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Öffentliche Ausschreibungen

Titel : DE-Berlin - Elektrobusse
Dokument-Nr. ( ID / ND ) : 2022080309263282710 / 425081-2022
Veröffentlicht :
03.08.2022
Dokumententyp : Anwendung eines Prüfungssystems mit Aufruf zum Wettbewerb
Vertragstyp : Lieferauftrag
Zuschlagkriterien : Wirtschaftlichstes Angebot
Produkt-Codes :
34144910 - Elektrobusse
34121200 - Gelenkbusse
DE-Berlin: Elektrobusse

2022/S 148/2022 425081

Bekanntmachung eines Qualifizierungssystems Sektoren

Diese Bekanntmachung ist ein Aufruf zum Wettbewerb

Lieferauftrag
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/25/EU

Abschnitt I: Auftraggeber
I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Berliner Verkehrsbetriebe AöR
Postanschrift: Holzmarktstraße 15-17
Ort: Berlin
NUTS-Code: DE300 Berlin
Postleitzahl: 10179
Land: Deutschland
E-Mail: [6]einkauf.se1@bvg.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: [7]www.bvg.de
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und
vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter:
[8]https://unternehmen.bvg.de/aktuelle-vergaben/
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen an die oben genannten
Kontaktstellen
I.6)Haupttätigkeit(en)
Städtische Eisenbahn-, Straßenbahn-, Oberleitungsbus- oder Busdienste

Abschnitt II: Gegenstand
II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Herstellung und Lieferung von elektrisch betriebenen Gelenkomnibussen
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
34144910 Elektrobusse
II.1.3)Art des Auftrags
Lieferauftrag
II.2)Beschreibung
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
34121200 Gelenkbusse
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE300 Berlin
Hauptort der Ausführung:

Die BVG hat 6 Omnibusbetriebshöfe/-Werkstätten, die sich an
verschiedenen Standorten verteilt über das gesamte Berliner Stadtgebiet
befinden.
II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Die BVG hat aktuell insgesamt ca. 1.500 Omnibusse in ihrem
Fahrzeugbestand mit denen ca. 230 Omnibuslinien bedient werden. In den
kommenden Jahren plant die BVG verstärkt den Einsatz von elektrisch
betriebenen Stadtlinien-Omnibussen, um insbesondere ihrem Bedarf an
zusätzlichen Kapazitäten sowie speziell den Dekarbonisierungszielen bis
2030 gerecht zu werden. Für die elektrisch betriebenen Gelenkomnibusse
ergibt sich daraus eine geplante Bedarfsmenge von bis zu ca. 800
Fahrzeugen bis 2030 und bei Bedarf etwaige
Ersatzteilversorgungsverträge. Die Beschaffung der elektrisch
betriebenen Gelenkomnibusse wird teilweise mit Bundesfördermittel des
BMDV finanziert. Es ist geplant auf der Grundlage des
Qualifizierungssystems Rahmenvereinbarungen sowie Einzelaufträge zu
vergeben, wobei es der BVG vorbehalten ist die Vertragsart im
Einzelfall festzulegen.

I. Technische Anforderungen an die Fahrzeuge:

1. Fahrerarbeitsplatz nach VDV-Empfehlung 234 (in der aktuellsten
Fassung zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe)

Am Fahrerarbeitsplatz sind folgende Informationen zusätzlich
anzuzeigen:

- HV-Batterie-Ladezustand SOC in % (Anzeige darf sich nur auf die
nutzbare Batteriekapazität beziehen)

- Powermeter zur Unterstützung des wirtschaftlichen Fahrens, die den
Fahrer informiert, ob dem Hochvoltenergiespeicher Energie entnommen
wird oder Energie rekuperiert wird. Die Anzeige ist mit einer
entsprechenden Skalierung zu versehen.

- Status des. HV- Systems (start/aktiv/inaktiv)

- Restreichweite in km (Step 2 Soll/Ist- Vergleich)

- Warnmeldung bei untypischen Energieverbrauch

- Anzeige reduzierte Performance (z.B. Schildkröte)

- bei besonderen Ausstattungsmerkmalen sind ggf. benötigte
Informationen anzuzeigen.

2. Gelenkbus (Fahrzeuglänge wird im Einzelfall festgelegt)

3. 2 Sondernutzungsabteile

- in Fahrtrichtung links beginnend Ende Tür 2 in Fahrtrichtung nach
vorn, min. 750 mm x 2.000 mm,

- in Fahrtrichtung rechts vor Tür 2 min. 750 mm x 1.300mm

4. Niederflurlinienbus

5. Gesamtkapazität (alle Sitz- und Stehplätze): min. 99 Personen
(Stehplätze gerechnet mit 4 Personen pro qm)

6. Fahrgastsitzplätze (ohne Klappsitze): min. 41 Personen

7. CO2-Klimatisierungssystem Fahrgastraum

8. Ladeleistung min. 200 kW mittels Pantographen

9. offene Schnittstelle für Betriebs- und Hochvoltbatteriedaten inkl.
Übersetzungsdatei (*.dbc Format)

II. Besondere Vertragsbedingungen:

1) SAP Schnittstelle

a) Gewährleistungs- und Garantiemanagement (Erfassung von
Gewährleistungs- und Garantiefällen, geleistete Arbeiten, verbaute
Teile, Vergütung etc.) wird über das bei der BVG verwendete SAP-System
als führendes System abgewickelt

b) Bewerber muss in der Lage sein, die von der BVG erzeugten Datensätze
(gegenwärtig im CSV-Format) in seinem System zu verarbeiten sowie
seinerseits erzeugte Datensätze der BVG gegenwärtig im CSV-Format
elektronisch zur Verfügung zu stellen

2) Elektronischer Ersatzteilkatalog

a) Zugriff soll direkt auf die aktuellen Katalogdaten des Bieters über
das Internet via Standard-Internet-Protokolle erfolgen

b) uneingeschränkter Onlinezugang mittels http. (d.h. mit einem
Standardbrowser abrufbar), bei gleichzeitigem Zugriff für die BVG

c) einen elektronischen Ersatzteilkatalog mit Ausweisung aller
fahrzeugspezifischen Komponenten und kundenspezifischen Ausrüstungen

3) Servicestützpunkt

a) Vertragswerkstatt und/oder Kooperationspartner einschließlich
Ersatzteilverkauf oder eine unternehmenseigene Niederlassung

b) Servicestützpunkt in Anlehnung an VDV 822 sowie entsprechend
qualifiziertem Personal

c) Erreichbarkeit Servicemitarbeiter von 6 18 Uhr (Mo-Fr)

d) befähigt sämtliche Arbeiten (insbesondere
Garantie-/Gewährleistungsarbeiten, Rückrufaktionen, Instandsetzungen
usw.) an den Fahrzeugen durchzuführen

c) vom Fahrzeughersteller vorgeschriebenen Spezialwerkzeuge und
Diagnosesysteme (ohne Einschränkungen) werden verwendet

Alle weiteren technischen und kommerziellen Anforderungen werden mit
der Aufforderung zur Angebotsabgabe in den Vergabeunterlagen
mitgeteilt.
II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind
nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.8)Dauer der Gültigkeit des Qualifizierungssystems
Unbestimmte Dauer
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm,
das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische
Angaben
III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.9)Qualifizierung für das System
Anforderungen, die die Wirtschaftsteilnehmer im Hinblick auf ihre
Qualifikation erfüllen müssen:

Bitte beachten Sie die nachfolgenden Eignungskriterien:

Die nachstehenden Angaben/Erklärungen/Nachweise sind von den Bewerbern
(der Begriff Bewerber wird als Synonym auch für Bewerbergemeinschaften
(BewGe) verwendet), von jedem Mitglied einer etwaigen BewGe sowie von
allen für die Leistungserbringung vorgesehenen Nachunternehmern (NU)/
Unterauftragnehmern sowie für etwaige Eignungsleihgeber vorzulegen. Ein
Verweis auf frühere Bewerbungen/Angebote ist nicht ausreichend. Soweit
Eigenerklärungen verlangt werden, hat der Bewerber auf Verlangen
weitere Nachweise vorzulegen. Alle nachfolgend genannten Anforderungen
sind Mindestanforderungen, soweit nicht ausdrücklich etwas Anderes
festgelegt ist.

I. Allgemeine Anforderungen / Befähigung zur Berufsausübung
einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs-
oder Handelsregister:
Anforderungen, die die Wirtschaftsteilnehmer im Hinblick auf ihre
Qualifikation erfüllen müssen:

1. Handelsregisterauszug oder einen vergleichbaren Nachweis (z.B.
Vereinsregister, Partnerschaftsregister), der zum Datum des
Abgabetermins für den Qualifizierungsantrag nicht älter als 3 Monate
ist.

2. Darstellung des Unternehmens mit Angaben zum Namen, Geschäftsstelle,
Rechtsform, Beteiligungsverhältnissen des Unternehmens (weitere
Einzelheiten zu den geforderten Angaben sind dem Formblatt
Eigenerklärung zur Eignung zu entnehmen)

3. Eigenerklärungen gem. §§ 123, 124 GWB sowie soweit anwendbar §
21 SchwarzArbG, § 21 AEntG und

§ 98 c AufenthG. Eigenerklärungen gemäß § 19 Abs. 1 und Abs. 3 des
Gesetzes zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns (MiLoG) und dass
keine Eintragung im Wettbewerbsregister vorliegt.

4. Unbedenklichkeitsbescheinigungen

6. Eigenerklärung, dass keine Eintragung im Wettbewerbsregister (gemäß
Wettbewerbsregistergesetz) vorliegt

7. Eigenerklärung zum Bestand und Höhe der Haftpflichtversicherung
(Betriebshaftpflichtversicherung und Berufshaftpflicht)
Anforderungen, die die Wirtschaftsteilnehmer im Hinblick auf ihre
Qualifikation erfüllen müssen:

8. Eigenerklärung, dass weder der Bewerber/Bieter selbst, noch eine
mittelbar an der Auftragsausführung beteiligte Person bzw. Unternehmen
unter das Verbot des Art. 5k VERORDNUNG (EU) 2022/576 DES RATES vom 8.
April 2022 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 833/2014, fällt.

9. Eigenerklärung, dass von allen an dem Projekt mitwirkenden
Mitarbeitern die Verpflichtung zur Beachtung des Datengeheimnisses nach
§ 53 Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) "Bundesdatenschutzgesetz in der
Fassung der Bekanntmachung vom 26. November 2019" bzw. die am Sitz des
Unternehmens geltenden Datenschutzbestimmungen eingeholt wurde bzw.
spätestens bis zum Vertragsbeginn eingeholt wird.

10. Selbstauskunft zur Sozialen Verantwortung (CSR) / Nachhaltigkeit
Anforderungen, die die Wirtschaftsteilnehmer im Hinblick auf ihre
Qualifikation erfüllen müssen:

II. Wirtschaftliche und Finanzielle Leistungsfähigkeit:

1. Der durchschnittliche jährliche Gesamtumsatz des Unternehmens in den
letzten vier abgeschlossenen Geschäftsjahren beträgt min. 43.000.000,00
EUR.

III. Technische und berufliche Leistungsfähigkeit:

1. Angabe der in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren
jahresdurchschnittlich beschäftigen Arbeitskräfte (Angabe erforderlich,
es wird jedoch keine Mindestanzahl von beschäftigten Arbeitskräften
gefordert)

2. Unternehmensreferenzen des Bewerbers über vergleichbare Leistungen
(Zeitraum: bis zur Einreichung des Qualifizierungsantrages)

a) In den letzten drei Jahren einen vollelektrisch betriebenen
Gelenkomnibus mit einer gültigen EU-Homologation (ausschließlich EU
Typengenehmigung) gebaut und an ein privates oder öffentliches
Verkehrsunternehmen geliefert, COC-Papier als prüffähigen Nachweis
Anforderungen, die die Wirtschaftsteilnehmer im Hinblick auf ihre
Qualifikation erfüllen müssen:

b) In den letzten 3 1/2 Jahren in Summe mindestens 45 vollelektrisch
betriebene Stadtlinien-Omnibusse (Klasse M3/Fahrzeugklasse I unter
Einhaltung der Richtlinien ECE-R 100 sowie 107) gebaut und geliefert
und davon ist mindestens ein Fahrzeug schnellladefähig gewesen mit
einer Ladeleistung von min. 200 kW

3. Ein gültiger Nachweis von Zertifizierungen nach DIN EN ISO 9001ff
und DIN EN ISO 14001ff

4. In Europa wurde bereits ein Servicestützpunkt mit folgenden
Merkmalen aufgebaut:

- Vertragswerkstatt und/oder Kooperationspartner einschließlich
Ersatzteilverkauf oder eine unternehmenseigene Niederlassung

- befähigt sämtliche Arbeiten (insbesondere
Garantie-/Gewährleistungsarbeiten, Rückrufaktionen, Instandsetzungen
usw.) an den Fahrzeugen durchzuführen

- vom Fahrzeughersteller vorgeschriebenen Spezialwerkzeuge und
Diagnosesysteme (ohne Einschränkungen) werden verwendet
Anforderungen, die die Wirtschaftsteilnehmer im Hinblick auf ihre
Qualifikation erfüllen müssen:

IV. Anmerkungen:

1. Bewerbergemeinschaften

Bei Bewerbergemeinschaften sind die Erklärungen und Nachweise für alle
an der Bewerbergemeinschaft beteiligten Unternehmen abzugeben.

2. Eignungsleihe

Beabsichtigt ein Bewerber, sich für die Erlangung der Eignung auf
Drittunternehmen zu berufen, so ist mit dem Qualifizierungsantrag die
den Unterlagen zu entnehmende Verpflichtungserklärung des benannten
Drittunternehmens vorzulegen, aus der sich ergibt, dass der Bewerber
über die in Frage kommenden Kapazitäten des Drittunternehmens verfügen
kann und der Dritte sich mit dieser Haftung einverstanden erklärt. Dies
gilt auch für die Berufung auf Kapazitäten konzernverbundener
Drittunternehmen.

Hinweis: Auf Verlangen des Auftraggebers sind die Eigenerklärungen
durch Bescheinigungen der zuständigen Stellen zu bestätigen.
Anforderungen, die die Wirtschaftsteilnehmer im Hinblick auf ihre
Qualifikation erfüllen müssen:

V. Formblätter AG

Der Auftraggeber hat für die Einreichung der Qualifizierungsanträge
Formulare erstellt, die selbstständig unter dem Ziff.I.3) angegebenen
Link heruntergeladen werden können. Zusammen mit dem
Qualifizierungsantrag hat der Bewerber die folgenden Nachweise und
vollständig ausgefüllten Erklärungen (ggf. von den zuständigen
Stellen/Behörden des jeweiligen Herkunftslandesausgestellte
Bescheinigungen) einzureichen:

- Formblatt Eigenerklärung zur Eignung

- Formblatt Eigenerklärung

- Formblatt zur Selbstauskunft bezüglich Nachhaltigkeit

- sofern erforderlich eine Erklärung zur Bildung einer
Bewerbergemeinschaft

- sofern erforderlich eine Verpflichtungserklärung zur Eignungsleihe

- alle weiteren geforderten Nachweise und Erklärungen

Abschnitt IV: Verfahren
IV.1)Beschreibung
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge
eingereicht werden können:
Deutsch

Abschnitt VI: Weitere Angaben
VI.3)Zusätzliche Angaben:

1. Der AG ist Sektorenauftraggeber nach § 100 Abs. 1 Nr. 1 GWB. Neben
den Vorgaben des GWB und der SektVO hat er die Anforderungen des
Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetzes einzuhalten.

2. Fragen sind schriftlich an die in Ziffer I. 1) genannte
Kontaktstelle zu richten. Mündliche Anfragen werden nicht beantwortet.

3. Im Rahmen des Qualifizierungssystems ist ausschließlich die deutsche
Sprache zulässig. D.h., der gesamte Geschäftsverkehr sowie alle vom
Bewerber einzureichenden Unterlagen haben ausschließlich in
verständlicher deutscher Sprache zu erfolgen.

4. Der AG wird die Antragsunterlagen, Bewerberfragen und Antworten zum
Qualifizierungssystem sowie ggf. erforderliche Klarstellungen zum
Qualifizierungssystem betreffen, unter dem in der Ziffer I.3) genannten
Link veröffentlichen. Der AG empfiehlt daher allen Bewerbern und
qualifizierten Unternehmen regelmäßig den vorbenannten Link zum Abruf
von aktuellen Informationen u. Klarstellungen des AG sowie Antworten
von Bewerberanfragen zum Vergabeverfahren zu nutzen.

5. Mit der Benennung der Referenzen stimmt der Bewerber/BewGe der
Kontaktaufnahme durch den AG zu den jeweiligen Referenzgebern zu.

6. Sofern eine Bewerbung als BewGe erfolgt, ist mit dem
Qualifzierungsantrag eine von allen Mitgliedern

der BewGe ausgefüllte Erklärung einzureichen, aus der sich auch die
gesamtschuldnerische Haftung im Zuschlagsfall, die Namen sämtlicher
Mitglieder der BewGe, ein bevollmächtigter Vertreter und die Absicht,
sich im Fall der erfolgreichen Bewerberauswahl zur Bietergemeinschaft
und im Zuschlagsfall zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammenzuschließen,
ergibt. BewGe dürfen nur einen Qualifizierungsantrag einreichen. Die
unter Ziffer III.1.9) benannten Unterlagen sind bei Vorliegen einer
Bewerbergemeinschaft für jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft in
einem gesonderten Formular vorzulegen. Zur Erfüllung von
Mindestanforderungen gem, III.1.9 werden die Umsätze von Mitgliedern
einer BewGe addiert und gem. III.1.9) alle Erklärungen der Mitglieder
einer BewGe gesamthaft ausgewertet. BewGe haben darüber hinaus eine
Erklärung folgenden Inhalts abzugeben: Sämtliche Mitglieder der BewGe
bzw. der Vertreter der BewGe haben/hat zu erklären, dass die Bildung
keinen Verstoß gegen § 1 GWB darstellt. Darüber hinaus ist von den
Mitgliedern der BewGe bzw. dem Vertreter dieser zu erklären, inwiefern
für das jeweilige beteiligte Unternehmen wirtschaftlich zweckmäßige und
kaufmännische Gründe vorliegen, sich nicht allein um die
Auftragsvergabe zu bewerben. Der AG stellt hierzu ein Formblatt zur
Verfügung. Es kann auf Anlagen verwiesen werden.

7. Beabsichtigt der Bewerber oder ein Mitglied einer
Bewerbergemeinschaft, sich hinsichtlich der wirtschaftlichen und
finanziellen oder technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit auf
andere Unternehmen (Dritter / Nachunternehmer / konzernverbundener
Unternehmen) zu berufen (Eignungsleihe), so sind die unter Ziffer
III.1.9) benannten Unterlagen für die anderen Unternehmen insoweit in
einem gesonderten Formular vorzulegen, als die Bezugnahme auf die
Leistungsfähigkeit Dritter erfolgt. Zusätzlich hat der Bewerber
gesondert mit dem Qualifizierungsantrag die Verpflichtungserklärung der
anderen Unternehmen vorzulegen, nach deren Inhalt die rechtlich und
tatsächlich abgesicherte Verfügbarkeit über die entsprechenden
Ressourcen der Dritten nachgewiesen wird. Bei einer Bezugnahme auf
Kapazitäten eines anderen Unternehmens im Hinblick auf die
wirtschaftliche oder finanzielle Leistungsfähigkeit ist durch dieses
ausdrücklich zu bestätigen, dass es mit dem Bewerber im Auftragsfall
gemeinsam für die Auftragsdurchführung entsprechend dem Umfang der
Eignungsleihe haftet.
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Landes Berlin
Postanschrift: Martin- Luther- Str. 105
Ort: Berlin
Postleitzahl: 10825
Land: Deutschland
E-Mail: [9]vergabekammer@senwebberlin.de
Telefon: +49 30-9013-8316
Fax: +49 30-9013-7613
Internet-Adresse:
[10]https://www.berlin.de/sen/wirtschaft/wirtschaft-und-technologie/wir
tschaftsrecht/vergabekammer
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf
schriftlichen Antrag hin ein.

(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem
öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in
seinen Rechten nach § 97 Abs. 6 GWB durch Nichtbeachtung von
Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem
Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein
Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.

(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit:

1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen
Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrages erkannt und
gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10
Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Abs. 2 GWB
(Informations- und Wartepflicht) bleibt unberührt,

2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung
erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der
Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder Angebotsabgabe
gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den
Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der
Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber
gerügt werden,

4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des
Auftraggebers, eine Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
29/07/2022

References

6. mailto:einkauf.se1@bvg.de?subject=TED
7. http://www.bvg.de/
8. https://unternehmen.bvg.de/aktuelle-vergaben/
9. mailto:vergabekammer@senwebberlin.de?subject=TED
10. https://www.berlin.de/sen/wirtschaft/wirtschaft-und-technologie/wirtschaftsrecht/vergabekammer

 
 
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