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Öffentliche Ausschreibungen

Titel : DE-St.Goarshausen - Erstellung Managementplan für UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal
Dokument-Nr. ( ID / ND ) : 2018041615385789049 / 859971-2018
Veröffentlicht :
16.04.2018
Anforderung der Unterlagen bis :
06.05.2018
Angebotsabgabe bis :
07.05.2018
Dokumententyp : Ausschreibung
Vertragstyp : Dienstleistungsauftrag
Verfahrensart : Offenes Verfahren
Unterteilung des Auftrags : Gesamtangebot
Zuschlagkriterien : Wirtschaftlichstes Angebot
Produkt-Codes :
71241000 - Durchführbarkeitsstudie, Beratung, Analyse
71400000 - Stadtplanung und Landschaftsgestaltung
90721100 - Landschaftsschutz
92522100 - Maßnahmen zur Erhaltung von historisch bedeutsamen Stätten
71330000 - Verschiedene von Ingenieuren erbrachte Dienstleistungen
71300000 - Dienstleistungen von Ingenieurbüros
71240000 - Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
71222200 - Kartierung ländlicher Gebiete
71210000 - Beratungsdienste von Architekten
71200000 - Dienstleistungen von Architekturbüros
Erstellung Managementplan für UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal

Ausschreibung
Erstellung eines Managementplans
mit integrierter Kulturlandschaftsverträglichkeitsstudie
für die UNESCO Welterbestätte Oberes Mittelrheintal
Freihändige Vergabe
von freiberuflichen Leistungen
mit Teilnehmerwettbewerb
Stand: 09.04.2018
Ausschreibung Erstellung eines Managementplans für das Welterbe Oberes Mittelrheintal
Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal - 2018 1
1. VORBEMERKUNG
Das Obere Mittelrheintal zwischen Bingen am Rhein / Rüdesheim am Rhein und Koblenz
erstreckt sich auf einer Länge von 67 Kilometern und ist gekennzeichnet durch eine hohe
Konzentration an bedeutenden Kulturdenkmälern in R(h)einkultur. Mit der Anerkennung des
Oberen Mittelrheintals als Welterbe durch die UNESCO im Jahr 2002 sind die besondere
Bedeutung und Einzigartigkeit dieser Kulturlandschaft gewürdigt worden und es besteht die
Verpflichtung den Outstanding Universal Value (OUV) des Welterbes zu erhalten. Seither
haben die vielen engagierten Akteure im Oberen Mittelrheintal beachtliches geleistet, um die
Attraktivität dieser außergewöhnlichen Tallandschaft zu erhalten und weiter zu steigern. Gesamtgesellschaftliche
und wirtschaftliche Veränderungsprozesse machen aber auch vor dem
Oberen Mittelrheintal nicht halt: so steht das Welterbe heute und in Zukunft vor gewaltigen
Entwicklungsaufgaben. Neben der Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels wie
z.B. leerstehende Gebäude und Wohnungen sowie Rückgang bei Angeboten der öffentlichen
und privaten Infrastrukturversorgung, sind insbesondere die wirtschaftliche Weiterentwicklung
der Region und die Minderung der Lärmbelastung durch den Schienengüterverkehr in der
engen Tallage eine zentrale Herausforderung.
Das Welterbekomitee der UNESCO und die Landesregierungen von Hessen und Rheinland-
Pfalz haben sich daher darauf verständigt, die Entwicklungsmöglichkeiten des Oberen Mittelrheintals
unter Berücksichtigung der Welterbe-Bedingungen im Rahmen eines Masterplans
zu untersuchen sowie Leitbilder ("Visionen") und Maßnahmen für die Weiterentwicklung in
allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen zu entwickeln.
In einer Raumanalyse, in sechs thematisch ausgerichteten Workshops und einer Zukunftskonferenz
wurden die Stärken und Schwächen des Oberen Mittelrheintales aus heutigem
Blickwinkel aufgenommen und zukünftige Herausforderungen in allen Lebensbereichen formuliert.
Die Entwicklung des Masterplans fand unter einer großen Teilhabe der Bevölkerung
statt (Workshops, Regionalkonferenzen etc.). Als Ergebnis sind zehn Visionen für ein Zukunftsbild
des Oberen Mittelrheintales entstanden. Der Masterplan Welterbe Oberes Mittelrheintal
wurde am 21.02.2013 veröffentlicht. Die Ergebnisse des Masterplan-Prozesses sind
in einer Publikation zusammengefasst, die als Anlage mit zur Verfügung gestellt wird. Im
Downloadbereich des Ministeriums des Innern und für Sport unter
https://mdi.rlp.de/de/unsere-themen/landesplanung/welterbe-oberes-mittelrheintal/ kann auch
die ausführliche Version des Masterplans mit umfassender Raum- und Regionalanalyse eingesehen
und heruntergeladen werden. In weiteren Workshops wurden mit den Akteuren im
Mittelrheintal Maßnahmen zur Umsetzung der im Masterplan definierten Visionen diskutiert.
Mit der Anerkennung als UNESCO-Welterbe haben sich die Länder Hessen und Rheinland-
Pfalz sowie die Bundesrepublik Deutschland dazu verpflichtet, den außergewöhnlichen universellen
Wert (OUV) dieser Kulturlandschaft zu erhalten. Die UNESCO hat in ihrem 41. Beschluss
aus dem Jahre 2017 den Vertragsstaat aufgefordert, den überarbeiteten und in ein
Dokument zusammengeführten Managementplan und Masterplan dem Welterbezentrum zur
Prüfung vorzulegen. Grundlegende Informationen über die Anerkennung des Oberen Mittelrheintals,
den OUV sowie die Anerkennungskriterien der UNESCO sind als Welterbe-Basics
in den Anlagen enthalten.
Mit der zum 1. Februar 2005 in Kraft getretenen neuen Fassung der Richtlinien für die
Durchführung des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt ist ein
Managementplan für eingetragene Welterbestätten zwingend erforderlich. Alle bereits erklärten
UNESCO-Welterbestätten sind durch die UNESCO zur Ausarbeitung entsprechender
Pläne gegenüber dem Welterbekomitee aufgefordert worden. Die Publikation Managementpläne
für Welterbestätten Ein Leitfaden für die Praxis ist ebenfalls als Anlage beigefügt.
Ausschreibung Erstellung eines Managementplans für das Welterbe Oberes Mittelrheintal
Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal - 2018
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Der Managementplan soll insbesondere erläutern, wie der außergewöhnlich universelle Wert
einer Welterbestätte erhalten werden kann. Managementpläne bilden für die UNESCO das
zentrale Planungsinstrument für den Schutz, die Nutzung, die Pflege und die erfolgreiche
Weiterentwicklung von Welterbestätten. Die Pläne sollen mögliche Risiken analysieren und
Strategien zu deren Vermeidung aufzeigen.
Der Managementplan für das Welterbe Oberes Mittelrheintal aus dem Jahr 2001 (siehe Anlage)
ist daher nach den Vorgaben der UNESCO fortzuschreiben bzw. neu zu entwickeln. Als
wesentliche Bausteine eines Managementplans werden in den Richtlinien genannt:
Schutzmaßnahmen durch Gesetze, sonstige Vorschriften und Verträge,
Festlegung von Grenzen für wirksamen Schutz,
Pufferzonen,
Verwaltungssysteme,
Nachhaltige Nutzung.
Im Managementplan soll unter anderem erläutert werden, wie der OUV der Welterbestätte
Oberes Mittelrheintal erhalten werden kann. Somit bildet dieser die Grundlage für den Schutz,
die Nutzung, die Pflege und die erforderliche Weiterentwicklung des Oberen Mittelrheintals
und entfaltet rechtliche Verbindlichkeit durch die Übernahme seiner Aussagen in Gesetze und
Verordnungen, Landesentwicklungspläne, Regionalpläne und Bauleitpläne.
Ein Bestandteil des Managementplans für das Welterbe Oberes Mittelrheintal wird die Erstellung
einer Verträglichkeitsstudie für die Kulturlandschaft sein. Damit soll ermöglicht werden,
aufbauend auf einer mit der UNESCO abgestimmten Methodik, größere Infrastrukturprojekte
wie z. B. die geplante Ortsumgehung Braubach, die Bahnquerung in Rüdesheim, Brückenbauwerke
oder auch Hotelprojekte etc. schneller hinsichtlich ihrer Welterbeverträglichkeit beurteilen
und Entwicklungsräume (Entwicklungszonen bzw. Schutzgebiete) für das Mittelrheintal
aufzeigen zu können.
Die Ergebnisse aus dem Masterplanprozess mit seiner umfangreichen Bürgerbeteiligung und
regionalen Bestandsaufnahme sollen in den fortzuschreibenden Managementplan implementiert
werden. Bei der Erstellung des Managementplans soll mit Ausnahme der vorgesehenen
Regionalkonferenz eine Zusammenarbeit vornehmlich mit den Vertretern der Fachbehörden
und Institutionen sowie den hauptamtlichen Bürgermeistern und Landräten erfolgen. Die wesentlichen
Verfahrensschritte werden in geeigneten Formaten der Öffentlichkeit und den Bürgern
präsentiert.
Für das Jahr 2031 ist die Durchführung der Bundesgartenschau als dezentrale Gartenschau
im gesamten Welterbegebiet geplant. Aufbauend auf einer im Jahr 2016 veröffentlichten Vorstudie
wurde im Dezember 2017 eine Machbarkeitsstudie entwickelt, die als Bewerbungsdokument
an die Bundesgartenschaugesellschaft übergeben werden soll. Die BUGA 2031 bietet
die Chance, im Welterbegebiet einen nachhaltigen wirtschaftlichen Wachstumsimpuls auszulösen.
Die Planung und Umsetzung der mit der BUGA 2031 verbundenen Infrastrukturmaßnahmen
bedarf aufgrund der Lage im Welterbegebiet allerdings einer sensiblen Planung unter
Berücksichtigung der Welterbeverträglichkeit der Projekte.
Hier sollen der Managementplan Welterbe Oberes Mittelrheintal und die Kulturlandschaftsverträglichkeitsstudie
Hinweise und Empfehlungen für die welterbekonforme Ausgestaltung der
BUGA 2031 geben.
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Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal - 2018
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2. VERFAHRENSBESCHREIBUNG
Der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal ist der Auslober der vorliegenden Projektausschreibung
und Auftraggeber der zu vergebenden Leistungen. Die Finanzierung des Projektes
erfolgt durch das Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz, das Ministerium
für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz, das Hessische Ministerium
für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (Partner des Auftraggebers) sowie
den Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal.
Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal
Dolkstraße 19
56346 St.Goarshausen
Ansprechpartner: Nadya König-Lehrmann (Geschäftsführerin)
E-Mail: n.koenig-lehrmann@zv-welterbe.de
Telefon: 06771 599 618
Das Verfahren wird als Freihändige Vergabe von freiberuflichen Leistungen mit vorgeschaltetem
Teilnehmerwettbewerb durchgeführt.
Die Verwaltungsvorschrift für öffentliches Auftrags- und Beschaffungswesen in Rheinland-
Pfalz, in der derzeit gültigen Fassung vom 24.04.2014, ist Grundlage der Ausschreibung.
Die Angebote müssen schriftlich vorgelegt sowie im Rahmen eines Präsentationstermins vorgestellt
werden.
Es werden bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung alle Vergabeunterlagen bereitgestellt,
auch wenn ein Teil der Unterlagen lediglich für die Verhandlungsrunde maßgeblich ist. Für
den zunächst durchgeführten Teilnehmerwettbewerb sind diese Unterlagen somit nicht relevant.
Die entsprechenden Formulare und Konzeptunterlagen sind daher noch nicht zusammen
mit dem Teilnahmeantrag einzureichen. Die Bearbeitungsfrist für die Angebotserstellung
wird durch die frühzeitige und umfassende Bereitstellung der Vergabeunterlagen auf 3 Wochen
verkürzt.
Die einzureichenden Unterlagen müssen an allen dafür vorgesehenen Stellen mit Datum,
Firmenstempel und rechtsverbindlicher Unterschrift versehen sein.
Die Unterlagen nebst Anlagen dürfen nur zur Erstellung des Angebotes verwendet werden.
Jede Veröffentlichung oder Weitergabe (auch auszugsweise) ist ohne ausdrückliche schriftliche
Zustimmung der ausschreibenden Stelle nicht gestattet. Der Bieter hat auch nach Beendigung
der Angebotsphase über die ihm bei seiner Tätigkeit bekannt gewordenen dienstlichen
Angelegenheiten des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal Verschwiegenheit
zu bewahren.
Es gilt deutsches Recht. AGB der Bieter sind ausgeschlossen. Der Zweckverband vergibt
einen Auftrag zur Erbringung freiberuflicher Leistungen, für den ein Vertrag nach den Vorgaben
dieser Ausschreibung geschlossen wird. Ergänzend kommen die Allgemeinen Vertragsbedingungen
für die Ausführung von Leistungen (VOL/B) in der jeweils gültigen Fassung zur
Anwendung.
2.1 TEILNEHMERWETTBEWERB
Dem Verfahren ist ein Teilnehmerwettbewerb vorgeschaltet. In diesem Teilnehmerwettbewerb
kann von interessierten Unternehmen ein Teilnahmeantrag mit den geforderten Unterlagen
beim Auftraggeber eingereicht werden.
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Für die Teilnahmeanträge sind die zur Verfügung gestellten Formblätter und Formulare zu
verwenden. Die Teilnahmeanträge und vorgegebenen Formulare sind zu vervollständigen
und an den dafür vorgesehenen Stellen zu unterzeichnen. Nicht unterzeichnete Teilnahmeanträge
werden vom weiteren Verfahren ausgeschlossen. Das Fehlen von geforderten Erklärungen
und Nachweisen kann zum Ausschluss vom Verfahren führen.
Die Teilnahmeanträge sind vollständig in deutscher Sprache zu verfassen.
Die Teilnahmeanträge sind bis 07.05.2018, 12:00 Uhr beim Zweckverband Welterbe Oberes
Mittelrheintal als Auslober, einzureichen. Maßgeblich für die Fristeinhaltung ist der Eingang
beim Auftraggeber, nicht der Poststempel. Nicht fristgerecht eingegangene Teilnahmeanträge
werden vom weiteren Verfahren ausgeschlossen. Die elektronische Übermittlung von Unterlagen
wird nicht zugelassen.
Die Teilnahmeanträge sind in geschlossenen Umschlägen, versehen mit dem Hinweis
NICHT ÖFFNEN! Teilnahmeantrag: Vergabe Managementplan Welterbe Oberes Mittelrheintal
2018 einzureichen.
Der Auftraggeber prüft die fristgerecht eingegangenen Teilnahmeanträge zunächst auf Vollständigkeit
und darauf, ob Gründe für einen Ausschluss des Antrags vorliegen. Alle nach dieser
Prüfung im Verfahren verbleibenden Anträge werden dahingehend geprüft, ob eine Eignung
zur Ausführung des Auftrags vorliegt und gemäß den Bewertungskriterien in Kapitel 3
bepunktet. Bewerber, welche ihre Eignung durch den Teilnahmeantrag nicht darlegen konnten,
werden vom weiteren Verfahren ausgeschlossen.
Nach Durchführung der Eignungsprüfung werden mindestens 3, höchstens jedoch 5 geeignete
Bewerber ausgewählt, welche zur Abgabe eines Angebotes sowie zur Vorstellung des Projektprozesses
aufgefordert werden.
Fragen zum Verfahren und zu den Vergabeunterlagen können bis 30.04.2018 in Text- oder
Schriftform gestellt werden.
Werden einem Bewerber wichtige Erklärungen über die geforderte Leistung oder die Grundlagen
der Preisermittlung gegeben, so werden sie auch den übrigen Bietern mitgeteilt.
Bis zum Ablauf der Teilnahmefrist können die Anträge schriftlich zurückgezogen werden.
2.2 AUFFORDERUNG ZUR ANGEBOTSABGABE
Die im Teilnehmerwettbewerb ausgewählten Bewerber werden schriftlich informiert und zur
Abgabe eines Angebotes aufgefordert und somit in das Verhandlungsverfahren eingeladen.
Die Aufforderung zur Angebotsabgabe erfolgt am 15.05.2018.
Die bereits mit der Ausschreibung versendeten maßgebenden Unterlagen sind für die Bearbeitung
des Angebotes zu verwenden. Die entsprechenden Formulare und Konzeptunterlagen
sind in der Bearbeitungsfrist bis 04.06.2018 beim Auslober einzureichen, bzw. im Verhandlungsverfahren
zu präsentieren.
Für die Erstellung eines Angebotes auf Aufforderung wird den Bewerbern eine Aufwandspauschale
in Höhe von 1.000 (brutto) gewährt.
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2.3 ZEITPLAN
Aktion Termin
Veröffentlichung 09. April 2018
Schlusstermin für Fragen 30. April 2018
Abgabe Teilnahmeantrag bis spätestens 07. Mai 2018, 12.00 Uhr
Aufforderung zur Angebotsabgabe 15. Mai 2018
Termin für Abgabe Angebote und das Verhandlungsverfahren 04. Juni 2018
Zuschlag (voraussichtlich) 27. Juni 2018
Bindefrist Angebot 31. Juli 2018
Ausführungsfrist bis 31. Oktober 2019
2.4 ANFORDERUNG AN DIE LEISTUNGSERBRINGUNG
Mit der Bearbeitung des Managementplans ist umgehend nach der Beauftragung zu beginnen.
Die Ausführungsfrist ist vom 27. Juni 2018 bis 31. Oktober 2019.
Der Managementplan ist in einem gebundenen Bericht (ggf. Lose-Blatt-Sammlung des
Maßnahmenteils) textlich und planerisch zusammenzufassen. Der Bericht ist in DIN A4 Format
in fünffacher Ausfertigung vorzulegen. Zudem ist eine PDF-Version des Managementplans
für den Mailversand und Download zu erstellen sowie eine hochauflösende Version für
die Drucklegung. Der Managementplan ist in einer weiteren Version in Einzelkapiteln abzuspeichern
und alle digitalen Versionen auf einem Datenträger einzureichen.
Der Managementplan ist in deutscher Sprache zu verfassen.
3. BEWERTUNGSKRITERIEN UND GEWICHTUNG
Gesucht wird ein Anbieter, der innerhalb seines Unternehmens die geforderten Kompetenzen
der Leistungsbeschreibung erbringen kann, oder sich in einer Bietergemeinschaft gemeinsam
um den Auftrag bewirbt.
Die Auswahl des/ der bearbeitenden Büros erfolgt anhand der nachfolgenden Kriterien und
deren Gewichtung.
Zu den formulierten Anforderungen müssen Nachweise oder Erläuterungen abgegeben oder
Fragen beantwortet werden. Es müssen alle Einzelanforderungen nachgewiesen werden.
Maßgebend für die Aufforderung zur Angebotsabgabe und damit Teilnahme am Verhandlungsverfahren
ist zunächst die Erfüllung der formalen Anforderungen des Teilnehmerwettbewerbs.
Die Interessenten mit den höchsten Punktebewertungen werden zur Abgabe eines
Angebotes aufgefordert.
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Teilnehmerwettbewerb (formale Prüfung der Erfüllung des Anforderungsprofils und der Eignungskriterien)
Zuverlässigkeit:
- Bewerberbogen des Einzelbewerbers bzw. der Bietergemeinschaft mit Angabe von
Firmennamen, Rechtsform, Kontaktdaten
- Unternehmensdarstellung mit Beschreibung der beruflichen Qualifikation der Personen,
die für die Leistungserbringung verantwortlich vorgesehen sind sowie die Anzahl
und Qualifikation der Beschäftigten
- Ggf. vorhandene Zertifizierungen oder Auszeichnungen
Leistungsfähigkeit:
- Die Leistungen sind in Generalunternehmerschaft bzw. als Bietergemeinschaft zu erbringen.
Im Fall einer Bietergemeinschaft ist darzulegen, wie die Aufgabenverteilung
vollzogen wird.
- Ein Angebot von Bietergemeinschaften findet nur Anerkennung, wenn jeweils alle Mitglieder
benannt sind und ein Mitglied uneingeschränkt bevollmächtigter Vertreter für
den Abschluss und die Durchführung des Vertrages benannt ist.
- Alle Mitglieder der Bietergemeinschaft müssen sich für alle im Zusammenhang mit
dem Vertrag entstehenden Verbindlichkeiten zur gesamtschuldnerischen Haftung verpflichten.
- Aktuelle Bankauskunft / Bankerklärung des Anbieters, bei einer Arbeits- oder Bietergemeinschaft
von jedem Mitglied und von jedem der Subunternehmer bzw. Unterauftragnehmer
Fachkunde:
- Fachkenntnisse in den Bereichen Raumordnung und Regionalentwicklung
- Fachkenntnisse und Erfahrungen bei der Erstellung von Managementplänen und
Landschaftsbewertungsanalysen
- Kenntnisse der Strukturen, Gremien und Entscheidungsprozesse bei der UNESCO
- Umfangreiche Erfahrung im Projekt- und Prozessmanagement
- Erfahrung auf dem Gebiet der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
- Erfahrung bei der Moderation von Entwicklungsprozessen
- Erfahrung im Veranstaltungsmanagement (dies beinhaltet kleine Diskussionsrunden
aber auch Konferenzen)
Referenzen:
- Ausführliche Darstellung von Referenzen bzw. Referenzprojekten, die mit dem Ausschreibungsgegenstand
vergleichbar sind. Auf 1 DIN A4 pro Projekt beschränkt.
Verhandlungsverfahren (Präsentation)
- Qualität des Konzeptes
o Schlüssigkeit des Gesamtkonzeptes hinsichtlich der Ziele des Auftrages
o Schlüssigkeit des methodischen Vorgehens
- Inhaltliche Kohärenz
o Präsentation, Prägnanz und Strukturiertheit
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o Alle Leistungen der Ausschreibungen sind berücksichtigt
o Nachvollziehbare und hinreichende Erläuterung, wie die einzelnen Leistungen
erbracht bzw. erarbeitet werden sollen
o Beabsichtigte Aufarbeitung und Darstellung der Ergebnisse
- Projektplanung
o Aussagequalität des vorgelegten Zeit- und Arbeitsplanes
o Darstellungsqualität des vorgesehenen Personaleinsatzes
o Art und Weise der Zusammenarbeit mit den Auftraggebern und den Akteuren
im Welterbegebiet
- Preis
o Die Preiszusammenstellung soll sowohl Angaben der Kalkulationsgrundlagen
des Bewerbers (pauschalierte Tagessätze) als auch die Ermittlung eines gesamten
Angebotspreises umfassen.
Die Kriterien werden grundsätzlich entsprechend ihres Erfüllungsgrades im Hinblick auf die
vergleichbaren Erfahrungen / Qualifikationen / Referenzen sowie ergänzenden Aussagen /
Angaben nach dem in der folgenden Tabelle dargestellten Punkteschema bewertet. Die
Vergabe erfolgt nach dem Best-Bieter-Prinzip.
Bewertungspunkte Zielerfüllungsgrad
0 Ungenügend
2 Mangelhaft
4 Ausreichend
6 Befriedigend
8 Gut
10 Sehr gut
Bewertung des Zielerfüllungsgrades:
0 bis 3 Punkte: Insgesamt niedriger Zielerfüllungsgrad. Unzureichende oder mangelhafte und
insgesamt nicht nachvollziehbare Darstellung.
4 bis 7 Punkte: Insgesamt durchschnittlicher Zielerfüllungsgrad. Ausreichende bis zufriedenstellende
Darstellung, die teilweise bis überwiegend an die Erwartungen der Auftraggeber
heranreicht.
8 bis 10 Punkte: Insgesamt überdurchschnittliche bis hervorragende Darstellung, die den Erwartungen
der Auftraggeber voll oder in einem besonderen Maße entspricht.
Die jeweils erreichten Bewertungspunkte werden mit der entsprechenden Gewichtung multipliziert.
Die Bewertung erfolgt betreffend der benannten Kriterien im Vergleich der Angebote
untereinander.
Kriterium Gewichtung
Erfüllung des Anforderungsprofils und der Eignungskriterien (formale
Prüfung)
- Zuverlässigkeit
5%
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- Leistungsfähigkeit
- Fachkunde und Referenzen
5%
5%
Verhandlungsverfahren
- Qualität des Konzeptes
- Inhaltliche Kohärenz
- Projektplanung
25%
25%
15%
Preis 20 %
4. BESCHREIBUNG DER LEISTUNGSBESTANDTEILE
4.1 VORBEREITENDE BERATUNGSLEISTUNGEN
Beratungsbedarf
Zur Vorbereitung der Erstellung des Managementplans sind zunächst eine Analyse der
Rahmenbedingungen im Welterbegebiet sowie eine Sichtung der vorhandenen Planwerke
erforderlich. Weiterhin ist die Auswertung methodischer Vorgaben durch die UNESCO
geboten.
Im Rahmen einer Informations- und Auftaktveranstaltung soll auf die Erstellung des Managementplans
hingewiesen werden und die Erwartungen der hauptamtlichen Akteure
(VG-Bürgermeister etc.) aufgenommen werden. Die Veranstaltungen sollen auch zur Sensibilisierung
der Akteure für die besondere Wertigkeit des Welterbetitels dienen.
Einarbeitung in die Thematik Einlesen in den vorliegenden Masterplan und
weitere vorhandene Pläne, Programme (Managementplan,
Handlungsprogramm, Naturschutzfachplanungen
etc.)
Analyse und Zusammenfassung relevanter Aspekte
Rückkopplung mit Auftraggeber
Fachlicher Austausch; Schlüsselpersonengespräche
1-2 Fachgespräche mit den Auftraggebern zur
Planung uns Strukturierung des Prozesses
Durchführung von Schlüsselgesprächen (ca. 15
Gespräche, Schlüsselpersonen sind vorab mit
dem Auftraggeber abzustimmen); Dokumentation
der Gespräche
Erfassung von Infrastrukturplanungen
Erste Erfassung & Kartierung relevanter Infrastrukturprojekte
im Welterbegebiet
ggf. Abfrage geplanter Projekte bei den Kommunen
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Informationsveranstaltung
Auftaktveranstaltung mit hauptamtlichen
und ehrenamtlichen
Akteuren im Welterbe, begleitende
Pressearbeit
Vorbereitung, Teilnahme (Moderation) und Nachbereitung
einer Informationsveranstaltung für die
hauptamtlichen Bürgermeister (Abfrage der Erwartungen
an den Welterbetitel, ggf. bestpractice
Beispiele aus anderen Welterbestätten präsentieren,
wo Managementplanprozess als Chance
gemeinsamen Handelns gesehen wurde)
Vorbereitung, Teilnahme (Moderation) und Nachbereitung
einer Auftaktveranstaltung für die
Fachöffentlichkeit (Inhalte & Struktur der Auftaktveranstaltung
werden in enger Abstimmung mit
den Auftraggebern entwickelt)
Vorbereitung (und Teilnahme) an der Auftaktpressekonferenz
(Räume-, Technik- und Cateringkosten werden
durch den Auftraggeber getragen)
4.2 ERSTELLUNG DES MANAGEMENTPLANS
Erstellung des Managementplans (orientiert an Managementpläne für Welterbestätten
Ein Leitfaden für die Praxis (B. Ringbeck)) und der Kulturlandschaftsverträglichkeitsstudie
(KLVS). Mit der KLVS soll im Rahmen des Monitorings eine einheitliche Methodik zur Bewertung
der Welterbe- und Kulturlandschaftsverträglichkeit größerer Planungs- und Bauvorhaben
geschaffen werden (z.B. Verkehrsinfrastrukturen, Hotelneubauten, Wohnbebauung
etc.).
I. Abstract Zusammenfassende Darstellung der Zielsetzungen
und des Erarbeitungsprozesses des Managementplans
II. Einführung Darlegung der Zielsetzungen, des rechtlichen
Status und des Erarbeitungsprozesses des Managementplans
III. Beschreibung des Welterbegebietes
Darlegung von Lage und Abgrenzung des Welterbes
(GIS-basiert und parzellenscharf)
Textliche Beschreibung der Abgrenzung von
Kern- und Pufferzone
Tabellarische und kartografische Dokumentation
der Gebietskörperschaften und deren Lage im
Welterbegebiet
IV. Die herausragende Bedeutung
des Welterbes Oberes
Schriftliche und fotografische Darlegung des Außergewöhnlichen
Universellen Wertes (OUV) im
Managementplan
Ausschreibung Erstellung eines Managementplans für das Welterbe Oberes Mittelrheintal
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Mittelrheintal Dokumentation der Erklärung zum außergewöhnlichen
Wert
Benennung wesentlicher Attribute des Welterbes
mit Bezug zum OUV (Tabellarisch und mit Fotodokumentation
bzw. Fotoabwicklungen der welterbeprägenden
Landschafts- und Ortsansichten)
V. Planung, Instrumente und
Handlungsgrundlagen
Schriftliche und tabellarische Zusammenfassung
aller relevanten formellen und informellen Planungsgrundlagen
für den Managementplan
Welterbekonvention, weitere internationale Konventionen
und Chartas
Nationale Planungsrichtlinien (z.B. Naturschutz,
Bundeswasserstraßengesetz etc.)
Regionale Planungsrichtlinien (z.B. Denkmalschutzgesetz,
Regional- und Landesentwicklungspläne
etc.)
Lokale Planungsrichtlinien (z.B. Flächennutzungspläne,
Bebauungspläne, Satzungen,
Rechtsverordnungen und weitere Planwerke)
Auswertung der bisher gefassten Beschlüsse des
Welterbekomitees
VI. Entwicklungsperspektiven
und mögliche Risiken für die
Erhaltung des OUV der
Welterbestätte
Zusammenfassung aller Entwicklungsperspektiven
(u.a. aus dem Masterplanprozess)
und möglicher Risiken für die Erhaltung des OUV
in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber und
seinen Partnern.
Durchführung einer SWOT-Analyse. Mögliche
(Teil-)Aspekte sind:
Demografische Entwicklung
Wirtschaftliche Entwicklung
Verkehrsinfrastruktur; Infrastrukturvorhaben
Land- und Forstwirtschaft und Weinbau
Naturschutz und Landschaftspflege
Umwelteinflüsse- und Nutzungsdruck (Bahnlärm)
Visuelle Integrität
Sicherung der Finanzierung
weitere Herausforderungen
Beispielhafte Darstellung von VeränderungsAusschreibung
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prozessen im Welterbegebiet (Landschaftsbild,
Ortsbilder etc.) seit der Anerkennung
VII. Entwicklung bzw. Ableitung
eines Leitbildes (Masterplan)
Erarbeitung eines Leitbildes in Abstimmung mit
einem noch einzurichtenden Beirat und anderen
maßgeblichen Akteuren
Erarbeitung eines Vorentwurfes für das Leitbild
und Leitbild-Analyse anderer Welterbestätten
Abstimmung des Leitbildes mit Auftraggeber und
seinen Partnern sowie dem Beirat
Bürgerbeteiligung zum Leitbild (im Rahmen einer
Regionalkonferenz)
Vorbereitung, Moderation und Nachbereitung der
Regionalkonferenz (Raum- Technik- und Cateringkosten
werden durch den Auftraggeber getragen)
Diskussion der Leitbild-Definition in der Zweckverbandsversammlung
VIII. Handlungsfelder und Handlungsempfehlungen
Identifizierung und Erarbeitung möglicher zukünftiger
Handlungsfelder und konkreter Projekte innerhalb
dieser Handlungsfelder im UNESCO
Welterbe. Abstimmung der Projektvorschläge mit
den Auftraggebern, dem Beirat und weiteren relevanten
Akteuren.
Mögliche Aspekte in Ableitung aus dem Masterplanprozess
sind:
Mobilität und Infrastruktur
Kulturelles Erbe
Naturschutz und Landschaftspflege
Zukunftsfähigkeit
Wirtschaft
Landnutzung
Tourismus
Buga 2031
Öffentlichkeitsarbeit
Community Involvement / Dialog Welterbe
IX. Management des Welterbes Bestandsaufnahme und Prüfung der bestehenden
Organisation und Verwaltung des Welterbes
Prüfung der derzeitigen Welterbe-Koordination
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Schriftliche und grafische Auswertung der zukünftigen
Organisationsstrukturen mit Benennung wesentlicher
Organe des Welterbe-Managements in
Abstimmung mit den Auftraggebern und dem Beirat
Bestandsaufnahme und Prüfung bestehender
personeller und finanzieller Ressourcen zur Stärkung
des Welterbe-Managements
Erarbeitung von Vorschlägen zur zukünftigen
Konzeption bzw. Organisationsstruktur in Abstimmung
mit den Auftraggebern und dem Beirat
X. Qualitätssicherung, Monitoring,
Berichterstattung, Kulturlandschaftsverträglichkeitsstudie
Benennung und Diskussion bestehender Elemente
der Qualitätssicherung, der Organisation zur
Durchführung der Berichterstattung an die UNESCO
(State of Conservation Report und Periodic
Reporting) sowie Benennung des Ablaufs des
Evaluierungs- und Entscheidungsprozesses im
Konfliktfall gemäß 172 der Operational Guidelines
Benennung und Bewertung des materiellen und
immateriellen Kulturerbes
Prüfung bestehender Elemente und Verfahren
Vorbeugendes Monitoring
Entwicklung einer Kulturlandschaftsverträglichkeitsstudie
(KLVS) als Instrument des vorbeugenden
Monitorings
Klare Definition und geografische Verortung des
OUV und der Attribute, die den OUV zum Ausdruck
bringen
Klare Definition wesentlicher Schutzziele und Risiken
(Identifikation möglicher Konfliktpotentiale)
und Dokumentation des Ist- Zustandes des Welterbes
(in Bezug zu den o.g. Risiken)
Ermittlung bzw. Entwicklung von Indikatoren zur
Kontrolle "schleichender" negativer Entwicklungen
(brachliegende Weinbergsflächen, Zersiedlung,
technische Überfrachtung etc.)
Entwicklung Evaluierungsgrundlagen und -
methodik (3D-Modell zur Konfliktevaluierung mit
Darstellung von Sichtbeziehungen)
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Entwicklung einer geeigneten Organisations- und
Informationsstruktur zur Konfliktbeurteilung bzw. -
bewertung (z.B. Welterbebeirat)
Ableitung von Vorschlägen zur Errichtung eines
Monitoringsystems und Risikomanagements mit
Bewertung der Attribute
XI. Appendix und Anlagen Zusammenstellung von Literatur- und Bildquellen
sowie ggf. erforderlicher Karten
4.3 PROZESSSTEUERUNG UND PROZESSBEGLEITUNG
Prozessbegleitung (Präsentation und Moderation der Steuerungssitzungen); begleitende
Öffentlichkeitsarbeit
3 Sitzungen Lenkungsgruppe
4 Sitzungen Fachbeirat
4 Sitzungen Monitoringbeirat
4 Sitzungen IMA
Regelmäßige Sitzungen Arbeitsebene (8 Termine
mit Beisein des Auftragnehmers)
Prozessteuerung
Vorlage einer schlüssigen Projektstruktur im Hinblick
auf Zeit- und Ressourcenplanung bereits im
Rahmen der Angebotserstellung
Laufende Anpassung des Projektmanagements
und des Projektsteuerungsplans.
4.4 ORGANISATION / STEUERUNGSGREMIEN
Politische Steuerung: Lenkungsgruppe auf Ebene der Staatssekretärinnen und
Staatssekretäre: Leitung Sts. Kern (MdI RLP); Zweckverbandsvorsteher Landrat
Puchtler, Sts. Samson (HMWEVL Hessen), Sts. Prof. Dr. Barbaro (MWWK RLP), Sts.
Dr. Griese (MUEEF RLP), Sts. MWVLW RLP, Sts. FM RLP (abgeleitet aus dem Masterplanprozess)
Wissenschaftliche/ Gesellschaftliche Begleitung: Fachbeirat: z.B. Rheinischer
Verein, IHKen, Architektenkammern, Romantischer Rhein Tourismus GmbH, externe
Welterbestätte, Deutsche UNESCO Kommission, Koordinatorin der Länder für das
Welterbe, Weinbauverbände, Einbindung des Fachbeirates des Zweckverbandes
Die genaue Besetzung des Fachbeirates wird zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber
mit seinen Partnern abgestimmt.
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Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal - 2018
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Interministerielle Arbeitsgruppe: HMWEVL, MWWK RLP, Zweckverband WOM,
MdI RLP, Entwicklungsagentur RLP, MWVLW RLP, MUEEF RLP; HMUKLV; HMWK;
GDKE RLP, LfDenkmalpflege Hessen; ICOMOS National; FM RLP
Monitoringbeirat: ICOMOS, GDKE RLP, LfDenkmalpflege Hessen, Regionalplanung,
SGD-Nord, RP Darmstadt
Steuerung Arbeitsebene: Fachebene des Auftraggebers mit seinen Partnern
4.5 MIT DEM ANGEBOT SIND FOLGENDE UNTERLAGEN VORZULEGEN
Formloses Anschreiben
Ausführliche Erläuterung und Präsentation, wie die Leistungen erbracht und dargestellt
sowie der Prozess durchgeführt werden sollen (Konzept in Form einer Präsentation)
Zeit- und Arbeitsplan (Vorschlag: Projektplan) zur Erbringung der ausgeschriebenen Leistungen
Ausführliches Leistungsverzeichnis mit detailliert aufgeschlüsselten Kostenpositionen
4.6 ANLAGEN
Masterplan Welterbe Oberes Mittelrheintal (Kurzversion)
Welterbe-Basics zum Welterbe Oberes Mittelrheintal
Managementpläne für Welterbestätten Ein Leitfaden für die Praxis
Managementplan Eine Region besinnt sich auf gemeinsame Stärken: Der Mittelrhein
Ein Stück Weltkultur
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Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal - 2018
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Teilnahmeantrag
Ich bewerbe mich/ Wir bewerben uns hiermit zur Teilnahme an der Ausschreibung zur Freihändigen
Vergabe vom 09. April 2018 um die Erstellung eines Managementplans mit integrierter
Kulturlandschaftsverträglichkeitsstudie für die UNESCO Welterbestätte Oberes Mittelrheintal.
Der Bewerber/ die Bewerbergemeinschaft erklärt,
sämtliche in diesem Verfahren vom Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal
mündlich oder schriftlich mitgeteilte Daten, Fakten und Informationen gemäß den Verfahrensbedingungen
vertraulich zu behandeln und diese Daten, Fakten und Informationen
nur zum Zwecke der Teilnahme in diesem Verfahren und im Falle der Zuschlagserteilung
zur Auftragsdurchführung zu verwenden und Dritten nur mit vorheriger
ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Zweckverbandes Welterbe Oberes
Mittelrheintal zur Verfügung zu stellen.
Ausgenommen von dieser Verpflichtung sind bereits bekannte oder öffentlich zugängliche
Informationen. Weiterhin gilt die vorstehende Verpflichtung nicht, wenn der Bewerber/
Bieter zur Weitergabe der Daten, Fakten und Informationen durch Gesetz oder
behördliche Anordnung verpflichtet ist oder eine Weitergabe an von Berufs wegen
zur Verschwiegenheit verpflichtete Berater (z. B. Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer)
des Bewerbers/ der Bewerbergemeinschaft erfolgt.
dem Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal für Schäden zu haften, die ihr aus
einer unberechtigten Weitergabe von Daten, Fakten und Informationen entstehen und
den Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal von jeglichen Verpflichtungen, die
ihm durch eine unberechtigte Weitergabe von Daten, Fakten und Informationen entstehen,
freizustellen. Diese Verpflichtung gilt verschuldensunabhängig.
_________________________ ________________________________
Ort, Datum Stempel, rechtsverbindliche Unterschrift1
1 Eine rechtsverbindliche Unterschrift liegt dann vor, wenn die zur Vertretung berechtigten Inhaber oder Organe von
Gesellschaften (z. B. Geschäftsführer, Vorstand) oder entsprechend bevollmächtigte Vertreter den Teilnahmeantrag
und sämtliche Erklärungen in vertretungsberechtigter Anzahl unterzeichnet haben. Ist die Vertretungsberechtigung
nicht aus öffentlichen Registern (z. B. Handelsregister) ersichtlich, ist dem Teilnahmeantrag ein entsprechender Nachweis
der Vertretungsberechtigung (z.B. Vollmacht) beizufügen.
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Anlage 1
Bewerberbogen Einzelbewerber
Allgemeine Angaben zum Bewerber
Erklärung als Einzelbewerber
Firma / Name und
Rechtsform
Zur Vertretung des Bewerbers
berechtigte
Person (z. B. Geschäftsführer,
Inhaber)
Projektleiter
Anschrift
Telefon
Telefax
E-Mail
_________________________ ________________________________
Ort, Datum Stempel, rechtsverbindliche Unterschrift
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Anlage 1
Bewerberbogen Bietergemeinschaft
Allgemeine Angaben zu den Bewerbern
Erklärung bei Bewerber-/ Bietergemeinschaften
Soll eine Bewerber-/ Bietergemeinschaft für die Ausschreibung gebildet werden?
Ja Nein
Wenn ja angekreuzt wurde: Die Bewerbergemeinschaft erklärt mit den Unterschriften auf dem
Teilnahmeantrag:
die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft im Auftragsfall,
dass alle Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft aufgeführt sind und der für die Durchführung
des Vertrages bevollmächtigte Vertreter bezeichnet ist,
dass der bevollmächtigte Vertreter die Mitglieder gegenüber dem Auftraggeber
rechtsverbindlich vertritt und
dass alle Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft als Gesamtschuldner haften.
Mitglied 1 der Bewerbergemeinschaft (bevollmächtigter Vertreter gegenüber dem Auftraggeber)
Firma / Name und
Rechtsform
Zur Vertretung des Bewerbers
berechtigte
Person (z. B. Geschäftsführer,
Inhaber)
Projektleiter
Leistung
Anschrift
Telefon
Telefax
E-Mail
Mitglied 2 der Bewerbergemeinschaft
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Firma / Name und
Rechtsform
Zur Vertretung des Bewerbers
berechtigte
Person (z. B. Geschäftsführer,
Inhaber)
Projektleiter
Leistung
Anschrift
Telefon
Telefax
E-Mail
_________________________ ________________________________ Ort,
Datum Stempel, rechtsverbindliche Unterschrift
_________________________ ________________________________ Ort,
Datum Stempel, rechtsverbindliche Unterschrift
Hinweis: Sollte die Bewerber-/ Bietergemeinschaft aus mehr als zwei Mitgliedern bestehen,
kann an dieser Stelle eine Ergänzung des Formulars vorgenommen werden. Letzteres kann
etwa dergestalt erfolgen, dass diese Seite dupliziert wird und die weiteren Mitglieder der Bewerber-/
Bietergemeinschaft auf der duplizierten Seite rechtsverbindlich unterschreiben.
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Anlage 5
Eigenerklärung
Bieter/ Unternehmen:
Ansprechpartner:
Anschrift:
Telefon: Fax:
E-Mail:
1. Hiermit erkläre/n ich/wir, dass ich/wir die folgenden Ausschlussgründe zur Kenntnis genommen
habe/n und diese bei mir/uns nicht vorliegen.
2. Sollten Unterauftragnehmer beauftragt werden, so gewährleiste/n ich/wir, dass auch bei
diesen die folgend genannten Ausschlussgründe nicht vorliegen.
_________________________ ________________________________ Ort,
Datum Stempel, rechtsverbindliche Unterschrift
Von der Teilnahme am Wettbewerb können Bieter ausgeschlossen werden,
a. über deren Vermögen das Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares gesetzliches
Verfahren eröffnet oder die Eröffnung beantragt oder dieser Antrag mangels Masse
abgelehnt worden ist,
b. die sich in Liquidation befinden,
c. die nachweislich eine schwere Verfehlung begangen haben, die ihre Zuverlässigkeit
als Bewerber in Frage stellt,
d. die ihre Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie der Beiträge zur
gesetzlichen Sozialversicherung nicht ordnungsgemäß erfüllt haben,
e. die im Vergabeverfahren unzutreffende Erklärungen in Bezug auf ihre Eignung abgegeben
haben
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Anlage 7
Scientology Schutzerklärung
Anwendung einer einheitlichen Schutzklausel bei öffentlichen Aufträgen über Beratungsund
Schulungsleistungen (Scientology-Schutzerklärung)
"Das Beratungs- und Schulungsunternehmen verpflichtet sich sicherzustellen, dass die zur Erfüllung
des Auftrags eingesetzten Personen nicht die "Technologie von L. Ron Hubbard" anwenden,
lehren oder in sonstiger Weise verbreiten. Bei einem Verstoß ist der Auftraggeber berechtigt, den
Vertrag aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Frist zu kündigen. Weiter gehende Rechte
bleiben unberührt.
_________________________ ________________________________
Ort, Datum Stempel, rechtsverbindliche Unterschrift
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Anlage 8
Mustererklärung
nach 3 des rheinland-pfälzischen Landesgesetzes zur Gewährleistung von Tariftreue
und Mindestentgelt bei öffentlichen Auftragsvergaben (Landestariftreuegesetz
LTTG), zuletzt geändert durch das Zweite Landesgesetz zur Änderung des Landestariftreuegesetzes
vom 08. März 2016 (GVBI. S. 178)
Vergabestelle: Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal
Leistung: Erstellung eines Managementplans für das UNESCO Welterbe
Oberes Mittelrheintal
Der Bieter / Bewerber hat alle Bestimmungen des rheinland-pfälzischen Landesgesetzes zur
Gewährleistung von Tariftreue und Mindestentgelt bei öffentlichen Auftragsvergaben (Landestariftreuegesetz
LTTG), zuletzt geändert durch das Zweite Landegesetz zur Änderung des
Landestariftreuegesetzes vom 08. März 2016 (GVBI. S. 178), zur Kenntnis genommen und
bestätigt dies mit seiner Unterschrift.
Der Bieter/ Bewerber erklärt hierzu folgendes:
Ich/ Wir verpflichten mich/ uns,
1. meinen/ unseren Beschäftigten, die nicht dem AEntG unterfallen oder auf die der Tarifvertrag
nach dem AEntG keine Anwendung findet, bei der Ausführung der Leistung
mindestens das Mindestentgelt nach 3 Satz 1 LTTG von 8,90 (brutto) pro Stunde
zu zahlen.
Dies gilt nicht für eine Leistungserbringung durch Auszubildende und nicht, wenn ein
Bieter/ Bewerber mit Sitz in einem anderen EU-Mitgliedsstaat beabsichtigt, einen öffentlichen
Auftrag ausschließlich durch die Inanspruchnahme dort beschäftigter Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmern auszuführen;
2. Nachunternehmen sorgfältig auszuwählen und insbesondere deren Angebote daraufhin
zu überprüfen, ob sie auf der Basis des zu zahlenden Mindestentgelts kalkuliert
sein können;
3. im Falle der Auftragsausführung durch Nachunternehmer, deren Nachunternehmen,
Beschäftigte eines Verleihers sowie Beschäftigte des Verleihers des beauftragten
Nachunternehmens die Verpflichtung nach 4 bzw. 3 LTTG sicherzustellen und
dem öffentlichen Auftraggeber Mindestentgelt- und Tariftreuerklärung sämtlicher
Nachunternehmer und Verleiher vorzulegen.
Dies gilt nicht, falls ein Bieter/ Bewerber beabsichtigt, einen öffentlichen Auftrag ausschließlich
durch die Inanspruchnahme von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern
auszuführen, die bei einem Nachunternehmen mit Sitz in einem anderen EUMitgliedstaat
beschäftigt sind;
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4. vollständige und prüffähige Unterlagen über die eingesetzten Beschäftigten bereitzuhalten,
diese dem Auftraggeber auf dessen Verlangen hin vorzulegen und die Beschäftigten
auf die Möglichkeit von Kontrollen durch den Auftraggeber hinzuweisen.
_________________________ ________________________________
Ort, Datum Stempel, rechtsverbindliche Unterschrift
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Anlagen zum Teilnahmeantrag
Dem Teilnahmeantrag sind folgende Anlagen beizufügen:
Anlage 1 Bewerberbogen für Einzelbewerber oder Bewerbergemeinschaften
Anlage 2 Unternehmensdarstellung mit Beschreibung der beruflichen Qualifikation
der Personen, die für die Leistungserbringung verantwortlich vorgesehen sind sowie
Anzahl und Qualifikation der Beschäftigten.
Anlage 3 ggf. Zertifizierungen oder Auszeichnungen
Anlage 4 aktuelle Bankauskunft oder Bankerklärung
Anlage 5 - Eigenerklärung
Anlage 6 - Referenzprojekte, darzustellen in geeigneter Form, um insbesondere die
geforderte Fachkunde nachweisen zu können. Je Projekt eine DIN A4 Seite.
Anlage 7 Unterzeichnete Scientology-Schutzerklärung
Anlage 8 Mustererklärung zur Einhaltung des LTTG

Source: 4 http://www.bund.de/IMPORTE/Ausschreibungen/editor/Zweckverband-Welterbe-Oberes-Mittelrheintal/2018/04/2351954.html
Data Acquisition via: p8000000

 
 
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