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Öffentliche Ausschreibungen

Titel : DE-Berlin - Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
Dokument-Nr. ( ID / ND ) : 2022080509451989105 / 428907-2022
Veröffentlicht :
05.08.2022
Angebotsabgabe bis :
02.09.2022
Dokumententyp : Ausschreibung
Vertragstyp : Dienstleistungsauftrag
Verfahrensart : Verhandlungsverfahren
Unterteilung des Auftrags : Gesamtangebot
Zuschlagkriterien : Wirtschaftlichstes Angebot
Produkt-Codes :
71000000 - Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
DE-Berlin: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen

2022/S 150/2022 428907

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber
I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen
und Wohnen
Postanschrift: Fehrbelliner Platz 2
Ort: Berlin
NUTS-Code: DE300 Berlin
Postleitzahl: 10707
Land: Deutschland
E-Mail: [6]vergabe-hochbau@sensw.berlin.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: [7]https://my.vergabeplattform.berlin.de
Adresse des Beschafferprofils: [8]https://my.vergabeplattform.berlin.de
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und
vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter:
[9]https://www.meinauftrag.rib.de/public/DetailsByPlatformIdAndTenderId
/platformId/2/tenderId/154833
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt folgende Kontaktstelle:
Offizielle Bezeichnung: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen
und Wohnen
Postanschrift: Fehrbelliner Platz 2
Ort: Berlin
NUTS-Code: DE300 Berlin
Postleitzahl: 10707
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Abteilung V - Vergabestelle V M 1
E-Mail: [10]vergabe-hochbau@senstadt.berlin.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: [11]https://www.stadtentwicklung.berlin.de/
Adresse des Beschafferprofils:
[12]https://www.berlin.de/vergabeplattform/
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via:
[13]https://my.vergabeplattform.berlin.de
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde
einschließlich regionaler oder lokaler Unterabteilungen
I.5)Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und
Wohnen

Abschnitt II: Gegenstand
II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Leistungen der Generalplanung für den Forschungsneubau Neubau HU-Berlin
Optobiologie - ID22155_Ge
Referenznummer der Bekanntmachung: VM_22155_VgV_VmT_Ge
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71000000 Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und
Ingenieurbüros und Prüfstellen
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Gegenstand des Verfahrens ist die Vergabe von Leistungen der
Generalplanung (Objektplanung Gebäude, Objektplanung Freianlagen,
Objektplanung Ingenieurbauwerke, Tragwerksplanung, Fachplanung
Technische Ausrüstung sowie Beratungsleistungen der Bauphysik und des
Brandschutzes) für den Forschungsneubau "Optobiologie" der
Humboldt-Universität zu Berlin.
II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE300 Berlin
Hauptort der Ausführung:

Humboldt Universität Berlin

Hannoversche Straße 22-26

10115 Berlin
II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) vertreten durch die
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen plant ein
Forschungs- und Laborgebäude mit ca. 3.875 qm Gesamtnutzfläche.

Die für eine Bebauung zur Verfügung stehende Grundstücksfläche befindet
sich am Rande des Areals vom Campus Nord der Humboldt-Universität zu
Berlin (HU), auf dem sich denkmalgeschützte Gebäude befinden. Der
gesamte Bereich steht unter Ensembleschutz. Erwartet wird ein
gestalterisch anspruchsvoller Entwurf, der sich sensibel in die
Umgebung einfügt.

Um die bestmögliche Lösung für diese komplexe Planungsaufgabe zu
erhalten, sind die Bieter aufgefordert in der 2. Verfahrensstufe einen
konzeptionellen Lösungsvorschlag vorzulegen.

Für den Neubau ist eine Zertifizierung mit dem Standard Silber nach
dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) geplant. Zudem wird
vorausgesetzt, dass die Planung unter Anwendung von Building
Information Modeling (BIM) umgesetzt wird. Das geprüfte Bedarfsprogramm
mit Gesamtkosten (KGR 200-700) von 61.400.000 liegt vor. Es ist eine
Erweiterte Vorplanungsunterlage (EVU) zu erstellen.

Es ist beabsichtigt die Planungsleistungen als Generalplanung mit
folgenden Leistungsbildern (stufenweise) zu beauftragen:

- Objektplanung (A) - Gebäude und Innenräume, LP 2-5

- Objektplanung (B) - Freianlagen, LP 2-5

- Objektplanung (C) - Ingenieurbauwerke, LP 2- 5

- Fachplanung (D) - Tragwerksplanung, LP 2-6

- Fachplanung (E) - Technische Ausrüstung, Anlagengruppe 1-8 inkl.
Labortechnik, LP 1-5

- Baumanagement, LP 6 8, 9 für A), B), C) und E)

- Beratungsleistung thermische Bauphysik

- Beratungsleistung Bauphysik, Bau- und Raumakustik

- Beratungsleistung Brandschutz
II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind
nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des
dynamischen Beschaffungssystems
Laufzeit in Monaten: 60
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur
Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Mindestzahl: 3
Höchstzahl: 5
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

Erfüllen mehrere Bewerber die Anforderungen und ist die Bewerberzahl
nach einer objektiven Auswahl gemäß den zu Grunde gelegten Kriterien zu
hoch, erfolgt die Auswahl der verbleibenden Bewerber per Los (§ 75
Abs.6 VgV).

Die unter Punkt III.1.2) und III.1.3) aufgeführten Mindestanforderungen
sind für eine Teilnahme generell zu erfüllen. Die nachfolgend
genanntenEignungskriterien unterliegen einem Punktesystem mit welchem
Bewerber insgesamt 210 Punkte erzielen können. Die 3-5 Bewerber mit den
höchsten Punktzahlen werden zur Abgabe von Erstangeboten einschließlich
des konzeptionellen Lösungsvorschlages gemäß Aufgabenstellung
aufgefordert.

Insgesamt werden 2 Referenzprojekte gewertet, welches die
Mindestanforderungen gem. III.1.3 erfüllen. Für jedes Referenzprojekt,
welches die Mindestanforderungen erfüllt, kann eine Gesamtpunktzahl von
90 Punkten erreicht werden.

[1.1] max. 90 Pkt. Je Referenz zu vergeben bei:

[1.1.1] 5 Pkt. = im Umfang der Generalplanung war ebenfalls enthalten:
-Beratungsleistung Brandschutz

[1.1.2] 22 Pkt. = Gesamtkosten (KG 200-700) betragen mind. 50 Mio. EUR
brutto.

[1.1.3] 10 Pkt. = Es handelt sich um eine öffentliche Baumaßnahme, die
durch einen öffentlichen Auftraggeber gemäß § 99 GWB beauftragt wurde.

[1.1.4] 30 Pkt. = Bau eines komplexen Gebäudes (mindestens Honorarzone
IV gemäß HOAI)

[1.1.5] Zur Planungsmethode: Für die Referenz ist der BIM-Reifegrad -
Level 1, 2, 3 - nach Bew/Richards anzugeben.

a) 2 Pkt. = BIM-Reifegrad Level 1 (2D/ 3D CAD)

b) 5 Pkt. = BIM-Reifegrad Level 2 (Kollaboration)

c) 8 Pkt. = BIM-Reifegrad Level 3 (iBIM, vollständig integrierte u.
interoperable Daten

[1.1.6] 8 Pkt. = Die Zertifizierung im Standard-Silber nach dem
Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) für Neubauten wurde
mindestens erreicht.

[2.] Eignung/Qualifikation der Projektbeteiligten gemäß Ziff. III. 1.3)
[2.]: max. 30 Punkte

Punkte als Summe folgender Unterkriterien.

[2.1] Gesamtprojektleiter (GPL): max. 20 Pkt.:

[2.1.1] 10 Pkt= Hoch-oder Fachhochschulabschluss oder vergleichbar,
mind. 8 Jahre Berufserfahrung, hiervon mind. 4 Jahre
Projektleitungserfahrung, Nachweis der Berufserfahrung durch 2
persönliche Referenzen

[2.1.2] 5 Pkt= Zusätzlich: Erfahrung mit Building Information Modeling
als Planungsmethode

[2.1.3] 5 Pkt= Zusätzlich: Erfahrung mit der Zertifizierung von
Gebäuden nach dem Bewertungsystem Nachhaltiges Bauen (BNB) oder DGNB

[2.2] Stellvertretender Projektleiter (sGPL): max. 10 Pkt.

[2.2.1] 8 Pkt= Hoch- oder Fachhochschulabschluss oder vergleichbar,
mind. 5 Jahre Berufserfahrung, hiervon mind. 2 Jahre
Projektleitungserfahrung, angemessene Nachweis der Berufserfahrung
durch 1 persönliche Referenz

[2.2.2] 2 Pkt= Zusätzlich: Erfahrung mit Building Information Modeling
als Planungsmethode

In der Summe aller Kriterien werden maximal 180+30 = 210 Punkte
vergeben

Die Vorlage von Nachweisen/Angaben/Unterlagen erfolgt gemäß Formular IV
211 EU F - Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.
II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Die Beauftragung ist jeweils stufenweise vorgesehen. (vgl. hierzu
Anlage V-( zum Vertrag). Die erste Beauftragungsstufe umfasst die
Generalplanungsleistungen für die Einreichung der erweiterten
Vorplanungsunterlage (EVU). Die weiteren Stufen werden optional
stufenweise beauftragt. Auf die Beauftragung der weiteren
Leistungen/Stufen besteht kein Rechtsanspruch.
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm,
das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

- zu Ziffer II.2.5) Zuschlagskriterien: weitere Angaben in den
Vergabeunterlagen / Informationen zum

Verhandlungsverfahren (V 2 - Zuschlagskriterien).

- Die Zahlungsbedingungen richten sich nach: AVB-Hochbau zum Vertrag
ABau IV 411.H F, LHO, AV LHO, BGB

sowie Rundschreiben einsehbar unter
[14]https://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben/

(keine abschließende Auflistung).

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische
Angaben
III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen
hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

a) Erklärung zum Wirtschaftsteilnehmer/Unternehmen, Inhaber und ggf.
wirtschaftliche Verknüpfung zu anderen Unternehmen;

b) Erklärung zur Eintragung in Handels oder Berufsregister;

c) Verfügt über die Studien- und Ausbildungsnachweise sowie
Bescheinigungen über die Erlaubnis zur Berufsausübung für den/die
Inhaber/Inhaberin oder die Führungskräfte des Unternehmens;

d) Eigenerklärungen zum Nichtvorliegen von zwingenden Ausschlussgründen
nach § 123 GWB sowie von Fakultativen Ausschlussgründen nach § 124 GWB.

Die vom Auftraggeber (AG) bereitgestellte und den Vergabeunterlagen
beigefügte Einheitliche Europäische Eigenerklärung EEE siehe:
[15]https://eee.evergabe-online.de/

ist, soweit nichts anderes erklärt wird, von den teilnehmenden
Unternehmen vollständig in allen ihren Teilen II bis VI auszufüllen,
als PDF-Datei auf elektronischem Wege auf der Vergabeplattform
(Textform) inklusive der vollständig ausgefüllten Zusatzerklärung
hochzuladen. Wird die Zusatzerklärung als Excel-Tabelle zur Verfügung
gestellt, ist diese auszufüllen und auf dem Platzhalter "Bewerberbogen"
hochzuladen.

Sofern Bewerber-/Bietergemeinschaft gebildet; Unterauftragsverhältnisse
oder Eignungsleihe erforderlich sind, ist die EEE mehrfach (wie im
weiteren ausgeführt) auszufüllen, da bestimmte Mindeststandards,
Eignungskriterien/Kriterien zur Verringerung der Zahl der
Wirtschaftsteilnehmer von verschiedenen Unternehmen erfüllt werden.

Bewerber-/Bietergemeinschaften:

- haben jeweils die Mitglieder sowie eines ihrer Mitglieder als
bevollmächtigten Vertreter für den Abschluss der Durchführung des
Vertrages zu benennen. Dies erfolgt durch die Abgabe der in der EEE
verlangten Angaben (Teil II Angaben des Wirtschaftsteilnehmers am Ende
von Abschnitt A). Füllen Sie bitte a) bis b) und ggf. c) aus.

Nimmt der Wirtschaftsteilnehmer gemeinsam mit anderen am
Vergabeverfahren teil, trägt dieser dafür Sorge, dass die sonstigen
Beteiligten eine separate EEE vorlegen.

Formular ABau IV 128 F_Wirt-238 ist mit Teilnahmeantrag (TNA)
vorzulegen.

Nachunternehmer (Unterauftragnehmer mit Eignungsleihe):

- Teil II Abschnitt C erfordert eine EEE mit den Abschnitten A und B
dieses Teils und Teil III sowie die Informationen nach IV und V soweit
sie für die spezifischen Kapazitäten relevant sind;

Formular ABau IV 125 F_Wirt-235 und IV 126 F_Wirt-236 ist mit
Teilnahmeantrag (TNA) vorzulegen.

Nachunternehmer (Unterauftragnehmer ohne Eignungsleihe):

- wenn das beteiligte Unternehmen einen
Nachunternehmer/Unterauftragnehmer einsetzen will (gem. EEE Teil II D,
d.h. ohne Eignungsleihe), muss für die Unterauftragnehmer keine
separate EEE beigefügt werden. Der Unternehmer muss jedoch Angaben in
Teil IV C der EEE vornehmen und hat Angaben in Teil II A und B und das
nicht Vorliegen von Ausschlussgründen in Teil III bei dem von ihm
vorgesehenen Unterauftragnehmer vorzulegen.

Formular ABau IV 125 F_Wirt-235 und IV 126 F_Wirt-236 ist mit
Teilnahmeantrag (TNA) vorzulegen.

EEE Teil IV:

- Zur Prüfung aller Eignungskriterien ist zwingend die vom AG erzeugte
EEE (Datei: espd-.Request.xml) gemäß Infoblatt Abgabe eEEE zu
verwenden und mit der ausgefüllten Zusatzerklärung zur EEE
einzureichen. Eine fehlende EEE führt zum Ausschluss des
Teilnahmeantrages.

Gleiches gilt bei einer fehlenden Zusatzerklärung zur EEE, sofern die
Angaben nicht bereits in der EEE enthalten sind. Weitere Unterlagen
oder nur die Anwendung des Globalvermerks in der EEE können die
geforderte EEE weder ersetzen noch heilen und werden auch nicht als
Ergänzung herangezogen.

EEE Teil V:

- Hier muss der Bewerber zu den in der Bekanntmachung genannten
Auswahlkriterien/Vorschriften/Mindeststandards Stellung nehmen. Die
Nichteinhaltung von Mindeststandards führt zum Ausschluss am weiteren
Verfahren.

Ein allgemeines Infoblatt zur Abgabe der eEEE und der Leitfaden des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) für das Ausfüllen
der EEE ist gem. Ziff. I.3) bei den Vergabeunterlagen eingestellt.
III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

[1] Anforderungen an die Berufshaftpflichtversicherung gem. § 45 Abs. 1
Nr. 3 und Abs. 4 Nr. 2 VgV:

Mit dem Teilnahmeantrag ist eine Erklärung zu einer bestehenden
Berufshaftpflichtversicherung abzugeben.

Sollten die gemachten Angaben des Teilnehmers in der EEE, Teil IV B
nicht den geforderten Angaben entsprechen, wird mit der EEE erklärt,
dass der Teilnehmer dies zu einem späteren Zeitpunkt vorlegen kann
(siehe Folgetext). Eine Deckungssumme von mindestens 3 Mio. EUR für
Personenschäden und mindestens 5 Mio. EUR sonstige Schäden (Sachschäden
und Vermögensschäden) je Schadensereignis, in einem Mitgliedsstaat der
EU oder einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen
Wirtschaftsraum zugelassenen Versicherungsunternehmen wird verlangt.
Die Gesamtleistung der Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres
muss mindestens das Zweifache der Deckungssumme betragen. Die
vereinbarten Deckungssummen sind anzugeben.

Der Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung mit den geforderten
Deckungssummen ist durch Vorlage einer aktuellen
Versicherungsbestätigung erst auf gesondertes Verlagen des
Auftraggebers vorzulegen.

Der Nachweis gilt auch als erbracht, wenn eine unwiderrufliche
Erklärung des Versicherungsunternehmens vorgelegt wird, mit der es den
Abschluss der geforderten Haftpflichtleistungen und Deckungsnachweise
im Auftragsfall zusichert. Nach Erteilung des Auftrages muss der
gültige Versicherungsschein nachgereicht werden. Die Deckung muss über
die Vertragslaufzeit uneingeschränkt erhalten bleiben.

Im Falle einer Bietergemeinschaft haften die Mitglieder der
Gemeinschaft (ARGE) mit Beauftragung gesamtschuldnerisch. Schließt eine
Bewerbergemeinschaft keine zu den oben genannten Bedingungen angegebene
Berufshaftpflichtversicherung ab, muss jedes Mitglied der
Bewerbergemeinschaft über eine entsprechende
Berufshaftpflichtversicherung verfügen.

[2] Mindestjahresumsatz nach § 45 Absatz 1 Nr. 1 und 4 VgV:

Anzugeben ist der spezifische Jahresumsatz (netto) in dem
Tätigkeitsbereich der geforderten Dienstleistung jeweils in den letzten
3 Jahren (2019/2020/2021) sowie der entsprechende Durchschnittliche
Jahresumsatz (netto) dieser letzten 3 Jahre.
Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Die Anforderungen zu Ziffer III.1.2):

[zu 1] Ein Bewerber muss die entsprechende
Berufshaftpflichtversicherung erbringen;

[zu 2] Ein Bewerber wird bei Nichteinhaltung eines spezifischen
Jahresumsatzes im Durchschnitt der letzten 3 Jahre (2019/2020/2021) von
mindestens 2 Mio. EUR (netto) nicht als geeignet für die Erfüllung des
Auftrages angesehen.
III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

[1] Referenzen nach § 46 Absatz 3 Nr. 1 VgV, Angaben zu:

Gefordert werden Referenzen des hauptverantwortlichen Unternehmens in
Bezug auf die zu erbringenden Leistungen.

Projektbezeichnung, Ort der Ausführung, Bearbeitungsumfang, Planungs-
und Ausführungszeitraum, Datum der Übergabe der Leistungsphase 8 der
HOAI an den AG, Gesamtkosten (KG 200-700 nach DIN 276),
Anforderungsgrad (Honorarzone), Kontaktdaten des Auftraggebers
(öffentlich/privat), Tel./EMail.

- Zur Wertung wird nur die am besten bewertete Referenz nach den unter
Ziff. II.2.9 [1.] genannten Kriterien / Unterkriterien herangezogen.

[2] Angaben zu den Schlüsselpersonen, die für die Erbringung der
Leistungen vorgesehen sind:

a) Gesamtprojektleitung (GPL) und stellvertretende GPL,

Für jede benannte Person sind folgende Angaben dem Teilnahmeantrag
beizufügen:

Name, Nachname, Nachweis über die Befähigung zur Übernahme der
geforderten Leistungen wie Hochschul- und Fachhochschulabschluss,
Berufsausbildung und Weiterbildung, Berufsjahre nach Hochschul- oder
Fachhochschulausbildung, Berufsjahre in der Projektleitung allgemein
und in der Projektleitung in leitender Funktion (die Auswahlkriterien
nach Ziffer II.2.9) [2] sind zu beachten. Die Nachweise wie Lebenslauf,
Zeugnisse und Urkunden und eine Liste der persönlichen Referenzen sind
auf gesondertes Verlangen des Auftraggebers vorzulegen;

[3] Erklärung des Bewerbers über das jährliche Mittel der in den
letzten 3 Jahren (2019/2020/2021) Beschäftigten und die Anzahl der
Führungskräfte des/r Bewerbers/Bietergemeinschaft und /oder der
Kapazitäten anderer Unternehmen, gegliedert nach den Berufsgruppen
Architekt und/oder Ingenieur.
Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Die Anforderungen zu Ziffer III.1.3):

[zu 1]

Es werden insgesamt 2 Referenzen mit nachfolgenden Kriterien gefordert.
Die Bewertung eines Referenzprojektes erfolgt nur, wenn alle
Bedingungen a) bis e) erfüllt sind, es handelt sich um
Mindestanforderungen. Die Mindestanforderungen für beide Referenzen
sind identisch, jedoch ist für eine Referenz der Einsatz von Building
Information Modeling (BIM) gefordert.

a) Die Referenz muss bis zur Frist der Einreichung des
Teilnahmeantrages an den Auftraggeber zur Nutzung (LPH 8 HOAI)
übergeben sein. Die Übergabe des Referenzprojekts darf max. 3 Jahre, ab
Datum der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung, zurückliegen. Der
Abschluss der LPH 3 HOAI darf nicht vor dem 01.01.2011 liegen.

b) Die Gesamtkosten (KG 200-700) der Referenz betragen mindestens 30
Mio. EUR (brutto).

c) Generalplanungsleistungen, welche folgende Planungsdisziplinen gemäß
HOAI beinhalten mit vollständig erbrachter Leistungsphase 2 bis 3:

- Objektplanung Gebäude und Innenräume

- Objektplanung Freianlagen

- Fachplanung Tragwerksplanung

- Fachplanung Technische Ausrüstung, Anlagengruppen 1 bis 8

d) Die Nutzungsfläche nach DIN 277 ist größer gleich 2.000 m2

e) Eine der beiden Referenz beinhaltet den Einsatz von Building
Information Modeling (BIM)

[zu 2]

Der Bewerber muss alle Bedingungen a) und b) erfüllen:

a) Die Anzahl der beschäftigten Ingenieure und/oder Architekten muss im
Mittel der letzten 3 Jahren (2019/2020/2021) mindestens 15 Beschäftigte
betragen.

b) Berufserfahrung GPL mindestens 8 Jahre / stellvertretender GPL
mindestens 5 Jahre.
III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand
vorbehalten
Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:

Die geforderten Schlüsselpersonen unter Ziffer III.1.3) müssen über
eine abgeschlossene Hochschul- oder Fachhochschulausbildung oder
gleichwertig im Baubereich verfügen.
III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:

Grundlage der Beauftragung der Leistungen, der Auftragsbearbeitung ist
die Verwaltungsvorschrift Allgemeine Anweisung für die Vorbereitung und
Durchführung von Bauaufgaben Berlins ABau der Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung und Wohnen abrufbar unter
[16]https://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben/de/aba
u.shtml

Mit der Abgabe eines Angebotes sind Erklärungen elektronisch
einzureichen, gemäß Formular ABau IV 211 EU F Aufforderung zur
Angebotsabgabe.
III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal
Verpflichtung zur Angabe der Namen und beruflichen Qualifikationen der
Personen, die für die Ausführung des Auftrags verantwortlich sind

Abschnitt IV: Verfahren
IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen
Beschaffungssystem
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
Der öffentliche Auftraggeber behält sich das Recht vor, den Auftrag auf
der Grundlage der ursprünglichen Angebote zu vergeben, ohne
Verhandlungen durchzuführen
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 02/09/2022
Ortszeit: 11:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur
Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge
eingereicht werden können:
Deutsch

Abschnitt VI: Weitere Angaben
VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
Aufträge werden elektronisch erteilt
Die elektronische Rechnungsstellung wird akzeptiert
Die Zahlung erfolgt elektronisch
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Zum Zeitpunkt der Bewerbung (Schlusstermin gem. Ziff. IV.2.2) sind als
Nachweis der Eignung die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE)
und die Zusatzerklärung-EEE einzureichen.

Die EEE besteht aus einer ggf. mehreren EEEs. (s. Ziff. III.1.1). Bei
Bewerbergemeinschaften und/oder beabsichtigter Unterauftragsvergabe
sind die entsprechenden Erklärungen (ABau IV 125_Wirt-235; IV
126_Wirt-236, IV 128F_Wirt-238) ebenfalls einzureichen.

Darüber hinausgehende Unterlagen werden im Rahmen der Eignungsprüfung
nicht gefordert und nicht zur Eignungsprüfung berücksichtigt. Alle
Nachweise sowie Unterlagen sind zu den in der Bekanntmachung genannten
Terminen bzw. auf gesondertes Verlangen des Auftraggebers einzureichen
(s. Ziff. III.2.2).

1) Alle Bewerbungen sind zwingend unter Benutzung der vom AG zur
Verfügung gestellten Unterlagen einzureichen. Nicht eingereichte
Eigenerklärungen (EEE inkl. Zusatzerklärung), führen zum Ausschluss;

2) Für Bekanntmachung/EEE/Zusatzerklärung-EEE/Vergabeunterlagen sowie
Hinweise/Anfragen/ Korrekturen siehe Ziff. I.3;

3) Nur die in den EEEs genannten Referenzen werden einbezogen. Die
bereitgestellte Zusatzerklärung bezieht sich auf zwei Referenzen. Bei
Nennung weiterer Referenzen ist die Zusatzerklärung erneut zu
verwenden;

4) Änderungen in der EEE/Zusatzerklärung zur EEE sind nicht zulässig;

5) Die EEE muss auf in deutscher Sprache gestellt werden. Gleichwertige
Nachweise/Erklärungen anderer Herkunftsländer sind in beglaubigter
deutscher Übersetzung zwingend beizulegen;

6) Die Bewerberunterlagen sind elektronisch (s. Ziff. I.3.)
einzureichen;

7) Fragen sind über die Vergabeplattform bis zum in der eVergabe
angegebenen Datum an die Vergabestelle zu richten. Die Kommunikation
erfolgt ausschließlich elektronisch (s. Ziff. I.3.);

8) Der Auftraggeber kann für den Bieter, der den Zuschlag erhalten
soll, einen Auszug aus dem Gewerbezentral beim Bundesamt für Justiz
anfordern. Ausländische Bieter haben gleichwertige Bescheinigungen
ihres Herkunftlandes vorzulegen.

Der Auftraggeber wird für den Bieter, der den Zuschlag erhalten soll,
eine Abfrage beim Wettbewerbsregister (Bundeskartellamt) durchführen.
Der Bieter (einschließlich eventueller Nachunternehmer) darf keinen
Eintrag im Wettbewerbsregister haben.

Der Auftraggeber wird auf der Grundlage der EU-Saktionsverordnungen zur
Bekämpfung des Terrorismus und zur Durchsetzung von Embargos (EG) Nr.
881/2002 vom 27.05.2002, 753/2011 vom 01.08.2011 sowie 2580/2001 vom
27.12.2001 eine Abfrage in den Finanz-Sanktionslisten
([17]www.finanz-Sanktionsliste.de/fisalis/jsp/index.jsf) veranlassen.

9) Bewerbergemeinschaften gesamtschuldnerisch haftend mit
bevollmächtigtem Vertreter sind zugelassen (weitere Bedingungen unter
Ziffer III.1.1 und III.2.2). Mehrfachbeteiligungen, d. h. parallele
Beteiligung einzelner Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft sind
grundsätzlich unzulässig und können zur Nichtberücksichtigung
sämtlicher betroffenen Bewerbergemeinschaften im weiteren Verfahren
führen. Im Zweifelsfall haben die Bewerber nachzuweisen, dass der
Wettbewerb durch die Mehrfachbeteiligungen nicht beeinträchtigt wird.
Dies gilt nicht in gleicher Weise für Mehrfachbewerbungen als
Nachunternehmer. Der Auftraggeber behält sich bei Bewerbern oder
Bewerbergemeinschaften mit demselben Nachunternehmer vor, diese
Nachunternehmer aus Wettbewerbsgründen von der Teilnahme an den
Bietergesprächen auszuschließen. Die Nachunternehmerleistung kann in
diesem Fall dennoch zum Gegenstand der Bietergespräche werden;

10) Angebote sind nach Aufforderung elektronisch einzureichen, siehe
Ziff.1.3 und Vergabeunterlage Formular ABau IV 211 EU F.

11) Der Auftraggeber behält sich vor, den Zuschlag auf ein Erstangebot
zu erteilen (s. Ziff. IV.1.5).
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Landes Berlin
Postanschrift: Martin-Luther-Str. 105
Ort: Berlin
Postleitzahl: 10825
Land: Deutschland
Telefon: +49 3090138316
Fax: +49 3090137613
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung
oder in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, sind spätestens bis zum
Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber der
Vergabestelle zu rügen. Im Übrigen sind Verstöße gegen
Vergabevorschriften innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen nach
Kenntnis gegenüber dem Auftraggeber zu rügen.

Ein Nachprüfungsantrag ist innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang
der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen,
bei der zuständigen Vergabekammer zu stellen § 160 Gesetz gegen
Wettbewerbsbeschränkungen (GWB).
VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen
erteilt
Offizielle Bezeichnung: siehe VI.4.1)
Ort: Berlin
Land: Deutschland
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
02/08/2022

References

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