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Öffentliche Ausschreibungen

Titel : DE-Hamburg - Militärforschung und -technologie
Dokument-Nr. ( ID / ND ) : 2021091509150612723 / 466925-2021
Veröffentlicht :
15.09.2021
Dokumententyp : Freiwillige ex ante-transparenzbekanntmachung
Vertragstyp : Dienstleistungsauftrag
Verfahrensart : Auftragsvergabe ohne vorherige Veröffentlichung der Vergabebekanntmachung
Zuschlagkriterien : Unbestimmt
Produkt-Codes :
73410000 - Militärforschung und -technologie
DE-Hamburg: Militärforschung und -technologie

2021/S 179/2021 466925

Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung

Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber/Auftraggeber
I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Helmut-Schmidt-Universität/Universität der
Bundeswehr Hamburg (HSU)
Postanschrift: Holstenhofweg 85
Ort: Hamburg
NUTS-Code: DE600 Hamburg
Postleitzahl: 22043
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Dez. II 3.3 / Technischer Einkauf
E-Mail: [6]evergabe21462@hsu-hh.de
Telefon: +49 4065412294
Fax: +49 4065413348
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: [7]https://www.hsu-hh.de/
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde
einschließlich regionaler oder lokaler Unterabteilungen
I.5)Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Lehre und Forschung

Abschnitt II: Gegenstand
II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Forschungs- und Entwicklungsleistungen für ein synthetisches
Simulationsumfeld und Generierung KI-basierter Entscheidungsverfahren
zur Lösung operationeller Aufgaben innerhalb eines SEAD-Szenarios
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
73410000 Militärforschung und -technologie
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Mit dem GhostPlay-Projekt untersucht die HSU gemeinsam mit dem
Kooperationspartner die Entscheidungsfindung vor dem Hintergrund neuer
Herausforderungen im Zusammenhang mit militärischen Konflikten. Im
Mittelpunkt des GhostPlay-Projektes steht die Entwicklung KI-basierter
Entscheidugnsverfahren, sogenannter Kontrollstrategien, um die
Leistungsfähigkeit KI-basierter Entscheidungsunterstützung im
Sensor-Effektor-Verbund darzustellen.

Der Kooperationspartner entwickelt hierzu mithilfe der Subunternehmer
ein hoch performantes, synthetisches Simulationsumfeld (=Ghost) um
mittels KI und in der Interaktion mit Gegnern, die verschiedene
Leistungsprofile aufweisen, Entscheidungsverfahren (=Play) unter
Berücksichtigung unterschiedlicher Parameter herauszubilden. Die
Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen betreffen ausschließlich
militärische Forschung.
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7)Gesamtwert der Beschaffung (ohne MwSt.)
Wert ohne MwSt.: 5 462 025.00 EUR
II.2)Beschreibung
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE600 Hamburg
II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

In dem Projekt "GhostPlay - Aufbau eines hoch performanten
Simulationsumfeldes zur Entwicklung KI-basierter Entscheidungsverfahren
für taktische militärische Entscheidungen bei höchstem Operationstempo"
(GhostPlay) beabsichtigt die HSU, mit dem Kooperationspartner ein hoch
performantes, synthetisches Simulationsumfeld (Ghost) zu schaffen, um
mittels künstlicher Intelligenz (KI) und in der Interatktion mit
Gegnern, die verschiedene Leistungsprofile aufweisen,
Entscheidungsverfahren (Play) zu entwickeln. Diese sollen das Militär
auf der taktischen Ebene und bei höchstem Operationstempo unterstützen.

Dieser geplante Einsatz von KI zur taktischen
Entscheidungsunterstützung im Kontext des militärischen
Sensor-Effektor-Verbunds geht über den Status Quo der militärischen
KI-Forschung hinaus. Er ist sowohl in der Umsetzung und auch
hinsichtlich seines Bedarfs an Rechnerressourcen höchst anspruchsvoll.
Die Entwicklung von GhostPlay liegt im Interesse des Bundesministeriums
der Verteidigung, weil das GhostPlay eine strategische Fähigkeitslücke
der Bundeswehr schließen kann. Das zu entwickelnde GhostPlay stellt als
Mittel der elektronischen Kampfführung und sicherheitsrelevanten IT-
bzw. Kommunikationstechnologie eine nationale Schlüsseltechnologie dar.

Der besondere strategische Wert des GhostPlay-Projekts liegt in der
simulationsbasierten Bewertung ethischer, rechtlicher und
gesellschaftlicher Auswirkungen (ELSA Assessment) neuer Konzepte und
Technologien. Das GhostPlay-Projekt wendet die Ethics by
Design-Philosophie an, um unterschiedliche ethisch-rechtliche
Anforderung im Wechselspiel der intervenierenden bzw. verteidigenden
Systeme darzustellen. Daraus resultiert eine neue
Entscheidungsgrundlage im Hinblick auf die mögliche Regulierung des
Einsatzes (teil)autonom agierender militärischer Systeme, die bislang
nicht auf dem Markt verfügbar ist.

Zu den von dem Kooperationspartner mitsamt Subunternehmern zu
erbringenden Leistungen zählen im Wesentlichen:

1. Aufbau und Pflege eines Real-Option-Portfolios zur Projektsteuerung
und zur Unterstützung des Innovationsmanagements

2. Präsentation und Demonstration aktueller Ergebnisse mit den
Entscheidungsträgern der Bundeswehr

3. Handreichung für Überführung der erreichten Ergebnisse in die
zukünftige reale Nutzung
II.2.5)Zuschlagskriterien
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm,
das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren
IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung eines Aufrufs zum
Wettbewerb im Amtsblatt der Europäischen Union (für die unten
aufgeführten Fälle)
* Der Auftrag fällt nicht in den Anwendungsbereich der Richtlinie

Erläuterung:

Das Vergaberecht ist auf die beabsichtigte Kooperation im
GhostPlay-Projekt nicht anwendbar, da sie ausschließlich Forschungs-
und Entwicklungsleistungen i.S.v. § 116 Abs. 1 Nr. 2 GWB umfasst.

Das GhostPlay-Projekt umfasst sowohl Grundlagen- als auch angewandte
Forschung sowie experimentelle Entwicklung in einem komplexen und
risikoreichen Vorhaben. Im Mittelpunkt des GhostPlay-Projektes steht
die Entwicklung KI-basierter Entscheidungsverfahren, sogenannter
Kontrollstrategien, um die Leistungsfähigkeit KI-basierter
Entscheidungsunterstützung im Sensor-Effektor-Verbund dazustellen. Dazu
entwickeln die Kooperationspartner ein hoch performantes, synthetisches
Simulationsumfeld (=Ghost) um mittels KI und in der Interaktion mit
Gegnern, die verschiedene Leistungsprofile aufweisen,
Entscheidungsverfahren (=Play) unter Berücksichtigung unterschiedlicher
Parameter herauszubilden.

Zwar enthält § 116 Abs. 1 Nr. 2 GWB a.E. eine Rückausnahme für
bestimmte Forschungsleistungen. Diese ist jedoch nicht einschlägig. Die
im GhostPlay-Projekt vor-gesehenen Forschungs- und
Entwicklungsleistungen aller Kooperationspartner unterfallen nicht den
in § 116 Abs. 1 Nr. 2 GWB für die Rückausnahme aufgeführten CPV-Codes.
Bei den im Projekt vorgesehenen Leistungen der Kooperationspartner
handelt es sich stattdessen um Forschungs- und
Entwicklungsdienstleistungen im Bereich Verteidigung und Sicherheit,
sie betreffen ausschließlich militärische Forschung.
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2)Verwaltungsangaben

Abschnitt V: Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe
V.2)Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe
V.2.1)Tag der Zuschlagsentscheidung:
10/09/2021
V.2.2)Angaben zu den Angeboten
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern
vergeben: nein
V.2.3)Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Offizielle Bezeichnung: HENSOLDT Sensors GmbH
Postanschrift: Willy-Messerschmitt-Straße 3
Ort: Taufkirchen
NUTS-Code: DE21H München, Landkreis
Postleitzahl: 82024
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer/Konzessionär wird ein KMU sein: nein
V.2.4)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession (ohne MwSt.)
Gesamtwert des Auftrags/des Loses/der Konzession: 5 462 025.00 EUR
V.2.5)Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben
VI.3)Zusätzliche Angaben:
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Bundeskartellamt - Vergabekammer des Bundes
Postanschrift: Villemombler Straße 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
E-Mail: [8]vk@bundeskartellamt.bund.de
Telefon: +49 2289499-0
Fax: +49 2289499-163
Internet-Adresse:
[9]https://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Kontaktdaten/DE/Vergabeka
mmern.html
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Die Frist zur Einreichung eines Nachprüfungsantrages bei der unter
Ziffer VI.4.1) genannten Stelle, um den Abschluss des Vertrages zu
verhindern, beträgt zehn Kalendertage, gerechnet ab dem Tag nach
Veröffentlichung dieser Bekanntmachung. Auf § 135 Abs. 3 GWB wird
hingewiesen.
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
10/09/2021

References

6. mailto:evergabe21462@hsu-hh.de?subject=TED
7. https://www.hsu-hh.de/
8. mailto:vk@bundeskartellamt.bund.de?subject=TED
9. https://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Kontaktdaten/DE/Vergabekammern.html

 
 
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