anschreiben an
Bieter, Ziffer 10c) sowie Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14. b. Angabe der regelmäßig
stattfindenden Weiterbildungen der hauptverantwortlichen Mitarbeiter. Hinsichtlich der
Mindestanforderungen zu Weiterbildungen der Mitarbeiter vgl. Anschreiben an Bieter, Ziffer
10c) sowie Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14. c. Angabe der Weiterbildungen im Bereich
neue Rechtsprechung und Gesetze der hauptverantwortlichen Mitarbeiter je Fachdisziplin. d.
Erklärung, dass für rechtliche Fragestellungen im Zusammenhang mit der Abrechnung privat-
und wahlärztlicher Leistungen mindestens 1 im Fachbereich Medizinrecht /
Abrechnungsfragen ausgebildeter Jurist oder Juristin zur Verfügung steht (Anlage 3.2 zum
Anschreiben). e. Erklärung, dass die Mitarbeiter, die für die Privatliquidation im Auftrag des
Universitätsklinikums tätig sind, der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig sind.
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Erklärung über die Gewährleistung einer 24-stündigen
Erreichbarkeit gemäß den Bedingungen der Leistungsbeschreibung (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 6). Erklärung einer werktäglichen telefonischen Erreichbarkeit für den
Auftraggeber zwischen 09:00-17:00 Uhr durch einen hinreichend qualifizierten Mitarbeitenden
des Auftragnehmers.
Kriterium: Werkzeuge, Anlagen oder technische Ausrüstung
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Nachweis, dass der Bieter in der Lage ist, bei
elektronischer Übermittlung der zur Abrechnung gelangenden Daten einen Remote-Zugriff
(wird vom Klinikum eingerichtet) zu nutzen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 5.2).
Kriterium: Berufliche Risikohaftpflichtversicherung
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Branchenübliche Haftpflichtversicherung für Personen-
und Sachschäden sowie eine Betriebs- und Vermögensschadenshaftpflichtversicherung zur
Abdeckung sämtlicher Schäden, die unter diesem Auftrag entstehen können. Die Höhe der
Mindestdeckungssumme entspricht mindestens folgenden Vorgaben: pauschal 5.000.000
Euro für Personen- und 5.000.000 Euro für sonstige Schäden (Sach- und
Vermögensschäden). Die Versicherungspolice ist zusammen mit dem Angebot einzureichen.
Alternativ ist eine Erklärung eines in der EU zugelassenen Versicherungsunternehmens
einzureichen, im Auftragsfall eine Versicherungspolice mit dem Bieter (als Auftragnehmer) in
der o.g. Höhe abzuschließen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 5.3).
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: 1. Auszug aus dem Bundeszentralregister der für die
Führung der Geschäfte des Bieters verantwortlichen Person(en). Anstelle des Auszugs aus
dem Bundeszentralregister können diese Personen auch eine eidesstattliche Versicherung
darüber abgeben, dass sie nicht wegen eines in § 123 GWB aufgeführten Deliktes
rechtskräftig verurteilt sind (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 2.4).
Kriterium: Eintragung in ein relevantes Berufsregister
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Bescheinigung über die Zugehörigkeit zur
Berufsgenossenschaft und zu Fachverbänden (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 2.5).
5.1.10. Zuschlagskriterien
Kriterium:
Art: Preis
Bezeichnung: Angebotspreis
Beschreibung: Angebotspreis (ohne Forderungsmanagement) = (Liquidationsvolumen nach
Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 70%) x angebotenem Prozentsatz stationär mit
Patientenakten (digital/Papier) ohne Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen nach
Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 20%) x angebotenem Prozentsatz stationär mit
vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen
nach Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 10 %) x eingereichter Prozentsatz stationär mit
elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen ambulant x
50%) x angebotenem Prozentsatz ambulant mit Patientenakten (digital/Papier) ohne
Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen ambulant x 40%) x angebotenem Prozentsatz
ambulant mit vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement +
(Liquidationsvolumen ambulant x 10%) x eingereichtem Prozentsatz ambulant mit
elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement Angebotspreis (mit
Forderungsmanagement) = (Liquidationsvolumen nach Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x
70%) x (angebotenem Prozentsatz stationär mit Patientenakten (digital/Papier) ohne
Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener Prozentsatz für das optionale
Forderungsmanagement Patientenakten (digital/Papier)) + (Liquidationsvolumen nach
Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 20%) x (angebotenem Prozentsatz stationär mit
vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement vorausgefüllte Leistungsformulare) +
(Liquidationsvolumen nach Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 10 %) x (eingereichter
Prozentsatz stationär mit elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement +
zusätzlich angebotener Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement elektronischer
Datenträger) + (Liquidationsvolumen ambulant x 50%) x (angebotenem Prozentsatz ambulant
mit Patientenakten (digital/Papier) ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement Patientenakten (digital/Papier)) +
(Liquidationsvolumen ambulant x 40%) x (angebotenem Prozentsatz ambulant mit
vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement vorausgefüllte Leistungsformulare)) +
(Liquidationsvolumen ambulant x 10%) x (eingereichtem Prozentsatz ambulant mit
elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement elektronischer Datenträger)
Angebotspreis = (Summe der angebotenen Abrechnungsgebühren (ohne
Forderungsmanagement) x 50%) + (Summe der angebotenen Abrechnungsgebühren (mit
Forderungsmanagement) x 50 %) Punktwert des jeweiligen Bieters = (Angebotspreis des
Bieters mit dem niedrigsten Angebotspreis / Angebotspreis des jeweiligen Bieters) x 55 % Die
aufgeführten Liquidationsvolumina sind in Anlage 1 zum Anschreiben
Leistungsbeschreibung unter Ziffer 1 ausgewiesen.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium Zahl: 55
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Service-/Controllingkonzept
Beschreibung: Für die ausgeschriebene Leistung hat der Bieter in freier Form die Darstellung
eines Service-/Controllingkonzepts einzureichen. Die nachfolgenden Mindestanforderungen
sind hierbei zu erfüllen und im Rahmen des einzureichenden Service-/Controllingkonzepts zu
berücksichtigen. Hierbei gelten folgende Mindestanforderungen: - Der Auftragnehmer stellt
eine werktägliche telefonische Erreichbarkeit sowohl für Patienten und Mitarbeitende des
Auftraggebers sicher. - Für das interne Berichtswesen, welches durch den Geschäftsbereich
Erlösmanagement koordiniert wird, sind die vom Auftraggeber definierten Statistikdaten bis
zum 10. des Folgemonats auf Datenträger und/oder über ein Kundenportal einzustellen. Die
Statistiken sind nach Vorgabe des Auftraggebers u.a. nach Rechnungsausgangszeitraum und
Behandlungszeitraum sowie nach Ärzten bzw. Konten und Kalenderjahr getrennt zu erstellen.
Mindestens ist folgendes Standardberichtswesen zu erbringen: - Es ist bis zum 10. Tag des
Folgemonats ein Bericht zum Abrechnungsstand je Arzt durch den Auftragnehmer abzugeben.
Etwaige Rückstände sind unverzüglich bei Bekanntwerden dem Auftraggeber anzuzeigen. -
Berichte/Übersichten nach den Vorgaben des Auftraggebers (Mindestangaben: Fall-Nummer,
Rechnungsnummer, Patientennamen, Geburtsdatum des Patienten, Behandlungsdatum,
Leistungsziffern, Rechnungssumme, etc. jeweils unterteilt nach Fachgebiet und Arzt-Nummer)
- insbesondere: x Rechnungsausgangslisten (monatlich/vierteljährlich, jährlich) x Berichte über
die Abrechnungsqualität (monatlich/vierteljährlich, jährlich): geeignete Kennzahlen für die
Bewertung der Abrechnungsqualität u.a. Rechnungsdurchschnitt je Arzt und Behandlungsart x
Zahlungseingangsberichte (monatlich/vierteljährlich, jährlich) - wenn das
Forderungsmanagement vom Auftragnehmer durchgeführt wird x Offene Posten-Liste
(monatlich/vierteljährlich, jährlich) - wenn das Forderungsmanagement vom Auftragnehmer
durchgeführt wird x Debitorenlaufzeit - wenn das Forderungsmanagement vom Auftragnehmer
durchgeführt wird x Abgabenberechnungen für Pool- und Beteiligung (vierteljährlich bzw.
jährlich) x Stornierungslisten unter Angabe von Neuberechnungen (mit Auswertung von
Stornogründen, zum Beispiel fehlende Wahlarztvereinbarung), Teilstornos (ebenfalls mit
Begründung) und Niederschlagungen mit Einzelbegründung (vierteljährlich) x
Abschreibungslisten mit Einzelbegründung bei uneinbringlichen Forderungen und
unentgeltlichen Leistungen (monatlich)- wenn das Forderungsmanagement vom
Auftragnehmer durchgeführt wird x Sach- bzw. Materialkostenauswertungen x Weitergehende
statistische Auswertungen und Analysen nach Wahl und Absprache mit dem Auftraggeber. -
Information der Administration des Universitätsklinikums über erbrachte und nicht im Rahmen
der Privatliquidation abrechenbare Leistungen (zum Beispiel aufgrund fehlender
Wahlarztvereinbarung oder aufgrund von Änderungen im Versicherungsstatus) mit
Dokumentation der Fälle unter Angabe des Grunds. - Abgabenberechnungen nach den
Vorgaben des Auftraggebers unterteilt nach Fachgebiet / Klinik / und Abteilungsleiter: Für alle
ambulanten Leistungen ist eine Aufstellung der Sachkosten nach der Spalte 6 des DKG-NT
(Deutsche-Krankenhausgesellschaft-Normaltarif) sowie für die stationären Leistungen eine
Aufstellung über die Höhe der erbrachten technischen und persönlichen Leisutngen nach der
BPflV / KHEntG, die sog. GSG-Abgabe, zu erstellen. Folgende erweiterte Controlling- und
Managementmaßnahmen sind zu erfüllen: - Benchmarking: Der Auftragnehmer führt einmal
pro Halbjahr unaufgefordert sowie ggf. zusätzlich auf Anforderung durch den Auftraggeber
einen anonymisierten Datenvergleich mit vergleichbaren Leistungseinheiten bzw. Zentren
anderer Maximalversorger, insbesondere zu durchschnittlichen Fallwerten (stationär und
ambulant) durch und stellt, bei Einverständnis der anderen Zentren, die Ergebnisse einmal
jährlich, getrennt nach Fachbereich, dem Universitätsklinikum zur Verfügung. Es erfolgt
seitens des Auftragnehmers die Information an den Auftraggeber, die Analyse der
Abweichungen und die Abstimmung mit dem Auftraggeber zur weiteren Vorgehensweise. -
Der Auftragnehmer führt einmal pro Halbjahr unaufgefordert sowie ggf. auf Anforderung durch
den Auftraggeber einen zeitlichen Vergleich zwischen einzelnen Abrechnungsperioden
(jahresbezogen) durch und informiert den Auftraggeber über Auffälligkeiten. Es erfolgt seitens
des Auftragnehmers die Information an den Auftraggeber, die Analyse der Abweichungen und
die Abstimmung mit dem Auftraggeber zur weiteren Vorgehensweise. - Ermittelte
Managementkennzahlen werden mit dem Auftraggeber abgestimmt und aggregiert über alle
Fachabteilungen graphisch zur Verfügung gestellt. - Darüberhinausgehende Serviceelemente:
x Der Auftragnehmer erkennt signifikante Mängel im Abrechnungsgeschehen proaktiv und
schlägt dem Auftraggeber Maßnahmen zur Verbesserung vor. x Der Auftragnehmer berichtet
einmal im Halbjahr zum Beschwerdemanagement, das sich aus der Korrespondenz zwischen
Auftragnehmer und Privatpatienten ergibt x Der Auftragnehmer hat das
Beschwerdemanagement auf mehrere Mitarbeiterxinnen unterhalb der
Geschäftsführungsebene verteilt. Die Anforderungen werden nach ihrer Ausprüfung nach
folgendem Punkteschema bewertet: Controlling / Inhaltliche Konzeption: 7 Punkte: Ideale
Konzeption (u.a. Angabe vergleichbarer Maximalversorger) 3 Punkte: Durchschnittliche
Konzeption 2 Punkte: Minimale Konzeption Permanente Schwachstellenanalyse: 4 Punkte:
Umfassende Analyse 2 Punkte: Standardisierte Analyse Konzeption
Beschwerdemanagement: 4 Punkte: Umfassende Konzeptionierung 2 Punkte: Standardisierte
Konzeptionierung Punktwert Service-/Controllingkonzept = Punktwert Controlling +
Punktwert Schwachstellenanalyse + Punktwert Beschwerdemanagement Im
Zuschlagskriterium Service-/Controllingkonzept kann somit eine Maximalpunktzahl von 15
Punkten erreicht werden.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium Zahl: 15
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Mitarbeiterkonzept
Beschreibung: Für die ausgeschriebene Leistung hat der Bieter in freier Form die Darstellung
eines Mitarbeiterkonzepts einzureichen. Aus dem Mitarbeiterkonzept muss der ausschließliche
Einsatz von befähigtem und qualifiziertem Personal hervorgehen (vgl. Anlage 1 zum
Anschreiben, Ziffer 14). Hierbei gelten folgende Mindestanforderungen: a. Die
abzurechnenden Fachbereiche müssen inhaltlich durch einen hauptverantwortlichen
Mitarbeiter betreut werden, der dem Auftraggeber namentlich zu benennen ist. Ein
Personalwechsel ist dem Auftraggeber während der Vertragslaufzeit unverzüglich anzuzeigen.
b. Dieser/diese für die abzurechnenden Fachbereiche hauptverantwortliche(r) Mitarbeiter
/Mitarbeiterin muss mindestens über eine medizinische oder kaufmännische Ausbildung und
eine Zusatzausbildung im Bereich Abrechnung verfügen. Diese sind: - Kaufmännische
Ausbildung (z.B. Kauffrau / Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann / -kauffrau o.
ä.) - Medizinische Ausbildung (z.B. Medizinischer Fachangestellter (m/w), Medizinisch-
technischer Assistent (m/w), Operationstechnischer Assistent (m/w) o.ä.) - Zusatzausbildung/-
fortbildung im Bereich Abrechnung (z.B. Assistent für medizinische Abrechnung (m/w),
Medizinischer Dokumentationsassistent (m/w), Medizinische Kodierfachkraft (m/w) o.ä.) Die
für die Abrechnung hauptverantwortlichen Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen verfügen über eine
mindestens zweijährige einschlägige Berufserfahrung in der GOÄ-Abrechnung. Neben den
hauptverantwortlichen Mitarbeitern kann es weitere Mitarbeiter im Team geben, für die die o.g.
Ausbildungsvoraussetzungen 1:1 gelten, die aber neben einer einschlägigen Berufserfahrung
erst eine einjährige Berufserfahrung in der GOÄ- Abrechnung haben. Der Auftragnehmer
sollte in seiner Konzeption angeben, für wie viele andere universitäre Häuser bzw. Häuser der
Maximalversorgung der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin die Abrechnung durchführt. c. Die
Mitarbeiter, welche die Privatliquidation eines Fachbereichs betreuen bzw. abrechnen, sind für
diese Fachdisziplin besonders geschult und werden laufend fortgebildet. Zusätzlich zu den
Ausbildungs- und Berufserfahrungskriterien werden die Mitarbeiter wie folgt fortgebildet: -
Mindestens jährliche Schulung der Mitarbeiter bzgl. gesetzlicher und rechtlicher Änderungen
im Bereich der Abrechnung. - Die Durchführung der Schulungen sollte von einem dafür
spezialisierten externen Anbieter oder durch dafür besonders qualifizierte Referenten (bspw.
Juristen o.ä., extern oder interner Mitarbeiter) erfolgen. Der Nachweis über eine hinreichende
Qualifikation ist den Angebotsunterlagen zwingend beizufügen. d. Für rechtliche
Fragestellungen im Zusammenhang mit der Abrechnung der Privatliquidation stehen Juristen
mit speziellen Kenntnissen bzw. Ausbildung im Medizinrecht und Abgaben- recht dem
Auftragnehmer zur Verfügung. Eine Übersicht der Juristen ist in den Angebotsunterlagen
separat aufzuführen. e. Das Mitarbeiterkonzept ist in den Angebotsunterlagen darzulegen. Der
Auftragnehmer sollte in seiner Konzeption angeben, für welche Fachbereiche der
Auftragnehmer auch in welcher Anzahl für andere universitäre Häuser bzw. Häusern der
Maximalversorgung die Abrechnung durchführt. Die Anforderungen werden nach folgendem
Punkteschema bewertet: Höchster Zielerfüllungsgrad: 10 bis 8 Punkte Hoher
Zielerfüllungsgrad: 7 bis 5 Punkte Durchschnittlicher Zielerfüllungsgrad: 4 bis 2 Punkte
Geringer Zielerfüllungsgrad: 1 Punkt Nichterfüllung: 0 Punkte Punktwert Mitarbeiterkonzept =
Erreichte Punktzahl x Faktor 3 Im Zuschlagskriterium Mitarbeiterkonzept kann somit eine
Maximalpunktzahl von 30 Punkten erreicht werden.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium Zahl: 30
5.1.11. Auftragsunterlagen
Sprachen, in denen die Auftragsunterlagen offiziell verfügbar sind: Deutsch
Frist für die Anforderung zusätzlicher Informationen: 20/07/2026 23:59:59 (UTC+02:00)
Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Internetadresse der Auftragsunterlagen: https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice
/CXRAYY6Y5PQ/documents
Ad-hoc-Kommunikationskanal:
URL: https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice/CXRAYY6Y5PQ
5.1.12. Bedingungen für die Auftragsvergabe
Bedingungen für die Einreichung:
Elektronische Einreichung: Erforderlich
Adresse für die Einreichung: https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice/CXRAYY6Y5PQ
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch
Elektronischer Katalog: Nicht zulässig
Varianten: Nicht zulässig
Die Bieter können mehrere Angebote einreichen: Zulässig
Frist für den Eingang der Angebote: 05/08/2026 13:00:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit,
Mitteleuropäische Sommerzeit
Dauer, während der das Angebot gültig bleiben muss: 3 Monate
Informationen, die nach Ablauf der Einreichungsfrist ergänzt werden können:
Nach Ermessen des Käufers können alle fehlenden Bieterunterlagen nach Fristablauf
nachgereicht werden.
Zusätzliche Informationen: Nach Ermessen des Käufers können alle fehlenden
Bieterunterlagen nach Fristablauf nachgereicht werden.
Informationen über die öffentliche Angebotsöffnung:
Eröffnungstermin: 05/08/2026 13:00:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische
Sommerzeit
Ort des Eröffnungstermins: Universitätsklinikum Heidelberg, Berliner Straße 10, 69120
Heidelberg
Eröffnungstermin Beschreibung: mind. 2 Vertreter des Auftraggebers, Bieter sind nicht
zugelassen
Auftragsbedingungen:
Die Auftragsausführung muss im Rahmen von Programmen für geschützte
Beschäftigungsverhältnisse erfolgen: Noch nicht bekannt
Bedingungen für die Ausführung des Auftrags: Alle im Zusammenhang mit diesem
Vergabeverfahren erlangten Informationen sind vom Bieter vertraulich zu behandeln. Als
vertraulich gelten insbesondere alle Unterlagen, die der Bieter über die Vergabeplattform
erhält. Die vertraulichen Informationen dürfen ausschließlich für die Zusammenarbeit mit dem
Universitätsklinikum Heidelberg im Zuge des Vergabeverfahrens sowie des ggf. erteilten
Auftrags verwendet werden.
Elektronische Rechnungsstellung: Erforderlich
Aufträge werden elektronisch erteilt: nein
Zahlungen werden elektronisch geleistet: nein
5.1.15. Techniken
Rahmenvereinbarung:
Keine Rahmenvereinbarung
Informationen über das dynamische Beschaffungssystem:
Kein dynamisches Beschaffungssystem
5.1.16. Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Vergabekammer Baden-Württemberg
Informationen über die Überprüfungsfristen: Ein Antrag auf Einleitung eines
Nachprüfungsverfahrens ist entsprechend § 160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit 1) der
Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des
Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von
10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt, 2)
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht
spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder
zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3) Verstöße gegen
Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis
zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber
gerügt werden, 4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers,
einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf
Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz
1 Satz 2 bleibt unberührt.
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt:
Universitätsklinikum Heidelberg
Organisation, die Teilnahmeanträge entgegennimmt: Universitätsklinikum Heidelberg
5.1. Los: LOT-0005
Titel: Radiologie
Beschreibung: Klinikliquidation - Abrechnung von privat- und wahlärztlichen Leistungen im
Universitätsklinikum Heidelberg gemäß der beiliegenden Vergabeunterlagen. Die Leistung ist
in die sechs nachfolgenden Ausschreibungslose aufgeteilt: - Los 1: Chirurgie - Los 2: Innere
Medizin und Psychosoziale Medizin - Los 3: Kopfklinik - Los 4: Frauenheilkunde,
Dermatologie, Kinder- und Jugendmedizin - Los 5: Radiologie - Los 6: Labore Die Bieter
können ein Angebot für ein Los oder mehrere Lose abgeben.
Interne Kennung: 5
5.1.1. Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 79210000 Rechnungslegung und -prüfung
Zusätzliche Einstufung (cpv): 79999200 Rechnungsstellung
5.1.2. Erfüllungsort
Postanschrift: Im Neuenheimer Feld 672
Stadt: Heidelberg
Postleitzahl: 69120
Land, Gliederung (NUTS): Heidelberg, Stadtkreis (DE125)
Land: Deutschland
5.1.3. Geschätzte Dauer
Datum des Beginns: 01/10/2026
Enddatum der Laufzeit: 30/09/2028
5.1.4. Verlängerung
Maximale Verlängerungen: 2
Weitere Informationen zur Verlängerung: Zweimalige Option, die Vertragslaufzeit um jeweils
ein weiteres Vertragsjahr zu verlängern, die seitens des Auftraggebers gezogen werden kann
(bis 30.09.2029 bzw. 30.09.2030).
5.1.6. Allgemeine Informationen
Vorbehaltene Teilnahme:
Teilnahme ist nicht vorbehalten.
Die Namen und beruflichen Qualifikationen des zur Auftragsausführung eingesetzten
Personals sind anzugeben: Erforderlich für das Angebot
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: ja
Diese Auftragsvergabe ist auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geeignet: nein
5.1.7. Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Keine strategische Beschaffung
5.1.9. Eignungskriterien
Quellen der Auswahlkriterien: Bekanntmachung
Kriterium: Andere wirtschaftliche oder finanzielle Anforderungen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Bankauskunft oder Bankerklärung über die finanzielle
und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zur Durchführung des Auftrags (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 3.1).
Kriterium: Allgemeiner Jahresumsatz
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Erklärung über den Gesamtumsatz des Unternehmens
sowie den Umsatz bezüglich der zu erbringenden Leistungen, jeweils bezogen auf die letzten
drei Geschäftsjahre, die Anzahl der durchschnittlich abgerechneten Fälle (amb./stat.) sowie
die Zahl der Beschäftigten im Unternehmen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 3.2 bis 3.4).
Der Erklärung sind Bilanzen oder Bilanzauszüge des Unternehmens beizufügen, sofern deren
Veröffentlichung vorgeschrieben ist.
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Der Bieter verfügt über die Fähigkeit zur Abrechnung
aller am Universitätsklinikum Heidelberg vertretenen Fachrichtungen und Behandlungsformen
(voll- und teilstationär und ambulant) sowie über Kenntnisse zur Einhaltung aller einschlägigen
gesetzlichen Bestimmungen (Bsp. GOÄ, GOZ, HNTVO, KHG, etc.) und anerkannten
Abrechnungsmöglichkeiten. Der Bieter gibt dazu je Los, auf welches sich der Bieter bewirbt,
die Erklärung ab, dass er in der Lage ist, für alle genannten Fachdisziplinen die Abrechnung
zu leisten und über Kenntnisse über die geltenden gesetzlichen Bestimmungen und
Abrechnungsmöglichkeiten zu verfügen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 4.1).
Kriterium: Referenzen zu bestimmten Dienstleistungen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Je Los bestehen mindestens drei Jahre Erfahrungen mit
der Bearbeitung und Abwicklung von Abrechnungen im Bereich von Universitätsklinika oder
Großkliniken (= mind. 900 Betten) sowie die Fähigkeit, die Abrechnung für alle am
Universitätsklinikum Heidelberg in Frage kommenden spezialisierten Fachdisziplinen des
jeweiligen Loses leisten zu können. Der Bieter weist mindestens zwei deutsche
Universitätsklinika oder Großkliniken (= mind. 900 Betten) aus, in denen die ausgeschriebene
Leistung in den letzten drei Jahren erbracht wurde, als Referenz vor und reicht für jede
Referenz eine Bestätigung des jeweiligen Referenzgebers ein (Anlage 3 zum Anschreiben,
Ziffer 4.2; Anlage 3.1 zum Anschreiben).
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Abwicklung der Rechnungsstellung, der
Honorarvereinbarungen und wahlärztlichen Vereinbarungen sowie des kompletten
Schriftwechsels bei internationalen Patienten mindestens in englischer Sprache. Bei Patienten
aus dem Internationalen Sprachraum ist eine Übersetzung der jeweiligen Vereinbarungen,
Rechnungen und des gesamten Schriftwechsels zwingend erforderlich (vgl. Anlage 2 zum
Anschreiben, Ziffer 8).
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Beachtung der gesetzlichen Vorschriften über den
Datenschutz (im Besonderen: Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO),
Landesdatenschutzgesetz Baden-Württemberg, Bundesdatenschutzgesetz,
Landeskrankenhausgesetz und § 203 Strafgesetzbuch) sowie aller entsprechend
ergänzenden Vorschriften und Anlagen dieser Ausschreibung, sowie Verpflichtung der
Mitarbeiter des Bieters in Hinblick auf den Datenschutz, über alle Informationen und Daten, die
von Kliniken, Ärzten und Patienten stammen, Stillschweigen zu bewahren (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 6). Besondere Anforderungen hierzu: - Der Bieter muss die beigefügten
AVV, TOMs, die Eigenerklärung zu Datenschutz und IT-Sicherheit sowie das Verzeichnis über
Subunternehmer beifügen (Anlagen 5.1 bis 5.4 zum Anschreiben). - Die Mitarbeiter der Firma
müssen vom Bieter auf das Datengeheimnis gemäß den gesetzlichen Vorschriften verpflichtet
sein, auf ihre Schweigepflicht hingewiesen und vertraglich zur Geheimhaltung verpflichtet
werden.
Kriterium: Eintragung in ein relevantes Berufsregister
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Nachweis des Eintrags des bietenden Unternehmens im
Berufs- oder Handelsregister und Einreichung mit dem Angebot (Anlage 3 zum Anschreiben,
Ziffer 1.1).
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Einreichung eines schlüssigen und nachvollziehbaren
Notfall- und Havariekonzepts. Für den Fall von Störungen im eigenen Betriebsablauf hat der
Auftragnehmer mit einem Havariekonzept die Abrechnung der Privatliquidation durchgehend
sicherzustellen und zu gewährleisten. Zu den Störungsausfällen gehören insbesondere -
Krankheitsbedingter Ausfall von Personal - Störungen im Bereich der EDV, Datenübertragung,
Netzwerkverbindungen etc. Ein schlüssiges und nachvollziehbares Havariekonzept ist
zusammen mit dem Formblatt für das Angebot bei Abgabe der Bewerbungsunterlagen
entsprechend vorzulegen und nachzuweisen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 6). Das
schlüssige Havariekonzept muss mindestens; - Regelungen zum krankheitsbedingten Ausfall
von Personal enthalten, - Ersatzmaßnahmen beschreiben, wie im Fall der Störungen im
Bereich der EDV, Datenübertragung, Netzwerkverbindungen die reibungslose Abrechnung
aufrechterhalten wird, - Regelungen und Erklärungen zur Garantie zu den 4 im Folgenden
genannten Punkten enthalten: 1. Der Auftragnehmer garantiert für eilige Rechnungen (zum
Beispiel Rechnungen an internationale Patienten auf der Durchreise etc.) eine 24-stündige
Erreichbarkeit an 7 Tagen der Woche. 2. Der Auftragnehmer stellt hierzu einen telefonischen
Ansprechpartner zur Verfügung, der in der Lage ist, die Rechnung anhand zugesandter
Leistungsdaten zu erstellen und in verschlüsselter Form per E-Mail oder per Fax an die
zuständige Klinik bzw. Fachabteilung zu senden. 3. Bei Bedarf erstellt der Auftragnehmer
auch kurzfristig einen Kostenvoranschlag für eine Behandlung und übermittelt das Ergebnis an
die anfragende Stelle. Insbesondere für internationale Patienten müssen Kostenvoranschläge
zeitnah (innerhalb 4 Stunden) erstellt werden. 4. Gleiches gilt für die Überlassung von
Patientenakten an Wochenenden in Notfällen.
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Die Fähigkeit, Leistungsdaten, die in Form von
elektronischen Formularen oder Listen dem Bieter vorliegen, entsprechend zu archivieren
bzw. zu vernichten. Die Bieter müssen den Nachweis erbringen können, dass die
rechnungsbegründenden und buchhaltungsrelevanten Unterlagen nach den Vorgaben des
Handels- und Steuerrechts archiviert und nach den Grundsätzen zur ordnungsmäßigen
Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer
Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) vorgehalten werden. Bestätigung darüber, dass über
eine entsprechende Software verfügt wird, die den Anforderungen nach der Abgabenordnung
und dem Steuerrecht, auf denen auch die GoBD´s (=Grundsätze zur ordnungsmäßigen
Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer
Form sowie zum Datenzugriff) beruhen, genügt (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 5.2).
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Ausschließlich Einsatz von befähigtem und
qualifiziertem Personal für die Leistungserbringung (vgl. Anlage 1 zum Anschreiben, Ziffer 14;
Anlagen 3.2 und 3.3 zum Anschreiben).
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Ausschließlich Einsatz von Mitarbeitern für die
Auftragsausführung am Universitätsklinikum Heidelberg, die die deutsche Sprache in Wort und
Schrift beherrschen.
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Angebot und Gewährleistung einer professionellen
Organisations- und Prozessberatung mit Schulung der Mitarbeiter des Universitätsklinikums,
die an der Privatliquidation beteiligt sind (vgl. Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14 bis 15;
Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 6). Vor Beginn der Zusammenarbeit mit den jeweiligen
Fachabteilungen/Kliniken überprüft der Auftragnehmer die Abläufe und Organisation der
Dokumentation und der Datenbereitstellung vor Ort und unterbreitet dem Universitätsklinikum
Heidelberg ggfls. Verbesserungsvorschläge. a. Der Auftragnehmer schult in regelmäßigen
Abständen das mit der Dokumentation befasste Personal des Universitätsklinikums
Heidelberg mit dem Ziel einer vollständigen und abrechnungsfähigen Leistungserfassung.
Diese Schulungen erfolgen vor Ort in den jeweiligen Fachabteilungen auf Kosten des
Auftragnehmers. Die Durchführung der Schulung/der Schulungen sind von einem dafür
spezialisierten und besonders qualifizierten Mitarbeiter (Fachgebietsleiter,
Hauptverantwortlicher für einen inhaltlich zusammenhängenden Fachbereich) des
Auftragnehmers oder eines besonders qualifizierten externen Referenten durchzuführen. b.
Zur Sicherstellung einer vollständigen Dokumentation der Patientenakte und ggf.
Leistungsformulare bietet der Auftragnehmer fortlaufende Schulungen der betroffenen
Mitarbeiter des Auftraggebers (Ärzte, Sekretariate und Verwaltungsangestellte) an. c. Diese
finden bereits im Vorfeld der Abrechnungsübernahme statt und bei Bedarf auch während der
Vertragslaufzeit. Der Auftragnehmer stellt die notwendigen Formulare und Unterlagen zur
Verfügung. Auch diese Schulungen sind von einem dafür spezialisierten und besonders
qualifizierten Mitarbeiter (Fachgebietsleiter, Hauptverantwortlicher für einen inhaltlich
zusammenhängenden Fachbereich) des Auftragnehmers oder eines besonders qualifizierten
externen Referenten durchzuführen (Angaben hierzu bitte in Form von Anlage 3.3 zum
Anschreiben). d. Zur Schulung gehört auch die fortlaufende Begleitung der betreffenden
klinikinternen Abläufe und deren kontinuierliche Verbesserung. Der Nachweis bzw. die
Bestätigung über die Gewährleistung einer professionellen Organisations- und
Prozessberatung inkl. Schulungsmöglichkeit mit den o.g. Mindestanforderungen ist im
Rahmen der Bietererklärung vom Bieter abzugeben (vgl. Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14
bis 15).
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Beschreibung der technischen Ausrüstung sowie der
Maßnahmen des bietenden Unternehmens zur Qualitätssicherung (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 5.1).
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Einreichung eines Mitarbeiterkonzepts mit
nachfolgenden Inhalten und Erklärungen (in freier Form): a. Angabe der Qualifikation
/Ausbildung, Zusatzqualifikationen, Berufserfahrung und Erfahrungen im Fachgebiet der
hauptverantwortlichen Mitarbeiter für die inhaltlich zusammengehörenden Fachbereiche.
Hinsichtlich der Mindestanforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiter vgl. Anschreiben an
Bieter, Ziffer 10c) sowie Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14. b. Angabe der regelmäßig
stattfindenden Weiterbildungen der hauptverantwortlichen Mitarbeiter. Hinsichtlich der
Mindestanforderungen zu Weiterbildungen der Mitarbeiter vgl. Anschreiben an Bieter, Ziffer
10c) sowie Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14. c. Angabe der Weiterbildungen im Bereich
neue Rechtsprechung und Gesetze der hauptverantwortlichen Mitarbeiter je Fachdisziplin. d.
Erklärung, dass für rechtliche Fragestellungen im Zusammenhang mit der Abrechnung privat-
und wahlärztlicher Leistungen mindestens 1 im Fachbereich Medizinrecht /
Abrechnungsfragen ausgebildeter Jurist oder Juristin zur Verfügung steht (Anlage 3.2 zum
Anschreiben). e. Erklärung, dass die Mitarbeiter, die für die Privatliquidation im Auftrag des
Universitätsklinikums tätig sind, der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig sind.
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Erklärung über die Gewährleistung einer 24-stündigen
Erreichbarkeit gemäß den Bedingungen der Leistungsbeschreibung (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 6). Erklärung einer werktäglichen telefonischen Erreichbarkeit für den
Auftraggeber zwischen 09:00-17:00 Uhr durch einen hinreichend qualifizierten Mitarbeitenden
des Auftragnehmers.
Kriterium: Werkzeuge, Anlagen oder technische Ausrüstung
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Nachweis, dass der Bieter in der Lage ist, bei
elektronischer Übermittlung der zur Abrechnung gelangenden Daten einen Remote-Zugriff
(wird vom Klinikum eingerichtet) zu nutzen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 5.2).
Kriterium: Berufliche Risikohaftpflichtversicherung
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Branchenübliche Haftpflichtversicherung für Personen-
und Sachschäden sowie eine Betriebs- und Vermögensschadenshaftpflichtversicherung zur
Abdeckung sämtlicher Schäden, die unter diesem Auftrag entstehen können. Die Höhe der
Mindestdeckungssumme entspricht mindestens folgenden Vorgaben: pauschal 5.000.000
Euro für Personen- und 5.000.000 Euro für sonstige Schäden (Sach- und
Vermögensschäden). Die Versicherungspolice ist zusammen mit dem Angebot einzureichen.
Alternativ ist eine Erklärung eines in der EU zugelassenen Versicherungsunternehmens
einzureichen, im Auftragsfall eine Versicherungspolice mit dem Bieter (als Auftragnehmer) in
der o.g. Höhe abzuschließen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 5.3).
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: 1. Auszug aus dem Bundeszentralregister der für die
Führung der Geschäfte des Bieters verantwortlichen Person(en). Anstelle des Auszugs aus
dem Bundeszentralregister können diese Personen auch eine eidesstattliche Versicherung
darüber abgeben, dass sie nicht wegen eines in § 123 GWB aufgeführten Deliktes
rechtskräftig verurteilt sind (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 2.4).
Kriterium: Eintragung in ein relevantes Berufsregister
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Bescheinigung über die Zugehörigkeit zur
Berufsgenossenschaft und zu Fachverbänden (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 2.5).
5.1.10. Zuschlagskriterien
Kriterium:
Art: Preis
Bezeichnung: Angebotspreis
Beschreibung: Angebotspreis (ohne Forderungsmanagement) = (Liquidationsvolumen nach
Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 70%) x angebotenem Prozentsatz stationär mit
Patientenakten (digital/Papier) ohne Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen nach
Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 20%) x angebotenem Prozentsatz stationär mit
vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen
nach Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 10 %) x eingereichter Prozentsatz stationär mit
elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen ambulant x
50%) x angebotenem Prozentsatz ambulant mit Patientenakten (digital/Papier) ohne
Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen ambulant x 40%) x angebotenem Prozentsatz
ambulant mit vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement +
(Liquidationsvolumen ambulant x 10%) x eingereichtem Prozentsatz ambulant mit
elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement Angebotspreis (mit
Forderungsmanagement) = (Liquidationsvolumen nach Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x
70%) x (angebotenem Prozentsatz stationär mit Patientenakten (digital/Papier) ohne
Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener Prozentsatz für das optionale
Forderungsmanagement Patientenakten (digital/Papier)) + (Liquidationsvolumen nach
Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 20%) x (angebotenem Prozentsatz stationär mit
vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement vorausgefüllte Leistungsformulare) +
(Liquidationsvolumen nach Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 10 %) x (eingereichter
Prozentsatz stationär mit elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement +
zusätzlich angebotener Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement elektronischer
Datenträger) + (Liquidationsvolumen ambulant x 50%) x (angebotenem Prozentsatz ambulant
mit Patientenakten (digital/Papier) ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement Patientenakten (digital/Papier)) +
(Liquidationsvolumen ambulant x 40%) x (angebotenem Prozentsatz ambulant mit
vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement vorausgefüllte Leistungsformulare)) +
(Liquidationsvolumen ambulant x 10%) x (eingereichtem Prozentsatz ambulant mit
elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement elektronischer Datenträger)
Angebotspreis = (Summe der angebotenen Abrechnungsgebühren (ohne
Forderungsmanagement) x 50%) + (Summe der angebotenen Abrechnungsgebühren (mit
Forderungsmanagement) x 50 %) Punktwert des jeweiligen Bieters = (Angebotspreis des
Bieters mit dem niedrigsten Angebotspreis / Angebotspreis des jeweiligen Bieters) x 55 % Die
aufgeführten Liquidationsvolumina sind in Anlage 1 zum Anschreiben
Leistungsbeschreibung unter Ziffer 1 ausgewiesen.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium Zahl: 55
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Service-/Controllingkonzept
Beschreibung: Für die ausgeschriebene Leistung hat der Bieter in freier Form die Darstellung
eines Service-/Controllingkonzepts einzureichen. Die nachfolgenden Mindestanforderungen
sind hierbei zu erfüllen und im Rahmen des einzureichenden Service-/Controllingkonzepts zu
berücksichtigen. Hierbei gelten folgende Mindestanforderungen: - Der Auftragnehmer stellt
eine werktägliche telefonische Erreichbarkeit sowohl für Patienten und Mitarbeitende des
Auftraggebers sicher. - Für das interne Berichtswesen, welches durch den Geschäftsbereich
Erlösmanagement koordiniert wird, sind die vom Auftraggeber definierten Statistikdaten bis
zum 10. des Folgemonats auf Datenträger und/oder über ein Kundenportal einzustellen. Die
Statistiken sind nach Vorgabe des Auftraggebers u.a. nach Rechnungsausgangszeitraum und
Behandlungszeitraum sowie nach Ärzten bzw. Konten und Kalenderjahr getrennt zu erstellen.
Mindestens ist folgendes Standardberichtswesen zu erbringen: - Es ist bis zum 10. Tag des
Folgemonats ein Bericht zum Abrechnungsstand je Arzt durch den Auftragnehmer abzugeben.
Etwaige Rückstände sind unverzüglich bei Bekanntwerden dem Auftraggeber anzuzeigen. -
Berichte/Übersichten nach den Vorgaben des Auftraggebers (Mindestangaben: Fall-Nummer,
Rechnungsnummer, Patientennamen, Geburtsdatum des Patienten, Behandlungsdatum,
Leistungsziffern, Rechnungssumme, etc. jeweils unterteilt nach Fachgebiet und Arzt-Nummer)
- insbesondere: x Rechnungsausgangslisten (monatlich/vierteljährlich, jährlich) x Berichte über
die Abrechnungsqualität (monatlich/vierteljährlich, jährlich): geeignete Kennzahlen für die
Bewertung der Abrechnungsqualität u.a. Rechnungsdurchschnitt je Arzt und Behandlungsart x
Zahlungseingangsberichte (monatlich/vierteljährlich, jährlich) - wenn das
Forderungsmanagement vom Auftragnehmer durchgeführt wird x Offene Posten-Liste
(monatlich/vierteljährlich, jährlich) - wenn das Forderungsmanagement vom Auftragnehmer
durchgeführt wird x Debitorenlaufzeit - wenn das Forderungsmanagement vom Auftragnehmer
durchgeführt wird x Abgabenberechnungen für Pool- und Beteiligung (vierteljährlich bzw.
jährlich) x Stornierungslisten unter Angabe von Neuberechnungen (mit Auswertung von
Stornogründen, zum Beispiel fehlende Wahlarztvereinbarung), Teilstornos (ebenfalls mit
Begründung) und Niederschlagungen mit Einzelbegründung (vierteljährlich) x
Abschreibungslisten mit Einzelbegründung bei uneinbringlichen Forderungen und
unentgeltlichen Leistungen (monatlich)- wenn das Forderungsmanagement vom
Auftragnehmer durchgeführt wird x Sach- bzw. Materialkostenauswertungen x Weitergehende
statistische Auswertungen und Analysen nach Wahl und Absprache mit dem Auftraggeber. -
Information der Administration des Universitätsklinikums über erbrachte und nicht im Rahmen
der Privatliquidation abrechenbare Leistungen (zum Beispiel aufgrund fehlender
Wahlarztvereinbarung oder aufgrund von Änderungen im Versicherungsstatus) mit
Dokumentation der Fälle unter Angabe des Grunds. - Abgabenberechnungen nach den
Vorgaben des Auftraggebers unterteilt nach Fachgebiet / Klinik / und Abteilungsleiter: Für alle
ambulanten Leistungen ist eine Aufstellung der Sachkosten nach der Spalte 6 des DKG-NT
(Deutsche-Krankenhausgesellschaft-Normaltarif) sowie für die stationären Leistungen eine
Aufstellung über die Höhe der erbrachten technischen und persönlichen Leisutngen nach der
BPflV / KHEntG, die sog. GSG-Abgabe, zu erstellen. Folgende erweiterte Controlling- und
Managementmaßnahmen sind zu erfüllen: - Benchmarking: Der Auftragnehmer führt einmal
pro Halbjahr unaufgefordert sowie ggf. zusätzlich auf Anforderung durch den Auftraggeber
einen anonymisierten Datenvergleich mit vergleichbaren Leistungseinheiten bzw. Zentren
anderer Maximalversorger, insbesondere zu durchschnittlichen Fallwerten (stationär und
ambulant) durch und stellt, bei Einverständnis der anderen Zentren, die Ergebnisse einmal
jährlich, getrennt nach Fachbereich, dem Universitätsklinikum zur Verfügung. Es erfolgt
seitens des Auftragnehmers die Information an den Auftraggeber, die Analyse der
Abweichungen und die Abstimmung mit dem Auftraggeber zur weiteren Vorgehensweise. -
Der Auftragnehmer führt einmal pro Halbjahr unaufgefordert sowie ggf. auf Anforderung durch
den Auftraggeber einen zeitlichen Vergleich zwischen einzelnen Abrechnungsperioden
(jahresbezogen) durch und informiert den Auftraggeber über Auffälligkeiten. Es erfolgt seitens
des Auftragnehmers die Information an den Auftraggeber, die Analyse der Abweichungen und
die Abstimmung mit dem Auftraggeber zur weiteren Vorgehensweise. - Ermittelte
Managementkennzahlen werden mit dem Auftraggeber abgestimmt und aggregiert über alle
Fachabteilungen graphisch zur Verfügung gestellt. - Darüberhinausgehende Serviceelemente:
x Der Auftragnehmer erkennt signifikante Mängel im Abrechnungsgeschehen proaktiv und
schlägt dem Auftraggeber Maßnahmen zur Verbesserung vor. x Der Auftragnehmer berichtet
einmal im Halbjahr zum Beschwerdemanagement, das sich aus der Korrespondenz zwischen
Auftragnehmer und Privatpatienten ergibt x Der Auftragnehmer hat das
Beschwerdemanagement auf mehrere Mitarbeiterxinnen unterhalb der
Geschäftsführungsebene verteilt. Die Anforderungen werden nach ihrer Ausprüfung nach
folgendem Punkteschema bewertet: Controlling / Inhaltliche Konzeption: 7 Punkte: Ideale
Konzeption (u.a. Angabe vergleichbarer Maximalversorger) 3 Punkte: Durchschnittliche
Konzeption 2 Punkte: Minimale Konzeption Permanente Schwachstellenanalyse: 4 Punkte:
Umfassende Analyse 2 Punkte: Standardisierte Analyse Konzeption
Beschwerdemanagement: 4 Punkte: Umfassende Konzeptionierung 2 Punkte: Standardisierte
Konzeptionierung Punktwert Service-/Controllingkonzept = Punktwert Controlling +
Punktwert Schwachstellenanalyse + Punktwert Beschwerdemanagement Im
Zuschlagskriterium Service-/Controllingkonzept kann somit eine Maximalpunktzahl von 15
Punkten erreicht werden.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium Zahl: 15
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Mitarbeiterkonzept
Beschreibung: Für die ausgeschriebene Leistung hat der Bieter in freier Form die Darstellung
eines Mitarbeiterkonzepts einzureichen. Aus dem Mitarbeiterkonzept muss der ausschließliche
Einsatz von befähigtem und qualifiziertem Personal hervorgehen (vgl. Anlage 1 zum
Anschreiben, Ziffer 14). Hierbei gelten folgende Mindestanforderungen: a. Die
abzurechnenden Fachbereiche müssen inhaltlich durch einen hauptverantwortlichen
Mitarbeiter betreut werden, der dem Auftraggeber namentlich zu benennen ist. Ein
Personalwechsel ist dem Auftraggeber während der Vertragslaufzeit unverzüglich anzuzeigen.
b. Dieser/diese für die abzurechnenden Fachbereiche hauptverantwortliche(r) Mitarbeiter
/Mitarbeiterin muss mindestens über eine medizinische oder kaufmännische Ausbildung und
eine Zusatzausbildung im Bereich Abrechnung verfügen. Diese sind: - Kaufmännische
Ausbildung (z.B. Kauffrau / Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann / -kauffrau o.
ä.) - Medizinische Ausbildung (z.B. Medizinischer Fachangestellter (m/w), Medizinisch-
technischer Assistent (m/w), Operationstechnischer Assistent (m/w) o.ä.) - Zusatzausbildung/-
fortbildung im Bereich Abrechnung (z.B. Assistent für medizinische Abrechnung (m/w),
Medizinischer Dokumentationsassistent (m/w), Medizinische Kodierfachkraft (m/w) o.ä.) Die
für die Abrechnung hauptverantwortlichen Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen verfügen über eine
mindestens zweijährige einschlägige Berufserfahrung in der GOÄ-Abrechnung. Neben den
hauptverantwortlichen Mitarbeitern kann es weitere Mitarbeiter im Team geben, für die die o.g.
Ausbildungsvoraussetzungen 1:1 gelten, die aber neben einer einschlägigen Berufserfahrung
erst eine einjährige Berufserfahrung in der GOÄ- Abrechnung haben. Der Auftragnehmer
sollte in seiner Konzeption angeben, für wie viele andere universitäre Häuser bzw. Häuser der
Maximalversorgung der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin die Abrechnung durchführt. c. Die
Mitarbeiter, welche die Privatliquidation eines Fachbereichs betreuen bzw. abrechnen, sind für
diese Fachdisziplin besonders geschult und werden laufend fortgebildet. Zusätzlich zu den
Ausbildungs- und Berufserfahrungskriterien werden die Mitarbeiter wie folgt fortgebildet: -
Mindestens jährliche Schulung der Mitarbeiter bzgl. gesetzlicher und rechtlicher Änderungen
im Bereich der Abrechnung. - Die Durchführung der Schulungen sollte von einem dafür
spezialisierten externen Anbieter oder durch dafür besonders qualifizierte Referenten (bspw.
Juristen o.ä., extern oder interner Mitarbeiter) erfolgen. Der Nachweis über eine hinreichende
Qualifikation ist den Angebotsunterlagen zwingend beizufügen. d. Für rechtliche
Fragestellungen im Zusammenhang mit der Abrechnung der Privatliquidation stehen Juristen
mit speziellen Kenntnissen bzw. Ausbildung im Medizinrecht und Abgaben- recht dem
Auftragnehmer zur Verfügung. Eine Übersicht der Juristen ist in den Angebotsunterlagen
separat aufzuführen. e. Das Mitarbeiterkonzept ist in den Angebotsunterlagen darzulegen. Der
Auftragnehmer sollte in seiner Konzeption angeben, für welche Fachbereiche der
Auftragnehmer auch in welcher Anzahl für andere universitäre Häuser bzw. Häusern der
Maximalversorgung die Abrechnung durchführt. Die Anforderungen werden nach folgendem
Punkteschema bewertet: Höchster Zielerfüllungsgrad: 10 bis 8 Punkte Hoher
Zielerfüllungsgrad: 7 bis 5 Punkte Durchschnittlicher Zielerfüllungsgrad: 4 bis 2 Punkte
Geringer Zielerfüllungsgrad: 1 Punkt Nichterfüllung: 0 Punkte Punktwert Mitarbeiterkonzept =
Erreichte Punktzahl x Faktor 3 Im Zuschlagskriterium Mitarbeiterkonzept kann somit eine
Maximalpunktzahl von 30 Punkten erreicht werden.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium Zahl: 30
5.1.11. Auftragsunterlagen
Sprachen, in denen die Auftragsunterlagen offiziell verfügbar sind: Deutsch
Frist für die Anforderung zusätzlicher Informationen: 20/07/2026 23:59:59 (UTC+02:00)
Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Internetadresse der Auftragsunterlagen: https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice
/CXRAYY6Y5PQ/documents
Ad-hoc-Kommunikationskanal:
URL: https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice/CXRAYY6Y5PQ
5.1.12. Bedingungen für die Auftragsvergabe
Bedingungen für die Einreichung:
Elektronische Einreichung: Erforderlich
Adresse für die Einreichung: https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice/CXRAYY6Y5PQ
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch
Elektronischer Katalog: Nicht zulässig
Varianten: Nicht zulässig
Die Bieter können mehrere Angebote einreichen: Zulässig
Frist für den Eingang der Angebote: 05/08/2026 13:00:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit,
Mitteleuropäische Sommerzeit
Dauer, während der das Angebot gültig bleiben muss: 3 Monate
Informationen, die nach Ablauf der Einreichungsfrist ergänzt werden können:
Nach Ermessen des Käufers können alle fehlenden Bieterunterlagen nach Fristablauf
nachgereicht werden.
Zusätzliche Informationen: Nach Ermessen des Käufers können alle fehlenden
Bieterunterlagen nach Fristablauf nachgereicht werden.
Informationen über die öffentliche Angebotsöffnung:
Eröffnungstermin: 05/08/2026 13:00:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische
Sommerzeit
Ort des Eröffnungstermins: Universitätsklinikum Heidelberg, Berliner Straße 10, 69120
Heidelberg
Eröffnungstermin Beschreibung: mind. 2 Vertreter des Auftraggebers, Bieter sind nicht
zugelassen
Auftragsbedingungen:
Die Auftragsausführung muss im Rahmen von Programmen für geschützte
Beschäftigungsverhältnisse erfolgen: Noch nicht bekannt
Bedingungen für die Ausführung des Auftrags: Alle im Zusammenhang mit diesem
Vergabeverfahren erlangten Informationen sind vom Bieter vertraulich zu behandeln. Als
vertraulich gelten insbesondere alle Unterlagen, die der Bieter über die Vergabeplattform
erhält. Die vertraulichen Informationen dürfen ausschließlich für die Zusammenarbeit mit dem
Universitätsklinikum Heidelberg im Zuge des Vergabeverfahrens sowie des ggf. erteilten
Auftrags verwendet werden.
Elektronische Rechnungsstellung: Erforderlich
Aufträge werden elektronisch erteilt: nein
Zahlungen werden elektronisch geleistet: nein
5.1.15. Techniken
Rahmenvereinbarung:
Keine Rahmenvereinbarung
Informationen über das dynamische Beschaffungssystem:
Kein dynamisches Beschaffungssystem
5.1.16. Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Vergabekammer Baden-Württemberg
Informationen über die Überprüfungsfristen: Ein Antrag auf Einleitung eines
Nachprüfungsverfahrens ist entsprechend § 160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit 1) der
Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des
Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von
10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt, 2)
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht
spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder
zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3) Verstöße gegen
Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis
zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber
gerügt werden, 4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers,
einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf
Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz
1 Satz 2 bleibt unberührt.
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt:
Universitätsklinikum Heidelberg
Organisation, die Teilnahmeanträge entgegennimmt: Universitätsklinikum Heidelberg
5.1. Los: LOT-0006
Titel: Labore
Beschreibung: Klinikliquidation - Abrechnung von privat- und wahlärztlichen Leistungen im
Universitätsklinikum Heidelberg gemäß der beiliegenden Vergabeunterlagen. Die Leistung ist
in die sechs nachfolgenden Ausschreibungslose aufgeteilt: - Los 1: Chirurgie - Los 2: Innere
Medizin und Psychosoziale Medizin - Los 3: Kopfklinik - Los 4: Frauenheilkunde,
Dermatologie, Kinder- und Jugendmedizin - Los 5: Radiologie - Los 6: Labore Die Bieter
können ein Angebot für ein Los oder mehrere Lose abgeben.
Interne Kennung: 6
5.1.1. Zweck
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Haupteinstufung (cpv): 79210000 Rechnungslegung und -prüfung
Zusätzliche Einstufung (cpv): 79999200 Rechnungsstellung
5.1.2. Erfüllungsort
Postanschrift: Im Neuenheimer Feld 672
Stadt: Heidelberg
Postleitzahl: 69120
Land, Gliederung (NUTS): Heidelberg, Stadtkreis (DE125)
Land: Deutschland
5.1.3. Geschätzte Dauer
Datum des Beginns: 01/10/2026
Enddatum der Laufzeit: 30/09/2028
5.1.4. Verlängerung
Maximale Verlängerungen: 2
Weitere Informationen zur Verlängerung: Zweimalige Option, die Vertragslaufzeit um jeweils
ein weiteres Vertragsjahr zu verlängern, die seitens des Auftraggebers gezogen werden kann
(bis 30.09.2029 bzw. 30.09.2030).
5.1.6. Allgemeine Informationen
Vorbehaltene Teilnahme:
Teilnahme ist nicht vorbehalten.
Die Namen und beruflichen Qualifikationen des zur Auftragsausführung eingesetzten
Personals sind anzugeben: Erforderlich für das Angebot
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: ja
Diese Auftragsvergabe ist auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geeignet: nein
5.1.7. Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Keine strategische Beschaffung
5.1.9. Eignungskriterien
Quellen der Auswahlkriterien: Bekanntmachung
Kriterium: Andere wirtschaftliche oder finanzielle Anforderungen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Bankauskunft oder Bankerklärung über die finanzielle
und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zur Durchführung des Auftrags (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 3.1).
Kriterium: Allgemeiner Jahresumsatz
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Erklärung über den Gesamtumsatz des Unternehmens
sowie den Umsatz bezüglich der zu erbringenden Leistungen, jeweils bezogen auf die letzten
drei Geschäftsjahre, die Anzahl der durchschnittlich abgerechneten Fälle (amb./stat.) sowie
die Zahl der Beschäftigten im Unternehmen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 3.2 bis 3.4).
Der Erklärung sind Bilanzen oder Bilanzauszüge des Unternehmens beizufügen, sofern deren
Veröffentlichung vorgeschrieben ist.
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Der Bieter verfügt über die Fähigkeit zur Abrechnung
aller am Universitätsklinikum Heidelberg vertretenen Fachrichtungen und Behandlungsformen
(voll- und teilstationär und ambulant) sowie über Kenntnisse zur Einhaltung aller einschlägigen
gesetzlichen Bestimmungen (Bsp. GOÄ, GOZ, HNTVO, KHG, etc.) und anerkannten
Abrechnungsmöglichkeiten. Der Bieter gibt dazu je Los, auf welches sich der Bieter bewirbt,
die Erklärung ab, dass er in der Lage ist, für alle genannten Fachdisziplinen die Abrechnung
zu leisten und über Kenntnisse über die geltenden gesetzlichen Bestimmungen und
Abrechnungsmöglichkeiten zu verfügen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 4.1).
Kriterium: Referenzen zu bestimmten Dienstleistungen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Je Los bestehen mindestens drei Jahre Erfahrungen mit
der Bearbeitung und Abwicklung von Abrechnungen im Bereich von Universitätsklinika oder
Großkliniken (= mind. 900 Betten) sowie die Fähigkeit, die Abrechnung für alle am
Universitätsklinikum Heidelberg in Frage kommenden spezialisierten Fachdisziplinen des
jeweiligen Loses leisten zu können. Der Bieter weist mindestens zwei deutsche
Universitätsklinika oder Großkliniken (= mind. 900 Betten) aus, in denen die ausgeschriebene
Leistung in den letzten drei Jahren erbracht wurde, als Referenz vor und reicht für jede
Referenz eine Bestätigung des jeweiligen Referenzgebers ein (Anlage 3 zum Anschreiben,
Ziffer 4.2; Anlage 3.1 zum Anschreiben).
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Abwicklung der Rechnungsstellung, der
Honorarvereinbarungen und wahlärztlichen Vereinbarungen sowie des kompletten
Schriftwechsels bei internationalen Patienten mindestens in englischer Sprache. Bei Patienten
aus dem Internationalen Sprachraum ist eine Übersetzung der jeweiligen Vereinbarungen,
Rechnungen und des gesamten Schriftwechsels zwingend erforderlich (vgl. Anlage 2 zum
Anschreiben, Ziffer 8).
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Beachtung der gesetzlichen Vorschriften über den
Datenschutz (im Besonderen: Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO),
Landesdatenschutzgesetz Baden-Württemberg, Bundesdatenschutzgesetz,
Landeskrankenhausgesetz und § 203 Strafgesetzbuch) sowie aller entsprechend
ergänzenden Vorschriften und Anlagen dieser Ausschreibung, sowie Verpflichtung der
Mitarbeiter des Bieters in Hinblick auf den Datenschutz, über alle Informationen und Daten, die
von Kliniken, Ärzten und Patienten stammen, Stillschweigen zu bewahren (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 6). Besondere Anforderungen hierzu: - Der Bieter muss die beigefügten
AVV, TOMs, die Eigenerklärung zu Datenschutz und IT-Sicherheit sowie das Verzeichnis über
Subunternehmer beifügen (Anlagen 5.1 bis 5.4 zum Anschreiben). - Die Mitarbeiter der Firma
müssen vom Bieter auf das Datengeheimnis gemäß den gesetzlichen Vorschriften verpflichtet
sein, auf ihre Schweigepflicht hingewiesen und vertraglich zur Geheimhaltung verpflichtet
werden.
Kriterium: Eintragung in ein relevantes Berufsregister
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Nachweis des Eintrags des bietenden Unternehmens im
Berufs- oder Handelsregister und Einreichung mit dem Angebot (Anlage 3 zum Anschreiben,
Ziffer 1.1).
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Einreichung eines schlüssigen und nachvollziehbaren
Notfall- und Havariekonzepts. Für den Fall von Störungen im eigenen Betriebsablauf hat der
Auftragnehmer mit einem Havariekonzept die Abrechnung der Privatliquidation durchgehend
sicherzustellen und zu gewährleisten. Zu den Störungsausfällen gehören insbesondere -
Krankheitsbedingter Ausfall von Personal - Störungen im Bereich der EDV, Datenübertragung,
Netzwerkverbindungen etc. Ein schlüssiges und nachvollziehbares Havariekonzept ist
zusammen mit dem Formblatt für das Angebot bei Abgabe der Bewerbungsunterlagen
entsprechend vorzulegen und nachzuweisen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 6). Das
schlüssige Havariekonzept muss mindestens; - Regelungen zum krankheitsbedingten Ausfall
von Personal enthalten, - Ersatzmaßnahmen beschreiben, wie im Fall der Störungen im
Bereich der EDV, Datenübertragung, Netzwerkverbindungen die reibungslose Abrechnung
aufrechterhalten wird, - Regelungen und Erklärungen zur Garantie zu den 4 im Folgenden
genannten Punkten enthalten: 1. Der Auftragnehmer garantiert für eilige Rechnungen (zum
Beispiel Rechnungen an internationale Patienten auf der Durchreise etc.) eine 24-stündige
Erreichbarkeit an 7 Tagen der Woche. 2. Der Auftragnehmer stellt hierzu einen telefonischen
Ansprechpartner zur Verfügung, der in der Lage ist, die Rechnung anhand zugesandter
Leistungsdaten zu erstellen und in verschlüsselter Form per E-Mail oder per Fax an die
zuständige Klinik bzw. Fachabteilung zu senden. 3. Bei Bedarf erstellt der Auftragnehmer
auch kurzfristig einen Kostenvoranschlag für eine Behandlung und übermittelt das Ergebnis an
die anfragende Stelle. Insbesondere für internationale Patienten müssen Kostenvoranschläge
zeitnah (innerhalb 4 Stunden) erstellt werden. 4. Gleiches gilt für die Überlassung von
Patientenakten an Wochenenden in Notfällen.
Kriterium: Sicherheit bei der Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von klassifizierten
Informationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Die Fähigkeit, Leistungsdaten, die in Form von
elektronischen Formularen oder Listen dem Bieter vorliegen, entsprechend zu archivieren
bzw. zu vernichten. Die Bieter müssen den Nachweis erbringen können, dass die
rechnungsbegründenden und buchhaltungsrelevanten Unterlagen nach den Vorgaben des
Handels- und Steuerrechts archiviert und nach den Grundsätzen zur ordnungsmäßigen
Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer
Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) vorgehalten werden. Bestätigung darüber, dass über
eine entsprechende Software verfügt wird, die den Anforderungen nach der Abgabenordnung
und dem Steuerrecht, auf denen auch die GoBD´s (=Grundsätze zur ordnungsmäßigen
Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer
Form sowie zum Datenzugriff) beruhen, genügt (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 5.2).
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Ausschließlich Einsatz von befähigtem und
qualifiziertem Personal für die Leistungserbringung (vgl. Anlage 1 zum Anschreiben, Ziffer 14;
Anlagen 3.2 und 3.3 zum Anschreiben).
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Ausschließlich Einsatz von Mitarbeitern für die
Auftragsausführung am Universitätsklinikum Heidelberg, die die deutsche Sprache in Wort und
Schrift beherrschen.
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Angebot und Gewährleistung einer professionellen
Organisations- und Prozessberatung mit Schulung der Mitarbeiter des Universitätsklinikums,
die an der Privatliquidation beteiligt sind (vgl. Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14 bis 15;
Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 6). Vor Beginn der Zusammenarbeit mit den jeweiligen
Fachabteilungen/Kliniken überprüft der Auftragnehmer die Abläufe und Organisation der
Dokumentation und der Datenbereitstellung vor Ort und unterbreitet dem Universitätsklinikum
Heidelberg ggfls. Verbesserungsvorschläge. a. Der Auftragnehmer schult in regelmäßigen
Abständen das mit der Dokumentation befasste Personal des Universitätsklinikums
Heidelberg mit dem Ziel einer vollständigen und abrechnungsfähigen Leistungserfassung.
Diese Schulungen erfolgen vor Ort in den jeweiligen Fachabteilungen auf Kosten des
Auftragnehmers. Die Durchführung der Schulung/der Schulungen sind von einem dafür
spezialisierten und besonders qualifizierten Mitarbeiter (Fachgebietsleiter,
Hauptverantwortlicher für einen inhaltlich zusammenhängenden Fachbereich) des
Auftragnehmers oder eines besonders qualifizierten externen Referenten durchzuführen. b.
Zur Sicherstellung einer vollständigen Dokumentation der Patientenakte und ggf.
Leistungsformulare bietet der Auftragnehmer fortlaufende Schulungen der betroffenen
Mitarbeiter des Auftraggebers (Ärzte, Sekretariate und Verwaltungsangestellte) an. c. Diese
finden bereits im Vorfeld der Abrechnungsübernahme statt und bei Bedarf auch während der
Vertragslaufzeit. Der Auftragnehmer stellt die notwendigen Formulare und Unterlagen zur
Verfügung. Auch diese Schulungen sind von einem dafür spezialisierten und besonders
qualifizierten Mitarbeiter (Fachgebietsleiter, Hauptverantwortlicher für einen inhaltlich
zusammenhängenden Fachbereich) des Auftragnehmers oder eines besonders qualifizierten
externen Referenten durchzuführen (Angaben hierzu bitte in Form von Anlage 3.3 zum
Anschreiben). d. Zur Schulung gehört auch die fortlaufende Begleitung der betreffenden
klinikinternen Abläufe und deren kontinuierliche Verbesserung. Der Nachweis bzw. die
Bestätigung über die Gewährleistung einer professionellen Organisations- und
Prozessberatung inkl. Schulungsmöglichkeit mit den o.g. Mindestanforderungen ist im
Rahmen der Bietererklärung vom Bieter abzugeben (vgl. Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14
bis 15).
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Beschreibung der technischen Ausrüstung sowie der
Maßnahmen des bietenden Unternehmens zur Qualitätssicherung (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 5.1).
Kriterium: Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Einreichung eines Mitarbeiterkonzepts mit
nachfolgenden Inhalten und Erklärungen (in freier Form): a. Angabe der Qualifikation
/Ausbildung, Zusatzqualifikationen, Berufserfahrung und Erfahrungen im Fachgebiet der
hauptverantwortlichen Mitarbeiter für die inhaltlich zusammengehörenden Fachbereiche.
Hinsichtlich der Mindestanforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiter vgl. Anschreiben an
Bieter, Ziffer 10c) sowie Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14. b. Angabe der regelmäßig
stattfindenden Weiterbildungen der hauptverantwortlichen Mitarbeiter. Hinsichtlich der
Mindestanforderungen zu Weiterbildungen der Mitarbeiter vgl. Anschreiben an Bieter, Ziffer
10c) sowie Anlage 2 zum Anschreiben, Ziffer 14. c. Angabe der Weiterbildungen im Bereich
neue Rechtsprechung und Gesetze der hauptverantwortlichen Mitarbeiter je Fachdisziplin. d.
Erklärung, dass für rechtliche Fragestellungen im Zusammenhang mit der Abrechnung privat-
und wahlärztlicher Leistungen mindestens 1 im Fachbereich Medizinrecht /
Abrechnungsfragen ausgebildeter Jurist oder Juristin zur Verfügung steht (Anlage 3.2 zum
Anschreiben). e. Erklärung, dass die Mitarbeiter, die für die Privatliquidation im Auftrag des
Universitätsklinikums tätig sind, der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig sind.
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Erklärung über die Gewährleistung einer 24-stündigen
Erreichbarkeit gemäß den Bedingungen der Leistungsbeschreibung (Anlage 3 zum
Anschreiben, Ziffer 6). Erklärung einer werktäglichen telefonischen Erreichbarkeit für den
Auftraggeber zwischen 09:00-17:00 Uhr durch einen hinreichend qualifizierten Mitarbeitenden
des Auftragnehmers.
Kriterium: Werkzeuge, Anlagen oder technische Ausrüstung
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Nachweis, dass der Bieter in der Lage ist, bei
elektronischer Übermittlung der zur Abrechnung gelangenden Daten einen Remote-Zugriff
(wird vom Klinikum eingerichtet) zu nutzen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 5.2).
Kriterium: Berufliche Risikohaftpflichtversicherung
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Branchenübliche Haftpflichtversicherung für Personen-
und Sachschäden sowie eine Betriebs- und Vermögensschadenshaftpflichtversicherung zur
Abdeckung sämtlicher Schäden, die unter diesem Auftrag entstehen können. Die Höhe der
Mindestdeckungssumme entspricht mindestens folgenden Vorgaben: pauschal 5.000.000
Euro für Personen- und 5.000.000 Euro für sonstige Schäden (Sach- und
Vermögensschäden). Die Versicherungspolice ist zusammen mit dem Angebot einzureichen.
Alternativ ist eine Erklärung eines in der EU zugelassenen Versicherungsunternehmens
einzureichen, im Auftragsfall eine Versicherungspolice mit dem Bieter (als Auftragnehmer) in
der o.g. Höhe abzuschließen (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 5.3).
Kriterium: Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität
Beschreibung des Auswahlkriteriums: 1. Auszug aus dem Bundeszentralregister der für die
Führung der Geschäfte des Bieters verantwortlichen Person(en). Anstelle des Auszugs aus
dem Bundeszentralregister können diese Personen auch eine eidesstattliche Versicherung
darüber abgeben, dass sie nicht wegen eines in § 123 GWB aufgeführten Deliktes
rechtskräftig verurteilt sind (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 2.4).
Kriterium: Eintragung in ein relevantes Berufsregister
Beschreibung des Auswahlkriteriums: Bescheinigung über die Zugehörigkeit zur
Berufsgenossenschaft und zu Fachverbänden (Anlage 3 zum Anschreiben, Ziffer 2.5).
5.1.10. Zuschlagskriterien
Kriterium:
Art: Preis
Bezeichnung: Angebotspreis
Beschreibung: Angebotspreis (ohne Forderungsmanagement) = (Liquidationsvolumen nach
Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 70%) x angebotenem Prozentsatz stationär mit
Patientenakten (digital/Papier) ohne Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen nach
Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 20%) x angebotenem Prozentsatz stationär mit
vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen
nach Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 10 %) x eingereichter Prozentsatz stationär mit
elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen ambulant x
50%) x angebotenem Prozentsatz ambulant mit Patientenakten (digital/Papier) ohne
Forderungsmanagement + (Liquidationsvolumen ambulant x 40%) x angebotenem Prozentsatz
ambulant mit vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement +
(Liquidationsvolumen ambulant x 10%) x eingereichtem Prozentsatz ambulant mit
elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement Angebotspreis (mit
Forderungsmanagement) = (Liquidationsvolumen nach Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x
70%) x (angebotenem Prozentsatz stationär mit Patientenakten (digital/Papier) ohne
Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener Prozentsatz für das optionale
Forderungsmanagement Patientenakten (digital/Papier)) + (Liquidationsvolumen nach
Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 20%) x (angebotenem Prozentsatz stationär mit
vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement vorausgefüllte Leistungsformulare) +
(Liquidationsvolumen nach Minderung gem. § 6 GOÄ stationär x 10 %) x (eingereichter
Prozentsatz stationär mit elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement +
zusätzlich angebotener Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement elektronischer
Datenträger) + (Liquidationsvolumen ambulant x 50%) x (angebotenem Prozentsatz ambulant
mit Patientenakten (digital/Papier) ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement Patientenakten (digital/Papier)) +
(Liquidationsvolumen ambulant x 40%) x (angebotenem Prozentsatz ambulant mit
vorausgefüllten Leistungsformularen ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement vorausgefüllte Leistungsformulare)) +
(Liquidationsvolumen ambulant x 10%) x (eingereichtem Prozentsatz ambulant mit
elektronischem Datenträger ohne Forderungsmanagement + zusätzlich angebotener
Prozentsatz für das optionale Forderungsmanagement elektronischer Datenträger)
Angebotspreis = (Summe der angebotenen Abrechnungsgebühren (ohne
Forderungsmanagement) x 50%) + (Summe der angebotenen Abrechnungsgebühren (mit
Forderungsmanagement) x 50 %) Punktwert des jeweiligen Bieters = (Angebotspreis des
Bieters mit dem niedrigsten Angebotspreis / Angebotspreis des jeweiligen Bieters) x 55 % Die
aufgeführten Liquidationsvolumina sind in Anlage 1 zum Anschreiben
Leistungsbeschreibung unter Ziffer 1 ausgewiesen.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium Zahl: 55
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Service-/Controllingkonzept
Beschreibung: Für die ausgeschriebene Leistung hat der Bieter in freier Form die Darstellung
eines Service-/Controllingkonzepts einzureichen. Die nachfolgenden Mindestanforderungen
sind hierbei zu erfüllen und im Rahmen des einzureichenden Service-/Controllingkonzepts zu
berücksichtigen. Hierbei gelten folgende Mindestanforderungen: - Der Auftragnehmer stellt
eine werktägliche telefonische Erreichbarkeit sowohl für Patienten und Mitarbeitende des
Auftraggebers sicher. - Für das interne Berichtswesen, welches durch den Geschäftsbereich
Erlösmanagement koordiniert wird, sind die vom Auftraggeber definierten Statistikdaten bis
zum 10. des Folgemonats auf Datenträger und/oder über ein Kundenportal einzustellen. Die
Statistiken sind nach Vorgabe des Auftraggebers u.a. nach Rechnungsausgangszeitraum und
Behandlungszeitraum sowie nach Ärzten bzw. Konten und Kalenderjahr getrennt zu erstellen.
Mindestens ist folgendes Standardberichtswesen zu erbringen: - Es ist bis zum 10. Tag des
Folgemonats ein Bericht zum Abrechnungsstand je Arzt durch den Auftragnehmer abzugeben.
Etwaige Rückstände sind unverzüglich bei Bekanntwerden dem Auftraggeber anzuzeigen. -
Berichte/Übersichten nach den Vorgaben des Auftraggebers (Mindestangaben: Fall-Nummer,
Rechnungsnummer, Patientennamen, Geburtsdatum des Patienten, Behandlungsdatum,
Leistungsziffern, Rechnungssumme, etc. jeweils unterteilt nach Fachgebiet und Arzt-Nummer)
- insbesondere: x Rechnungsausgangslisten (monatlich/vierteljährlich, jährlich) x Berichte über
die Abrechnungsqualität (monatlich/vierteljährlich, jährlich): geeignete Kennzahlen für die
Bewertung der Abrechnungsqualität u.a. Rechnungsdurchschnitt je Arzt und Behandlungsart x
Zahlungseingangsberichte (monatlich/vierteljährlich, jährlich) - wenn das
Forderungsmanagement vom Auftragnehmer durchgeführt wird x Offene Posten-Liste
(monatlich/vierteljährlich, jährlich) - wenn das Forderungsmanagement vom Auftragnehmer
durchgeführt wird x Debitorenlaufzeit - wenn das Forderungsmanagement vom Auftragnehmer
durchgeführt wird x Abgabenberechnungen für Pool- und Beteiligung (vierteljährlich bzw.
jährlich) x Stornierungslisten unter Angabe von Neuberechnungen (mit Auswertung von
Stornogründen, zum Beispiel fehlende Wahlarztvereinbarung), Teilstornos (ebenfalls mit
Begründung) und Niederschlagungen mit Einzelbegründung (vierteljährlich) x
Abschreibungslisten mit Einzelbegründung bei uneinbringlichen Forderungen und
unentgeltlichen Leistungen (monatlich)- wenn das Forderungsmanagement vom
Auftragnehmer durchgeführt wird x Sach- bzw. Materialkostenauswertungen x Weitergehende
statistische Auswertungen und Analysen nach Wahl und Absprache mit dem Auftraggeber. -
Information der Administration des Universitätsklinikums über erbrachte und nicht im Rahmen
der Privatliquidation abrechenbare Leistungen (zum Beispiel aufgrund fehlender
Wahlarztvereinbarung oder aufgrund von Änderungen im Versicherungsstatus) mit
Dokumentation der Fälle unter Angabe des Grunds. - Abgabenberechnungen nach den
Vorgaben des Auftraggebers unterteilt nach Fachgebiet / Klinik / und Abteilungsleiter: Für alle
ambulanten Leistungen ist eine Aufstellung der Sachkosten nach der Spalte 6 des DKG-NT
(Deutsche-Krankenhausgesellschaft-Normaltarif) sowie für die stationären Leistungen eine
Aufstellung über die Höhe der erbrachten technischen und persönlichen Leisutngen nach der
BPflV / KHEntG, die sog. GSG-Abgabe, zu erstellen. Folgende erweiterte Controlling- und
Managementmaßnahmen sind zu erfüllen: - Benchmarking: Der Auftragnehmer führt einmal
pro Halbjahr unaufgefordert sowie ggf. zusätzlich auf Anforderung durch den Auftraggeber
einen anonymisierten Datenvergleich mit vergleichbaren Leistungseinheiten bzw. Zentren
anderer Maximalversorger, insbesondere zu durchschnittlichen Fallwerten (stationär und
ambulant) durch und stellt, bei Einverständnis der anderen Zentren, die Ergebnisse einmal
jährlich, getrennt nach Fachbereich, dem Universitätsklinikum zur Verfügung. Es erfolgt
seitens des Auftragnehmers die Information an den Auftraggeber, die Analyse der
Abweichungen und die Abstimmung mit dem Auftraggeber zur weiteren Vorgehensweise. -
Der Auftragnehmer führt einmal pro Halbjahr unaufgefordert sowie ggf. auf Anforderung durch
den Auftraggeber einen zeitlichen Vergleich zwischen einzelnen Abrechnungsperioden
(jahresbezogen) durch und informiert den Auftraggeber über Auffälligkeiten. Es erfolgt seitens
des Auftragnehmers die Information an den Auftraggeber, die Analyse der Abweichungen und
die Abstimmung mit dem Auftraggeber zur weiteren Vorgehensweise. - Ermittelte
Managementkennzahlen werden mit dem Auftraggeber abgestimmt und aggregiert über alle
Fachabteilungen graphisch zur Verfügung gestellt. - Darüberhinausgehende Serviceelemente:
x Der Auftragnehmer erkennt signifikante Mängel im Abrechnungsgeschehen proaktiv und
schlägt dem Auftraggeber Maßnahmen zur Verbesserung vor. x Der Auftragnehmer berichtet
einmal im Halbjahr zum Beschwerdemanagement, das sich aus der Korrespondenz zwischen
Auftragnehmer und Privatpatienten ergibt x Der Auftragnehmer hat das
Beschwerdemanagement auf mehrere Mitarbeiterxinnen unterhalb der
Geschäftsführungsebene verteilt. Die Anforderungen werden nach ihrer Ausprüfung nach
folgendem Punkteschema bewertet: Controlling / Inhaltliche Konzeption: 7 Punkte: Ideale
Konzeption (u.a. Angabe vergleichbarer Maximalversorger) 3 Punkte: Durchschnittliche
Konzeption 2 Punkte: Minimale Konzeption Permanente Schwachstellenanalyse: 4 Punkte:
Umfassende Analyse 2 Punkte: Standardisierte Analyse Konzeption
Beschwerdemanagement: 4 Punkte: Umfassende Konzeptionierung 2 Punkte: Standardisierte
Konzeptionierung Punktwert Service-/Controllingkonzept = Punktwert Controlling +
Punktwert Schwachstellenanalyse + Punktwert Beschwerdemanagement Im
Zuschlagskriterium Service-/Controllingkonzept kann somit eine Maximalpunktzahl von 15
Punkten erreicht werden.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium Zahl: 15
Kriterium:
Art: Qualität
Bezeichnung: Mitarbeiterkonzept
Beschreibung: Für die ausgeschriebene Leistung hat der Bieter in freier Form die Darstellung
eines Mitarbeiterkonzepts einzureichen. Aus dem Mitarbeiterkonzept muss der ausschließliche
Einsatz von befähigtem und qualifiziertem Personal hervorgehen (vgl. Anlage 1 zum
Anschreiben, Ziffer 14). Hierbei gelten folgende Mindestanforderungen: a. Die
abzurechnenden Fachbereiche müssen inhaltlich durch einen hauptverantwortlichen
Mitarbeiter betreut werden, der dem Auftraggeber namentlich zu benennen ist. Ein
Personalwechsel ist dem Auftraggeber während der Vertragslaufzeit unverzüglich anzuzeigen.
b. Dieser/diese für die abzurechnenden Fachbereiche hauptverantwortliche(r) Mitarbeiter
/Mitarbeiterin muss mindestens über eine medizinische oder kaufmännische Ausbildung und
eine Zusatzausbildung im Bereich Abrechnung verfügen. Diese sind: - Kaufmännische
Ausbildung (z.B. Kauffrau / Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann / -kauffrau o.
ä.) - Medizinische Ausbildung (z.B. Medizinischer Fachangestellter (m/w), Medizinisch-
technischer Assistent (m/w), Operationstechnischer Assistent (m/w) o.ä.) - Zusatzausbildung/-
fortbildung im Bereich Abrechnung (z.B. Assistent für medizinische Abrechnung (m/w),
Medizinischer Dokumentationsassistent (m/w), Medizinische Kodierfachkraft (m/w) o.ä.) Die
für die Abrechnung hauptverantwortlichen Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen verfügen über eine
mindestens zweijährige einschlägige Berufserfahrung in der GOÄ-Abrechnung. Neben den
hauptverantwortlichen Mitarbeitern kann es weitere Mitarbeiter im Team geben, für die die o.g.
Ausbildungsvoraussetzungen 1:1 gelten, die aber neben einer einschlägigen Berufserfahrung
erst eine einjährige Berufserfahrung in der GOÄ- Abrechnung haben. Der Auftragnehmer
sollte in seiner Konzeption angeben, für wie viele andere universitäre Häuser bzw. Häuser der
Maximalversorgung der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin die Abrechnung durchführt. c. Die
Mitarbeiter, welche die Privatliquidation eines Fachbereichs betreuen bzw. abrechnen, sind für
diese Fachdisziplin besonders geschult und werden laufend fortgebildet. Zusätzlich zu den
Ausbildungs- und Berufserfahrungskriterien werden die Mitarbeiter wie folgt fortgebildet: -
Mindestens jährliche Schulung der Mitarbeiter bzgl. gesetzlicher und rechtlicher Änderungen
im Bereich der Abrechnung. - Die Durchführung der Schulungen sollte von einem dafür
spezialisierten externen Anbieter oder durch dafür besonders qualifizierte Referenten (bspw.
Juristen o.ä., extern oder interner Mitarbeiter) erfolgen. Der Nachweis über eine hinreichende
Qualifikation ist den Angebotsunterlagen zwingend beizufügen. d. Für rechtliche
Fragestellungen im Zusammenhang mit der Abrechnung der Privatliquidation stehen Juristen
mit speziellen Kenntnissen bzw. Ausbildung im Medizinrecht und Abgaben- recht dem
Auftragnehmer zur Verfügung. Eine Übersicht der Juristen ist in den Angebotsunterlagen
separat aufzuführen. e. Das Mitarbeiterkonzept ist in den Angebotsunterlagen darzulegen. Der
Auftragnehmer sollte in seiner Konzeption angeben, für welche Fachbereiche der
Auftragnehmer auch in welcher Anzahl für andere universitäre Häuser bzw. Häusern der
Maximalversorgung die Abrechnung durchführt. Die Anforderungen werden nach folgendem
Punkteschema bewertet: Höchster Zielerfüllungsgrad: 10 bis 8 Punkte Hoher
Zielerfüllungsgrad: 7 bis 5 Punkte Durchschnittlicher Zielerfüllungsgrad: 4 bis 2 Punkte
Geringer Zielerfüllungsgrad: 1 Punkt Nichterfüllung: 0 Punkte Punktwert Mitarbeiterkonzept =
Erreichte Punktzahl x Faktor 3 Im Zuschlagskriterium Mitarbeiterkonzept kann somit eine
Maximalpunktzahl von 30 Punkten erreicht werden.
Kategorie des Gewicht-Zuschlagskriteriums: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium Zahl: 30
5.1.11. Auftragsunterlagen
Sprachen, in denen die Auftragsunterlagen offiziell verfügbar sind: Deutsch
Frist für die Anforderung zusätzlicher Informationen: 20/07/2026 23:59:59 (UTC+02:00)
Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Internetadresse der Auftragsunterlagen: https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice
/CXRAYY6Y5PQ/documents
Ad-hoc-Kommunikationskanal:
URL: https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice/CXRAYY6Y5PQ
5.1.12. Bedingungen für die Auftragsvergabe
Bedingungen für die Einreichung:
Elektronische Einreichung: Erforderlich
Adresse für die Einreichung: https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice/CXRAYY6Y5PQ
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch
Elektronischer Katalog: Nicht zulässig
Varianten: Nicht zulässig
Die Bieter können mehrere Angebote einreichen: Zulässig
Frist für den Eingang der Angebote: 05/08/2026 13:00:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit,
Mitteleuropäische Sommerzeit
Dauer, während der das Angebot gültig bleiben muss: 3 Monate
Informationen, die nach Ablauf der Einreichungsfrist ergänzt werden können:
Nach Ermessen des Käufers können alle fehlenden Bieterunterlagen nach Fristablauf
nachgereicht werden.
Zusätzliche Informationen: Nach Ermessen des Käufers können alle fehlenden
Bieterunterlagen nach Fristablauf nachgereicht werden.
Informationen über die öffentliche Angebotsöffnung:
Eröffnungstermin: 05/08/2026 13:00:00 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische
Sommerzeit
Ort des Eröffnungstermins: Universitätsklinikum Heidelberg, Berliner Straße 10, 69120
Heidelberg
Eröffnungstermin Beschreibung: mind. 2 Vertreter des Auftraggebers, Bieter sind nicht
zugelassen
Auftragsbedingungen:
Die Auftragsausführung muss im Rahmen von Programmen für geschützte
Beschäftigungsverhältnisse erfolgen: Noch nicht bekannt
Bedingungen für die Ausführung des Auftrags: Alle im Zusammenhang mit diesem
Vergabeverfahren erlangten Informationen sind vom Bieter vertraulich zu behandeln. Als
vertraulich gelten insbesondere alle Unterlagen, die der Bieter über die Vergabeplattform
erhält. Die vertraulichen Informationen dürfen ausschließlich für die Zusammenarbeit mit dem
Universitätsklinikum Heidelberg im Zuge des Vergabeverfahrens sowie des ggf. erteilten
Auftrags verwendet werden.
Elektronische Rechnungsstellung: Erforderlich
Aufträge werden elektronisch erteilt: nein
Zahlungen werden elektronisch geleistet: nein
5.1.15. Techniken
Rahmenvereinbarung:
Keine Rahmenvereinbarung
Informationen über das dynamische Beschaffungssystem:
Kein dynamisches Beschaffungssystem
5.1.16. Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Vergabekammer Baden-Württemberg
Informationen über die Überprüfungsfristen: Ein Antrag auf Einleitung eines
Nachprüfungsverfahrens ist entsprechend § 160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit 1) der
Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des
Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von
10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt, 2)
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht
spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder
zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3) Verstöße gegen
Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis
zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber
gerügt werden, 4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers,
einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf
Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz
1 Satz 2 bleibt unberührt.
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt:
Universitätsklinikum Heidelberg
Organisation, die Teilnahmeanträge entgegennimmt: Universitätsklinikum Heidelberg
8. Organisationen
8.1. ORG-0001
Offizielle Bezeichnung: Universitätsklinikum Heidelberg
Registrierungsnummer: 08-A8120-40
Postanschrift: Im Neuenheimer Feld 672
Stadt: Heidelberg
Postleitzahl: 69120
Land, Gliederung (NUTS): Heidelberg, Stadtkreis (DE125)
Land: Deutschland
Kontaktperson: Geschäftsbereich Konzerneinkauf und Logistikmanagement
E-Mail: vergabestelle.GB3@med.uni-heidelberg.de
Telefon: +49 6221-560
Internetadresse: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/
Rollen dieser Organisation:
Beschaffer
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt
Organisation, die Teilnahmeanträge entgegennimmt
8.1. ORG-0002
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Baden-Württemberg
Registrierungsnummer: 08-A9866-40
Postanschrift: beim Regierungspräsidium Karlsruhe, Durlacher Allee 100
Stadt: Karlsruhe
Postleitzahl: 76137
Land, Gliederung (NUTS): Karlsruhe, Stadtkreis (DE122)
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer@rpk.bwl.de
Telefon: +49 721926-8730
Fax: +49 721926-3985
Internetadresse: https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/Abt1/Ref15/Seiten/default.aspx
Rollen dieser Organisation:
Überprüfungsstelle
8.1. ORG-0003
Offizielle Bezeichnung: Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des
Beschaffungsamts des BMI)
Registrierungsnummer: 0204:994-DOEVD-83
Stadt: Bonn
Postleitzahl: 53119
Land, Gliederung (NUTS): Bonn, Kreisfreie Stadt (DEA22)
Land: Deutschland
E-Mail: noreply.esender_hub@bescha.bund.de
Telefon: +49228996100
Rollen dieser Organisation:
TED eSender
Informationen zur Bekanntmachung
Kennung/Fassung der Bekanntmachung: 886b4f04-0e82-41a2-b729-bbbd4e83c02d - 01
Formulartyp: Wettbewerb
Art der Bekanntmachung: Auftrags- oder Konzessionsbekanntmachung Standardregelung
Unterart der Bekanntmachung: 16
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung: 02/07/2026 12:17:17 (UTC+02:00)
Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar ist: Deutsch
ABl. S Nummer der Ausgabe: 126/2026
Datum der Veröffentlichung: 03/07/2026
Referenzen:
https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/Abt1/Ref15/Seiten/default.aspx
https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice/CXRAYY6Y5PQ
https://vergabeportal-bw.de/Satellite/notice/CXRAYY6Y5PQ/documents
https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/
http://icc-hofmann.net/NewsTicker/202607/ausschreibung-459743-2026-DEU.txt
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